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Vier Soldaten aus Deutschland werden sich bei der Nato-Übung in der Ukraine beteiligen.

Manöver schon länger geplant

Deutsche Soldaten bei Nato-Übung in Ukraine

Berlin - An dem für September geplanten internationalen Militärmanöver in der westlichen Ukraine wird sich die Bundeswehr voraussichtlich mit vier Soldaten beteiligen.

Geplant sei, sie in Stabsfunktionen als Übungsauswerter und logistisches Fachpersonal einzusetzen, teilte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Mittwoch in Berlin mit. Die endgültige Entscheidung über die Teilnahme deutscher Soldaten werde "kurz vor der Verlegung auf Basis der dann aktuellen Bedrohungslage und der politischen Situation getroffen werden", fügte der Sprecher hinzu.

Das Manöver unter Beteiligung von US-Truppen soll Mitte bis Ende September auf einem Truppenübungsplatz in der Nähe von Lwiw stattfinden. Wie das polnische Verteidigungsministerium zuvor mitgeteilt hatte, nehmen daran Soldaten aus zwölf Ländern teil.

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums verwies darauf, dass es sich bei "Rapid Trident 13" um eine jährlich stattfindende Übung im Geiste des Nato-Programms "Partnership for Peace" handele, die die Ukraine in Zusammenarbeit mit den USA unter enger Einbindung weiterer multinationaler Partner vornehme. Insgesamt nehmen daran rund 1200 Soldaten teil. "Selbstverständlich hat auch Russland vorab von dieser seit langem geplanten Übung Kenntnis", fügte der Sprecher hinzu.

Laut polnischem Verteidigungsministerium in Warschau werden an der Übung, die nicht unter der Ägide der Nato stattfindet, neben der Ukraine, den USA und Deutschland auch Polen, Rumänien, Moldau, Bulgarien, Spanien, Estland, Großbritannien, Litauen und Norwegen beteiligt sein. Die Soldaten würden gemeinsam Durchsuchungen, Patrouillen, Konvoifahrten, Rettungseinsätze und die Suche von Sprengsätzen üben, hieß es in der Erklärung des Ministeriums.

AFP

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