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DGB kritisiert Beschluss zur Abschaffung der Quarantäne-Entschädigung bei Verdienstausfall für Nicht-Geimpfte

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DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann
DGB-Chef Reiner Hoffmann kritisiert die Entscheidung der Gesundheitsminister © Marius Becker / dpa

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat scharfe Kritik an dem Beschluss der Gesundheitsminister geübt, dass Nicht-Geimpfte künftig bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Corona-Quarantäne keine Entschädigung mehr bekommen sollen.

Berlin - «Es kann nicht sein, dass die Politik die Verantwortung für den Kampf gegen die Pandemie einfach bei den Beschäftigten ablädt», sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). «Eine Impfpflicht durch die Hintertür lehnen wir weiterhin ab.» Außerdem bedeute die Neuregelung auch, dass Beschäftigte dem Arbeitgeber ihren Impfstatus offenlegen müssten.

Hoffmann betonte, es sei eine der wichtigsten Errungenschaften der Arbeiterbewegung, dass Arbeitgeber so wenig wie absolut nötig über das Privatleben und damit auch die Gesundheitsentscheidungen der Beschäftigten erfahren. Vorerkrankungen, gesundheitliche Einschränkungen oder sonstige Informationen über Eingriffe in den eigenen Körper seien - bis auf Informationen über die grundsätzliche Eignung für die Ausübung der jeweiligen Tätigkeit - Privatsache der Beschäftigten. «Wir wollen nicht, dass Arbeitgeber ihre Machtposition über die Kenntnis der Gesundheitsdaten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausbauen.»

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten am Mittwoch mehrheitlich beschlossen, dass es für Verdienstausfälle wegen einer angeordneten Quarantäne für die meisten ungeimpften Arbeitnehmer spätestens ab 1. November keine Entschädigung mehr geben soll. Greifen soll dies für alle, für die es eine Impfempfehlung gibt und die sich auch impfen lassen können. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte erklärt, es gehe nicht um Druck, sondern auch um Fairness. (dpa)

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