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Autos für den Export: Die deutsche Wirtschaft hofft, dass das Freihandelsabkommen TTIP zustandekommt. Foto: Ingo Wagner/Archiv

Deutsche Wirtschaft will Freihandelsabkommen TTIP

Berlin (dpa) - Unmittelbar vor der neunten TTIP-Verhandlungsrunde haben sich deutsche Wirtschaftsvertreter zum Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA bekannt.

"Mit TTIP haben Europa und die USA jetzt die einzigartige Möglichkeit, wichtige Regeln für die Weltwirtschaft des 21. Jahrhunderts zu schaffen - und zwar auf hohem Niveau", erklärte BDI-Chef Ulrich Grillo. "Mit TTIP können wir die Globalisierung aktiv gestalten - indem wir uns mit den USA auf Regeln einigen, wo die Welthandelsorganisation bisher gescheitert ist", ergänzte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

Der Siemens-Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser erklärte: "Eine US-amerikanisch-europäische Freihandelszone ist eine Chance, wie sie sich nur ganz selten ergibt." Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche warnte: "Wenn sich die USA eher in Richtung Pazifik orientieren, wird das die Rolle Europas auf der Weltbühne gewiss nicht stärken. Deshalb ist TTIP nicht nur Kür, sondern Pflicht."

Der Henkel-Vorstandsvorsitzende Kasper Rorsted sagte voraus: "Die deutsche Exportwirtschaft könnte in einer transatlantischen Freihandelszone noch stärker am wirtschaftlichen Aufschwung auf der anderen Seite des Atlantiks partizipieren."

Der Vorstandschef der Deutschen Post DHL Group, Frank Appel, wies darauf hin, dass die zehn Länder, deren globale Vernetzung zwischen 2011 und 2013 am stärksten gestiegen ist, allesamt Schwellenländer seien. "In diesem neuen globalen Kontext kann TTIP ein transatlantisches Gegengewicht bilden - eine historische Chance, die nicht leichtfertig verspielt werden darf."

BDI-Publikation "Wir wollen TTIP"

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