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Die Linke wirbt für Dreierbündnis mit SPD und Grünen

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Dietmar Bartsch, Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke, äußert sich bei einer Pressekonferenz im Karl-Liebknecht-Haus zum Konzept der Linken für eine armutsfeste Rente
Dietmar Bartsch © Bernd von Jutrczenka

Die Linke wird nach Ansicht ihres Spitzenkandidaten Dietmar Bartsch bei der Bundestagswahl in wenigen Tagen nicht an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Berlin - Die Linke wird nach Ansicht ihres Spitzenkandidaten Dietmar Bartsch bei der Bundestagswahl in wenigen Tagen nicht an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Auf die Frage eines Journalisten, ob es am Ende für Rot-Grün reichen könnte und die Linke womöglich an der Hürde scheitert, weil sie Stimmen an SPD und Grüne verliert, sagte Bartsch am Montag in Berlin: «Beides undenkbar». Bartsch und seine Co-Spitzenkandidatin, Janine Wissler, warben erneut für ein Dreierbündnis mit SPD und Grünen. Mit beiden Parteien gebe es eine Grundlage für Gespräche. Ihre Wahlversprechen für einen höheren Mindestlohn oder die Einführung einer Kindergrundsicherung könnten Sozialdemokraten und Grüne mit Union und FDP nicht einhalten, sagte Bartsch.

Die Linke hatte ursprünglich das Ziel ausgegeben, bei der Bundestagswahl ein zweistelliges Ergebnis zu holen. Bei der letzten Wahl 2017 kam sie auf 9,2 Prozent. In den Umfragen liegt sie nun seit Monaten bei 6 Prozent. «Ich kenne die Zahlen, und es bleibt natürlich das Ziel, diese Stimmenzahl zu maximieren, könnte aber sein, dass die Zielstellung nicht hundert Prozent aufgeht, mit dem zweistellig», sagte Bartsch. Er verwies zugleich darauf, dass etwa die Wahlergebnisse bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im Juni anders aussahen, als in Umfragen vorhergesagt.

Viele Wähler seien noch unentschlossen. Es gehe jetzt darum, Menschen zu motivieren und deutlich zu machen, «bei dieser Wahl geht es richtig um was», sagte Wissler. «Dann schauen wir mal, wie das Ergebnis am Sonntag aussieht, aber wir kämpfen bis zur letzten Minute, und da ist die Partei wirklich großartig mobilisiert.» (dpa)

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