Diakonie gegen Betreuungsgeld

Nürnberg/München - Der Widerstand gegen das Betreuungsgeld wächst - nun macht mit der Diakonie ein weiterer Wohlfahrtsverband Front gegen die höchst umstrittene neue Sozialleistung.

Die evangelische Fürsorgeorganisation Diakonie forderte stattdessen am Mittwoch, die eingeplanten Gelder von 400 Millionen Euro im Jahr 2013 beziehungsweise 1,2 Milliarden Euro ab 2014 für den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen auszugeben. Zuvor hatten sich auf der Ebene der Fachverbände bereits der Paritätische Wohlfahrtsverband, die Arbeiterwohlfahrt und der Sozialdienst katholischer Frauen gegen das Betreuungsgeld ausgesprochen.

Außerdem kritisierte die Diakonie, dass das Betreuungsgeld nur an Eltern gezahlt werden soll, die ihr kleines Kind nicht in einer Krippe betreuen lassen. Der Verband fordert stattdessen einen Zuschuss für alle Eltern - unabhängig davon, ob das Kind zu Hause erzogen oder in der Krippe betreut wird. “Idealerweise erhalten alle Eltern eine finanzielle Anerkennung ihrer Erziehungsleistung - und die dann auch in einer entsprechenden Höhe“, sagte Birgit Löwe, Vorstandsmitglied der Diakonie Bayern und Vorsitzende der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen in Bayern. Der jetzt geplante Betrag von 100 bis 150 Euro pro Kind sei nicht ausreichend.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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