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Junge Nordkoreaner marschieren zu Ehren ihres Anführers Kim Jong-un. 

Merkwürdiges Reporter-Erlebnis

Nordkorea-Kinder: Diese dreiste Lüge schockiert

Ein deutscher Journalist reist nach Nordkorea, um aus Kim Jong-uns Reich zu berichten. Was er erlebt, schockiert. Besonders ein trauriges Detail.

Nordkorea ist ein Land, über das wir hierzulande recht wenig wissen. Kim Jong-un, der exzentrische Diktator Nordkoreas, fällt gerade mit Provokationen in Richtung USA auf. Bekannt ist, dass Nordkorea keine Kosten und Mühen scheut, sich als mächtiger Staat zu inszenieren. Prächtige Bauten, übertriebene Militärparaden und die Vergötterung des Machthabers. Aber wie geht es den Menschen dort? Der Besuch eines deutschen Journalisten bringt erschütternde Details ans Licht.

Wo sind denn all die Kinder?

Ein Focus-Reporter reiste ins kommunistische Land, um herauszufinden, wie die Menschen dort leben. Was er erlebte, verstörte ihn. Während seines Aufenhaltes kam der Journalist auch in einem Sommer-Camp für Jugendliche unter. Problem: Dort sah er keine Kinder. Dafür ein Fußballstadion, ein Schwimmbad, Tennisplätze, sogar ein Aquarium mit Haien, Rochen und Delfinen. „Wo sind denn all die Kinder?“, fragte der Reporter, der seine Erlebnisse in einer Art Online-Tagebuch festhielt, eine Touristenführerin. „Die machen ein Nickerchen“, antwortete sie. 

Kein Wasserspaß, trotz Hitze

Der Journalist akzeptierte diese Antwort zwar, wunderte sich aber dennoch. Denn: Gemeinsam mit der Journalisten-Reisegruppe sollten etwa 900 Kinder im Camp sein. Und die alle sollten um 11 Uhr Ortszeit schlafen? Der Reporter suchte weiter. Beim Wasserpark fragte er erneut: „Warum sind die Rutschen geschlossen?“ Die Antwort: „Weil das Wasser zu kalt ist.“ Und das bei 28 Grad Außentemperatur, zur besten Badezeit, berichtet der Focus-Mann.

Marschieren in Reih und Glied

Schließlich tauchten doch einige Kinder auf. Der Journalist erspähte eine Gruppe Neun- bis Zwölfjähriger, so um die 60. Was sie taten? Sie marschierten. Und zwar in Reih und Glied. Dabei schmetterten sie eine Ode auf ihren Führer, Kim Jong-un. Den staunenden Journalisten würdigten sie keines Blickes. „Unsere einzige Begegnung mit Kindern in diesem Camp, arrangierter und skurriler könnte sie kaum sein“, schrieb der Deutsche. Denn: Das nordkoreanische Regime errichtet erst eine pompöse Feriencamp-Anlage, lässt die Kinder die tollen Dinge dort dann aber nicht nutzen und gaukelt westlichen Gästen vor, alles sei in Ordnung, das Camp ein Paradies für Kinder. Und das formulierte der Journalist dann noch in einer diesen Abschnitt des Tagebuchs abschließenden Frage: „Begreifen die Nordkoreaner nicht, wie durchschaubar ihr Schauspiel ist (...)? Oder begreife ich nicht, dass ich mich zwar vordergründig wundere, unterschwellig aber doch manipuliert werde von all dem Luxus, der Sauberkeit, den Lügen?“

Lesen Sie auch: Nordkorea ist ein geheimnisvolles, zutiefst verstörendes Land: Erst im starb ein US-Student nach einem Aufenthalt in einem nordkoreanischen Arbeitslager. Und: Fotos mit dem Diktator. Diesen lebenswichtigen Tipp sollten Sie unbedingt beachten, wenn Sie in der Nähe von Kim Jong-un sind.

mm/tz

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