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CSU-Chef Horst Seehofer: „Es wird stattfinden, dass wir uns wieder nach oben arbeiten“.

CSU rutschte deutlich ab

Diese Konsequenz ergibt sich für Seehofer aus dem CSU-Umfrage-Desaster

Die Umfrage-Werte für die CSU sind derzeit schlecht. Aber die Partei werde sich wieder nach oben arbeiten, sagt der Vorsitzende Horst Seehofer und verrät, was jetzt angesagt sei.

München - Die CSU darf sich nach Ansicht von Parteichef Horst Seehofer nicht vonihren derzeit schlechten Umfrage-Werten irritieren lassen. Erst sei 2008 mit dem Einzug der Freien Wähler in den Bayerischen Landtag und dann abermals mit dem Aufblühen der AfD eine neue Situation entstanden, sagte der Bundesinnenminister am Donnerstag in München. Damit müsse man sich als etablierte politische Kraft auseinandersetzen. „Aber nicht, indem man sich irritieren lässt durch noch so viele Ermahnungen von irgendwelcher Seite, sondern dadurch, indem man das, wovon man überzeugt ist, macht“, erklärte er.

„Haltung zeigen, habe ich jetzt seit Monaten gehört. Haltung zeigen und handeln“, sagte der CSU-Chef. Es gebe keinen richtigeren Satz. „Darum geht es jetzt, in aller Sachlichkeit und mit allem Einsatz. Das ist jetzt die Aufgabe für die nächsten Monate.“

CSU steht derzeit in einer Umfrage bei 38 Prozent

Nach einer am Mittwoch veröffentlichten, im Auftrag des Bayerischen Rundfunks durchgeführten Umfrage ist die CSU in der Wählergunst abgesackt und weit von der absoluten Mehrheit entfernt. Drei Monate vor der Landtagswahl würden derzeit nur 38 Prozent der CSU ihre Stimme geben. Bei der Landtagswahl 2013 hatte die CSU mit 47,7 Prozent die absolute Mehrheit der Mandate im Maximilianeum geholt. Der Umfrage zufolge kämen die Grünen nun auf 16 Prozent, gefolgt von der SPD (13), der AfD (12), den Freien Wählern (9) und der FDP (5). Die Linke würde mit 4 Prozent den Einzug in den Landtag verpassen.

Seehofer: CSU soll „stolz“ sein

„Es wird stattfinden, dass wir uns wieder nach oben arbeiten“, sagte Seehofer über die Umfrage. Die CSU habe eine starke Stellung in Berlin, die Landesgruppe sei mit Alexander Dobrindt so stark wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. „Wir haben eine gute, sehr gute Lage des Freistaats Bayern“, betonte der CSU-Chef. „Die ganze bayerische und Münchner Szene arbeitet sehr fleißig und jetzt kommt es darauf an, die gute Lage der Menschen auch rüberzubringen und auch die Zukunftsprojekte den Menschen zu vermitteln.“ Im Übrigen könne die CSU „stolz sein, was sie für dieses Land geleistet hat“.

Lesen Sie auch: Umfrage: Fast zwei Drittel der Bürger wollen Seehofer-Rücktritt - Bayern mögen selbst Merkel lieber

Die Entwicklungen nach dem Asyl-Streit zwischen CDU und CSU verfolgen wir in einem Live-Ticker.

dpa

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