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Früher Sportler, jetzt Politiker: George Weah bei einer Wahlveranstaltung in Monrovia.

Parlamentswahlen

Dieser weltberühmte Fußball-Star wird jetzt wahrscheinlich Präsident von Liberia

Der erste friedliche Machtwechsel seit Jahrzehnten steht am Dienstag dem bürgerkriegserschüttertem Liberia bevor. Aussichtsreichster Kandidat für die Präsidentenwahl ist ein früherer Weltfußballer.

Der frühere Weltfußballer und Europas Fußballer des Jahres George Weah gehört zu den aussichtsreichen Kandidaten, die sich am Dienstag bei der Präsidentenwahl in Liberia zur Wahl stellten. Die Bürger des westafrikanischen Landes wählen neben dem Staatschef auch ein neues Parlament. Die Friedensnobelpreisträgerin und erste frei gewählte Präsidentin Afrikas, Ellen Johnson-Sirleaf, tritt nach zwei Amtszeiten nicht mehr an.

Damit steht in dem in der Vergangenheit von Bürgerkriegen und der Ebola-Epidemie erschüttertem Land der erste friedliche Machtwechsel seit Jahrzehnten bevor. Rund 2,2 Millionen Liberianer waren am Dienstag an die Urnen gerufen. Erste belastbare Ergebnisse wurden erst am Mittwoch erwartet.

Aktueller Präsident erhielt Friedensnobelpreis

Alle Liberianer sollten zur Wahl gehen und nicht nach Religion, Partei oder Stamm abstimmen, sondern im Interesse des Landes und ihrer Kinder und Enkel, sagte Johnson-Sirleaf am Vorabend der Wahl in einer Rede an die Nation. „Wählen sie die Person und die Menschen, von denen sie glauben, dass sie Liberia zu einem besseren Land machen werden“. Die 78-Jährige war 2011 für ihre Arbeit zur Befriedung des von 14 Jahren Bürgerkrieg zerrütteten Landes mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

Nur dreien der 20 Präsidentschaftskandidaten werden Chancen eingeräumt. Dazu gehört Vizepräsident Joseph Boakai (72) von der regierenden Partei für Einheit (UP). Weah (51) tritt für die größte Oppositionspartei, die Koalition für Demokratischen Wechsel (CDC), an. Dazu kommt für die Liberalen (LP) Charles Brumskine. 

Nach einem UN-Index gehört Liberia mit 4,6 Millionen Einwohnern zu den 15 ärmsten Ländern der Welt.

dpa

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