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Bundesaußenminister Heiko Maas (Mi.) bei seinem Besuch in New York

Zu Besuch in New York

Deutschland strebt zurück in UN-Sicherheitsrat - Maas nennt klare Aufgabe

Deutschland will sich nach Worten von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) bei einer Wahl als nicht-ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat besonders den Konfliktrisiken durch den Klimawandel widmen.

New York - Die Bundesrepublik werde "eine Führungsrolle beim Kampf gegen den Klimawandel einnehmen", sagte Maas am Dienstagabend (Ortszeit) am UN-Sitz in New York. Der Klimawandel "gehört auf die Agenda des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen". Das Thema sei eine "klare Priorität" der deutschen Kandidatur für einen Sitz im mächtigsten UN-Gremium.

Der Außenminister äußerte sich bei einem Abendessen mit Vertretern der Gruppe von rund 40 kleinen Inselstaaten, die besonders durch die Folgen der Erderwärmung bedroht sind. Maas sagte, es gehe darum, Krisen und Bedrohungen des Friedens frühzeitig abzuwenden. "Wir wollen nicht immer erst kommen, wenn es zu spät ist." Gemeinsam mit den bedrohten Inselstaaten wolle Deutschland "Konzepte entwickeln, wie sich der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen künftig mit dem Nexus von Klima und Sicherheit auseinandersetzen soll".

Treffen mit UN-Generalsekretär am Mittwoch

Maas wirbt bei seinem Antrittsbesuch bei der UNO für die deutsche Bewerbung um einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Am Mittwoch steht ein Treffen mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres auf dem Programm, außerdem nimmt der Außenminister an einer Debatte des Sicherheitsrats zur Zukunft der UN-Friedensmissionen teil.

Neben den fünf ständigen Sicherheitsratsmitgliedern USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien werden zehn weitere Staaten durch die UN-Vollversammlung jeweils für zwei Jahre als nicht-ständige Mitglieder in das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen gewählt. Deutschland strebt für 2019 und 2020 zum sechsten Mal einen nicht-ständigen Sitz an. Die Bundesrepublik gehörte zuletzt 2011 und 2012 dem Sicherheitsrat an. Die Entscheidung fällt am 8. Juni in der UN-Vollversammlung.

afp

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