Grüne wieder auf Tuchfühlung

Neue Umfrage zeigt massiven Rutsch - Laschets Union plötzlich in Nöten?

Grüne und Union erleben eine Umfrage-Achterbahnfahrt. Die neueste Erhebung zeigt einen heftigen Rutsch - für CDU und CSU. Eine Koalitions-Option wird dabei unmöglich.
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Auch Merz-Tweet wirft Fragen auf

Ex-Vizekanzler nennt Grünen-Klimaplan „Volksverdummung“ - Spott für Baerbock-Patzer und Habecks „Leid“
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Bundestagswahl 2021

Reizthema Rente: Das wollen Union, Grüne, SPD & Co. — Die wichtigsten Punkte aus den Wahlprogrammen
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Bündnis 90/Die Grünen

Die Partei Bündnis 90/Die Grünen ist in erster Linie für ihren Schwerpunkt in der Umweltpolitik bekannt. Die linksliberale Partei hat sich soziale und ökologische Nachhaltigkeit als übergeordnetes Ziel gesetzt und vertritt diese Werte seit den 80er Jahren. Im Januar 1980 entstand die Partei Die Grünen unter anderem aus der Anti-Atomkraft- und Umweltbewegung und der Friedensbewegung in Karlsruhe. Das Bündnis 90 wurde in den 90er-Jahren ebenfalls aus einer Friedens- und Demokratiebewegung in der DDR gegründet und am 14. Mai 1993 fusionierten die beiden Parteien zur Partei Bündnis 90/Die Grünen. Seit 1994 ist die Partei durchgehend fester Bestandteil des Bundestages. Bei der Bundestagswahl 2009 gelang ihr mit 10,7% der Stimmen ein eigener nationaler Rekord und bei der Europawahl fuhren Bündnis 90/Die Grünen mit 20,5% das beste internationale Wahlergebnis ihrer Geschichte ein.

Beliebtheits-Ranking: Laschet plötzlich hinter Baerbock - und beide ganz weit hinten

Wie beliebt sind deutsche Politiker? An die Bundeskanzlerin kommt im Ranking keiner heran. Armin Laschet und Annalena Baerbock enttäuschen.
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Grünen-Eklat im Saarland: Interne Mails durchgesickert - haben Baerbock & Co. Druck ausgeübt?

Chaos bei den Saar-Grünen: Der Landesverband zerreißt sich gerade selbst - dabei spielt wohl auch die Parteispitze eine Rolle. Interne Mails verschärfen diesen Eindruck.
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„Todesstrafe exportiert“: Laschet will nach Afghanistan abschieben - Habeck fordert andere Lösung

Ist es noch gerechtfertigt Menschen nach Afghanistan abzuschieben? Robert Habeck ist entsetzt über Armin Laschets Haltung. Für Gefährder sieht er eine andere Lösung.
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Ausschuss hat entschieden: Tessa Ganserer muss mit altem Namen auf Wahlzettel kandidieren

Die Nürnberger Grüne Tessa Ganserer will in den Bundestag. Doch auf dem Wahlzettel ist die transgeschlechtliche Frau mit ihrem alten Namen gelistet.
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Grüner Klima-Sturm? Baerbock erklärt Ministerium-Plan - doch Aktivisten gehen mit Programm hart ins Gericht

Die Grünen stellen nochmal ihre Klimapläne vor - samt ungewöhnlicher Ministeriums-Ideen und einer Schelte für die Union. Aktivisten sind aber unzufrieden.
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Baerbock gesteht Fehler: „Das schmerzt sehr“ - aber eine Sache will sie nicht ändern

Eigentlich war Annalena Baerbock ausgezogen, um Kanzlerin zu werden. Doch ihre Chancen stehen aktuell nicht mehr zum Besten. Was auch an Fehlern lag, die ihr nun …
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Kostet das die Kanzlerkandidatur? Landesliste der Grünen im Saarland zur Bundestagswahl abgelehnt

Auf das Hin und Her bei den Grünen im Saarland folgen nun Konsequenzen: Vorerst wurde die Landesliste zur Bundestagswahl nicht zugelassen.
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Nach Hochwasser-Katastrophe: Grüne fordern Milliarden-Fonds für die Klimavorsorge

Die Grünen fordern in einem Impulspapier mehrere Milliarden Euro für die Vermeidung von weiteren Katastrophen durch den Klimawandel.
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„Grenzt an Realitätsverweigerung“: Scharfe Kritik von Grünen an Elbe-Abkommen

Der Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, hat das vergangene Woche unterzeichnete Elbe-Abkommen zwischen Deutschland und Tschechien scharf kritisiert.
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„Komplett überfordert“: Grüne kritisieren „Wirrwarr“ der Union in Klimaschutzfragen

Nach den jüngsten Äußerungen von CSU-Chef Markus Söder und CDU-Chef Armin Laschet werfen die Grünen der Union unklare Positionen in der Klimaschutzpolitik vor.
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Kretschmann schließt Corona-Impfpflicht nicht aus – und zieht Vergleich zu Masern

Deutschland steht vor einem schwierigen Corona-Herbst, die Delta-Variante greift um sich. Kretschmann denkt darüber nach, dass doch noch eine Impfpflicht kommen könnte.
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AfD-Richter-Kür in BaWü: Kretschmanns Grüne mitten in Groß-Eklat - „100 Prozent inakzeptabel!“

Der Landtag in Stuttgart hat einen AfD-Kandidaten für den Verfassungsgerichtshof bestätigt. Woher die Stimmen kamen, ist unklar - doch bei den Grünen tobt bereits ein …
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Erschreckende Zahlen: Baerbock die größte Zielscheibe für Hass im Netz - nur eine Frau kriegt noch mehr ab

Einer Facebook-Auswertung zufolge sind die Grünen und Annalena Baerbock die mit Abstand bevorzugten Opfer von Hass-Attacken in sozialen Netzwerken. Die Zahlen sind …
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Baerbock legt in Umfragen zu: Plötzlich wäre völlig neue Regierung unter Grünen möglich

Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und die Grünen können sich in den Umfragen zur Bundestagswahl leicht verbessern. So wäre eine Mehrheit für eine neue Bundesregierung …
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PR-Profi, „Grünen-Kloppo“, bald Vollzeit-Vater? Das ist der Ehemann von Annalena Baerbock

Annalena Baerbock ist Spitzenkandidatin der Grünen für die Bundestagswahl 2021. Ihr Ehemann erinnert an Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp - und hat ein Versprechen abgegeben.
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Baerbock liefert erstmals Begründung für Buch-Misere - und überrascht mit Reaktion auf Laschet

Annalena Baerbock nimmt den Wahlkampf wieder auf - mit einer detaillierten Erklärung für ihr Plagiats-Problem. Im Streit um Hochwasser-Schutz wählt sie fast schon …
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„Mobbing gegen Männer“: Aiwanger attackiert Grüne - und holt zum Rundumschlag aus

Hubert Aiwanger wirft den Grünen „Mobbing gegen Männer“ vor. Er holte in einem Interview zum Rundumschlag aus und sprach auch über das Klima.
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Umfrage: Grüne vor dem Wechsel? Mehr als ein Drittel für Habeck statt Baerbock

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock geriet in den vergangenen Wochen mehrfach in die Schlagzeilen. Eine Umfrage zeigt nun: viele Deutsche wünschen sich lieber …
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Umfrage-Sinkflug gestoppt? Grüne um Baerbock holen auf

Noch gut zwei Monate zur Bundestagswahl. In einer neuen Umfrage kommen die Grünen besser weg als zuletzt. Der SPD gelingt es nicht, mehr Zustimmung der Befragten zu …
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Bündnis 90 / Die Grünen: Geschichte

Bündnis 90 / Die Grünen: Geschichte, Vorsitzende und Inhalte der Öko-Partei

Bündnis 90 / Die Grünen machte sich zuerst in den 1980er Jahren in der Anti-Atomkraft-Bewegung einen Namen. Vorsitzende sind Annalena Baerbock und Robert Habeck.

Die Sonnenblume: ein beliebtes Symbol bei den Grünen

Die Partei Bündnis 90 / Die Grünen ist eine der stärksten Parteien in Deutschland

Die Öko-Partei ist ein wichtiger Teil der Umweltbewegung und der Anti-Atomkraft-Bewegung und setzt sich für ökologische Themen aller Art ein

Parteivorsitzende sind Robert Habeck und Annalena Baerbock

Berlin - Gegen Ende der Siebzigerjahre kam mit dem steigenden Ölpreis eine schwere Wirtschaftskrise auf Deutschland zu. Immer mehr europäische Länder setzten auf Atomkraft. Zugleich nahmen Industrialisierung und Verstädterung zu, was negative Folgen für die Umwelt hatte. Die grüne Bewegung entstand als Antwort auf diese Entwicklung. Die Anti-Atomkraft-Bewegung war besonders wichtig für die spätere Gründung der Partei „Die Grünen“.

Viele kleine Splitterparteien und regionale Zusammenschlüsse, die als „Müslifresser“ und „Ökospinner“ häufig verlacht wurden, kämpften in den 1980er Jahren für ein wirtschaftliches und gesellschaftliches Umdenken in Deutschland. Die Umweltbewegung, die Friedensbewegung, die Anti-Atom-bewegung sowie Fraueninitiativen schlossen sich zusammen und gründeten im Jahr 1980 die Partei der Grünen, den Vorläufer von Bündnis 90 / Die Grünen. Erste Parteivorsitzende der westdeutschen Grünen waren Petra Kelly, August Haußleiter und Norbert Mann.

Ursprünge in der Anti-Atomkraft-Bewegung

Die neue Umweltbewegung erzielte schon im Jahr 1980 5,3 Prozent der Stimmen bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und 1,5 Prozent der Stimmen bei den Bundestagswahlen im Oktober 1980. Zunehmende Proteste der Anti-Atomkraft-Bewegung und Engagement in verwandten Themen gaben der neuen Partei Aufwind, sodass sie im Jahr 1982 in Niedersachsen, Hamburg und Hessen in den Landtag einziehen konnte. Zudem erfolgten zu dieser Zeit viele Umstrukturierungen der noch sehr jungen Partei, die ausschließlich in Westdeutschland aktiv war.

Im Jahr 1983 gelang den Grünen der Einzug in den Bundestag mit 5,6 Prozent der Stimmen. Sprecher und Sprecherinnen der Fraktion waren Marieluise Beck-Oberdorf, Petra Kelly und Otto Schily. Joschka Fischer wurde zum Parlamentarischen Geschäftsführer der Partei ernannt. Die kleine, aber aufstrebende Fraktionen der Grünen brachte neue Themen wie Ökolandbau, nachhaltiges Wirtschaften, Vergewaltigung in der Ehe sowie die Entschädigung von Zwangsarbeitern in den Bundestag. Sie machte sich damit schnell einen Namen als Protestpartei. Die Mitglieder der grünen Umweltbewegung galten als besonders „streitwütig“ und argumentierten viel und gern.

Die Grünen während der DDR

Während sich die Partei „Die Grünen“ in Westdeutschland gründete, gab es in der DDR ähnliche Parteien. Hier sind die Initiative Frieden und Menschenrechte, Demokratie Jetzt und das Neue Forum zu nennen. Diese schlossen sich im Jahr 1990 als Wahlbündnis Bündnis 90 zusammen, um an der ersten freien Volkskammerwahl teilzunehmen. Die Abgeordneten der Grünen Partei der DDR sowie der Unabhängige Frauenverband schlossen sich ebenfalls dem Bündnis an.

Kurz nach der ersten Bundestagswahl des vereinigten Deutschlands im Jahr 1990 fusionierten die ost- und westdeutschen grünen Parteien und nannten sich schließlich „Bündnis 90 / Die Grünen“. Im Jahr 1994 zog sie zum ersten Mal als neue Partei in den Bundestag ein. Parteivorsitzende waren Joschka Fischer und Kerstin Müller. Antje Vollmer wurde die erste grüne Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags.

Die ersten grünen Minister: Joschka Fischer, Andrea Fischer und Jürgen Trittin

Die Bundestagswahl des Jahres 1998, bei der die Partei Bündnis 90 / Die Grünen 6,7 Prozent der Stimmen erhielt, war besonders wichtig für die Grünen. Gemeinsam mit der SPD bildete die Partei eine rot-grüne Bundesregierung bis zum Jahr 2005. Joschka Fischer wurde der erste grüne Außenminister und fungierte zudem als Vizekanzler. Andrea Fischer wurde Gesundheitsministerin und Jürgen Trittin übernahm die Position als Umweltminister. Trittin ist bis heute ein wichtiger Politiker der Grünen und war von 2009 bis 2013 gemeinsam mit Renate Künast Vorsitzender der Umweltbewegung.

Seit dieser erfolgreichen Phase ist die Umweltbewegung ein fester Bestandteil der deutschen Parteienlandschaft. Bei den Bundestagswahlen erzielen die Grünen durchschnittlich zwischen 8 Prozent und 11 Prozent der Stimmen. Bei den Europawahlen waren es im Jahr 2019 sogar 20,5 Prozent der Stimmen. Als grünstes Bundesland ist Baden-Württemberg bekannt, wo die Grünen zahlreiche Kommunalpolitiker und sogar Landesoberhäupter stellen. Bekannte Grüne sind neben Jürgen Trittin und Renate Künast auch Cem Özdemir, der von 2008 bis 2018 Parteivorsitzender war, Katrin Göring-Eckard, Claudia Roth und Winfried Kretschmann, der seit 2011 als Ministerpräsident von Baden-Württemberg fungiert.

Die wichtigsten Themen der Umweltbewegung

Bündnis 90 / Die Grünen arbeitet mit Grundsatzprogrammen, die regelmäßig erneuert werden. Das aktuelle Grundsatzprogramm stammt aus dem Jahr 2002 und hat den Titel „Die Zukunft ist Grün“. Die vier Grundwerte der Umweltbewegung sind:

  • Ökologie
  • Selbstbestimmung
  • Gerechtigkeit
  • Demokratie

Als Öko-Partei konzentrieren sich die Grünen besonders auf Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltpolitik. Aber auch Geschlechtergerechtigkeit, Chancengleichheit und eine multikulturelle Gesellschaft sind Themen der Grünen. Die Partei ist auf dem politischen Spektrum als linksliberal einzuordnen. Während einige Kerngedanken konservativ sind, steht die Partei für viele linke Konzepte. Dazu gehören unter anderem die Integration von Einwanderern, Lesben- und Schwulenpolitik und Bürgerbeteiligung.

Eines der wichtigsten Ziele der Partei besteht darin, bis zum Jahr 2030 die Stromversorgung in Deutschland vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen. Auch ein Ende der Massentierhaltung, eine neue Definition von Wohlstandsindikatoren, die Einführung von Mindestlöhnen, die Abschaffung privater Krankenkassen sowie eine Vermögensabgabe sind wichtige Themen der Grünen. Hinzu setzen sich prominente grüne Vertreter wie Robert Habeck für eine offensivere Bekämpfung von Rassismus als Aufgabe der Grünen, aber auch der ganzen Gesellschaft ein.

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Deutschland hat ein Rassismusproblem – das wurde nicht nur durch die deutschen Stimmen der #BlackLivesMatter-Bewegung deutlich. Gerade staatliche Institutionen müssen für Rassismus sensibilisiert werden. Die Polizei braucht Anti-Rassismus-Schulungen sowie eine unabhängige Polizeibeauftragte, die sich um Fälle von Polizeigewalt kümmert. Außerdem ist es Zeit, den Begriff „Rasse“ aus dem Grundgesetz zu streichen und ihn mit einer Formulierung zu ersetzen, die dem Problem gerecht wird. Beispielsweise durch „rassistische Zuschreibung“. Auch das frisch verabschiedete Berliner Landes-Antidiskriminierungsgesetz kann Vorbild für eine neue diskriminierungsfreiere Gesetzgebung sein. Im letzten Jahr wurden bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes mehr als doppelt so viele Fälle von #Rassismus gemeldet wie noch 2015. Das verdeutlicht einerseits, dass Hass und Vorurteile zugenommen haben. Auf der anderen Seite ist in den letzten Jahren auch das Bewusstsein für das Thema gestiegen. Mehr Betroffenen ist klar, dass sie Anspruch auf Unterstützung haben. An die Antidiskriminierungsstelle des Bundes können sich alle wenden, die mit Diskriminierung zum Beispiel bei der Wohnungssuche oder am Arbeitsplatz konfrontiert werden und Beratung brauchen. Teile das Bild in deiner Story, wenn auch du auf das Problem Rassismus aufmerksam machen willst!

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Die Wählerschaft der Grünen

Die Partei Bündnis 90 / Die Grünen wird Umfragen zufolge vor allem von jungen Menschen unter 30 gewählt, die links und ökologisch eingestellt sind. Nachdem sich die Umweltbewegung im Jahr 1990 zusammenschloss, gingen einige Wähler verloren. Auch kontroverse Themen wie die deutschen Militäreinsätze im Kosovo und in Afghanistan sowie die Hartz-IV-Reformen führten zum Verlust von Wählern. Auf der anderen Seite sind durch Bewegungen wie „Fridays for Future“ neue Wählerinnen und Wähler hinzugekommen.

Laut Studien sind grüne Wähler meist überdurchschnittlich gebildet, haben ein überdurchschnittlich hohes Einkommen und gehören hauptsächlich zu einer jungen Demografie. Frauen wählen häufiger die Grünen als Männer. Auch Freiberufler und Stadtbewohner sind eher dazu geneigt, der aus der Anti-Atomkraft-Bewegung stammenden Partei ihre Stimme zu geben. In den östlichen Bundesländern Deutschlands erzielen die Grünen ihre niedrigsten Ergebnisse, während der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg als Hochburg der Grünen gilt.

Vertretung auf bundespolitischer Ebene

Parteivorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen werden regelmäßig bei der Bundesdelegiertenkonferenz gewählt. Diese ist auch als Bundesversammlung bekannt und entspricht dem Bundesparteitag anderer Parteien. Die Delegiertenkonferenz ist das oberste Beschlussorgan der Grünen. Hier werden Bundesvorstand, Kandidaten für Europawahlen, Mitglieder des Parteirats, Bundesrechnungsprüfer und Bundesschiedsgerichte gewählt. Zudem entscheidet die Delegiertenkonferenz über Programm und Satzung der Bundespartei. Die Veranstaltung findet mindestens einmal im Jahr statt. Jeder Kreisverband der Grünen entsendet dafür mindestens einen Delegierten.

Das Tagesgeschäft der Partei wird vom Bundesvorstand übernommen. Die Parteivorsitzenden stellen eine gleichberechtigte Doppelspitze dar, der derzeit (Stand Juli 2020) Annalena Baerbock und Robert Habeck vorsitzen. Michael Kellner ist politischer Geschäftsführer, Marc Urbatsch ist Bundesschatmeister und Jamila Schäfer und Gesine Agena stellen stellvertretende Vorsitzende mit Themenschwerpunkten dar.

Von Laura Puttkamer

Rubriklistenbild: © picture alliance/Christoph Soeder/dpa