Stephen Bannons Fauxpas

Dieses Twitter-Foto enthüllt Trumps geheime Agenda

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Washington - Augen auf beim Fotoschießen! Eine goldene Regel, die Donald Trumps Berater Stephen Bannon besser genau befolgt hätte. Ein harmloser Schnappschuss mit ihm verrät zu viel ...

Als Mitarbeiter der Regierung einer Weltmacht darf man sich einfach keinerlei Unachtsamkeiten erlauben. In der US-Administration hat das schon Sprecher Sean Spicer zu spüren bekommen. Er twitterte versehentlich Passwörter und redete sich vor der Weltpresse um Kopf und Kragen. Nun ist Trumps umstrittener „Chefstratege“ Stephen Bannon an der Reihe.

Bannon ist ein völlig harmloses Erinnerungsfoto zum Verhängnis geworden. Er posierte im Weißen Haus für ein gemeinsames Bild mit dem TV-Geistlichen Rabbi Shmuley. An sich keine schlechte Idee - zumal Shmuley das Foto auf Twitter teilte und Bannon als „großen, unerschütterlichen Freund des jüdischen Staates“ pries. Dumm nur, dass der Fotohintergrund ein wenig zu viel verriet.

31 Punkte aus Trumps To-Do-Liste

Denn die beiden Männer posierten nicht etwa im Garten des Weißen Haus, oder an der Tür zum Oval Office. Sondern ausgerechnet vor einem Whiteboard, auf dem ganz offensichtlich die berühmt-berüchtigte To-Do-Liste Donald Trumps aufnotiert ist.

Bannon und Shmuley verdecken mit ihren Körpern zwar einige Stichpunkte. Gut 30 Punkte sind mit Hilfe weniger Mausklicks aber klar zu erkennen. Etwa die Vorhaben „Syrisches Flüchtlingsprogramm außer Kraft setzen“, „5.000 Grenzschutzpolizisten einstellen“, „Immigration aus terroranfälligen Regionen unterbinden“ - alle drei mit einem „Erledigt“-Haken versehen.

Auch andere künftige und aktuelle Pläne werden aufmerksamen Beobachtern bekannt vorkommen. Der Satzfetzen „... mehr bezahlen für die gemeinsame Verteidigung ...“ könnte sich auf die Nato-Mitglieder beziehen, „ ...Tel Aviv nach Jerusalem ...“ auf die US-Botschaft in Israel. Auch auf „10% Rückführungs-Steuer“ dürfen sich die USA wohl einstellen. Und der IS darauf, „besiegt“ zu werden.

Gefallen kann diese neue Transparenz Donald Trump wohl kaum. Schließlich will der US-Präsident doch gerade außenpolitisch vor allem eins: undurchschaubar bleiben.

fn

Rubriklistenbild: © twitter.com/RabbiShmuley

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