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Deutsche Forscher arbeiten für viel Geld für ausländische Verteidigungsministerien.

Dafür fließen Millionen

Deutsche forschen für Militär aus dem Ausland

Berlin - Ausländische Verteidigungsministerien zahlen deutschen Instituten mehr Geld als bislang bekannt, um für deren Militär zu forschen. Neben den USA kommen Aufträge auch aus England oder der Schweiz.

Die Zusammenarbeit deutscher Forschungsinstitute mit Verteidigungsministerien anderer Staaten war nach Medienberichten umfangreicher als bislang angenommen. Die deutschen Einrichtungen hätten mehr Gelder von deutlich mehr Verteidigungsministerien erhalten, berichten der Sender NDR und die „Süddeutsche Zeitung“. Aus einer Antwort des Bundesministeriums für Bildung und Forschung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag gehe hervor, dass seit 1998 umgerechnet weitere 11,5 Millionen Dollar aus Verteidigungsetats der USA, Australiens, Großbritanniens, Südkoreas, der Schweiz und Singapurs geflossen seien.

So habe die australische Militärforschungsorganisation DSTO rund 3,8 Millionen Dollar an das Institut für Raumflugbetrieb und Astronautentraining am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen für die Mitarbeit an einem Hyperschall-Jet gezahlt. Wissenschaftler des Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin am DLR bezogen mehr als eine halbe Million Dollar der Schweizer Luftwaffe für ihr Mitwirken an einem Programm für Fallschirmjäger- und Piloten-Anwärter.

Forschung an künstlichen Muskeln kostet 240.000 Euro

Das Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart erhielt demnach 240.000 Dollar dafür, dass es im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums an künstlichen Muskeln forschte. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) konnte nach Angaben des Ministeriums vom Pentagon seit 2003 mehrere Aufträge in einem Gesamtvolumen von fast einer Million Dollar gewinnen.

Der Sender und die Zeitung hatten schon im November berichtet, dass deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit finanzieller Unterstützung des US-Verteidigungsministeriums arbeiten. Damals war von Aufträgen mit einem Gesamtumfang von mehr als 10 Millionen Dollar die Rede gewesen.

dpa

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