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Angela Merkel.

Deutschland schickt Transportjets

Merkel verteidigt Mali-Einsatz

Berlin - Deutschland wird sich am internationalen Militäreinsatz in Mali beteiligen. Zunächst werden zwei Bundeswehr-Flugzeuge in die afrikanische Wüste geschickt. Die Kanzlerin verteidigt die Entscheidung.

Die Bundesregierung will nach der Entscheidung über die Entsendung zweier Transportmaschinen zur Unterstützung des Militäreinsatzes in Mali Anfang nächster Woche über mögliche weitere Hilfe sprechen. Frankreich habe um breitgefächerte Unterstützung gebeten, darunter den Transport von Ecowas-Truppen nach Mali, sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch nach einem Treffen mit dem Präsidenten der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara in Berlin. Ouattara ist Vorsitzender der westafrikanischen Wirtschaftsunion Ecowas, die rund 3300 Soldaten nach Mali schicken will.

Ein Transportflugzeug vom Typ Transall der Bundesluftwaffe.

Jedes Land müsse prüfen, „welche freien Kapazitäten gibt es, ohne die Sicherheit der Soldaten in anderen Einsätzen zu gefährden“, sagte Merkel angesichts des deutschen Engagements in Afghanistan. Auch von Großbritannien oder Dänemark seien ähnliche Beiträge avisiert worden. Zudem könne Deutschland einen Beitrag zur Unterstützung der Flüchtlinge und beim späteren politischen Prozess in Mali leisten. Deutschland werde sich auch an der geplanten EU-Ausbildungsmission beteiligen. „Insofern finde ich, dass wir hier sehr intensiv dabei sind.“

Mit dieser Ausrüstung kämpft unsere Bundeswehr

Mit dieser Ausrüstung kämpft unsere Bundeswehr

Sie werde am Montag am Rande der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des Elysée-Vertrages in Berlin mit dem französischen Präsidenten François Hollande darüber sprechen, ob es weitere Hilfserwartungen gebe. „Je nach Lage werden wir dann entscheiden.“ Gespräche werde es auch mit Ecowas geben. Sollte sich die Lage ändern, werde sich die Regierung nicht scheuen, ein Bundestagsmandat zu beantragen. Ouattara warb um eine breite europäische Unterstützung. Er hoffe, dass es im Juni oder Juli Wahlen in dem Land geben werde, damit eine demokratisch legitimierte Regierung für Ordnung sorgen könne.

dpa

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