+
Palästinenser inspizieren im Sommer 2014 eine bei israelischen Luftangriffen stark getroffene Schule in Gaza Stadt. Foto: Mohammed Saber

Deutschland gibt weitere 37 Mio Euro für Gaza-Wiederaufbau

Gaza (dpa) - Deutschland unterstützt den Wiederaufbau des im Krieg zerstörten Gazastreifens mit weiteren 37 Millionen Euro. 2014 hatte Deutschland bereits 20 Millionen Euro für die Aufbauhilfe im Gazastreifen zur Verfügung gestellt.

Das UN-Palästinenserhilfswerk (UNRWA) teilte mit, Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, habe die Zusage bei einem Besuch in Gaza gemacht. Insgesamt unterstützte Deutschland UNRWA im vergangenen Jahr mit 80 Millionen Dollar (71 Millionen Euro).

Silberhorn sprach sich für eine Öffnung der Gaza-Grenzen unter Wahrung der israelischen Sicherheit aus: "Es ist bedrückend zu hören, dass viele junge Palästinenser den Gazastreifen noch nie verlassen haben." Das verhindere Verständigung und Annäherung.

Nach Angaben von UNRWA hat die Organisation bislang nur Finanzhilfe für den Wiederaufbau von 200 der insgesamt 9161 vollständig zerstörten Wohnungen oder Häuser palästinensischer Flüchtlinge erhalten. Das Geld sei komplett aus Deutschland gekommen.

Der Leiter der UNRWA-Einsätze in Gaza, Robert Turner, beschrieb die deutsche Wiederaufbauhilfe als "außergewöhnlich". Mehr als acht Monate nach Ende des Kriegs bleibe die Lage vor Ort verzweifelt. "Für die Menschen in Gaza ist es wichtig, dass andere Geberländer dem ausgezeichneten deutschen Beispiel folgen."

Mitteilung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

UNRWA-Mitteilung

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Vor dem „GroKo“-Votum: SPD befürchtet das Schlimmste
Nach den Sondierungen könnten Gespräche über eine neue GroKo starten - wenn der Parteitag der SPD zustimmt. Die Sozialdemokraten hadern aber mit den …
Vor dem „GroKo“-Votum: SPD befürchtet das Schlimmste
Trumps Stabschef gibt zu: Mauer-Pläne waren "uninformiert"
Es war das zentrale Wahlversprechen Donald Trumps: Die Mauer an der Grenze zu Mexiko. Nun schrumpft das Projekt. Und Trumps Stabschef macht ein Eingeständnis.
Trumps Stabschef gibt zu: Mauer-Pläne waren "uninformiert"
Für den Merkel-Fall: Diese Frau ist ihre Nachfolge-Favoritin
Die CDU-Vorsitzende hat ihrer Partei nach der Wahlschlappe Erneuerung versprochen. Noch ist offen, ob es GroKo-Verhandlungen gibt. Doch in den Parteien kursieren schon …
Für den Merkel-Fall: Diese Frau ist ihre Nachfolge-Favoritin
Russland-Affäre: Trump nun doch zu Befragung bereit
US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben seines Anwalts bereit, sich von dem unabhängigen Sonderermittler zur Russland-Affäre vernehmen zu lassen. Den Eindruck hatte …
Russland-Affäre: Trump nun doch zu Befragung bereit

Kommentare