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Der SPD Landesvorsitzende Dietmar Woidke, Ministerpräsident von Brandenburg, spricht im Mai 2019 auf dem Landesparteitag.

Landtagswahl in Brandenburg 2019

Dietmar Woidke: Frau, Kinder, Privatleben - wer ist der Ministerpräsident von Brandenburg?

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke tritt bei der Landtagswahl 2019 erneut an. Hier erfahren Sie, was er über Frau, Kinder und Privatleben verrät.

Was an Dietmar Woidke sofort auffällt, ist seine Größe: Der SPD-Spitzenkandidat für Brandenburg misst beeindruckende 1,96 Meter. Am 1. September will es der Ministerpräsident noch einmal wissen: Der gebürtige Lausitzer geht bei der Landtagswahl 2019 erneut für seine Partei ins Rennen.

Geboren wird Dietmar Woidke am 22. Oktober 1961 in Naundorf in der Lausitz in Brandenburg. Seine Familie ist hier seit vielen Generationen fest verwurzelt, der spätere Ministerpräsident wächst zusammen mit seinem Bruder Thomas auf dem Bauernhof der Eltern auf. Ein richtiger Abenteuerspielplatz für jedes Kind, Dietmar Woidke fährt Trecker, lernt melken. Der Vater ist Schlosser, die Mutter arbeitet als Buchhalterin.

Dietmar Woidke: Landwirtschaft vor Politik

Nach Abitur und Wehrdienst zieht es Dietmar Woidke aus der Provinz Brandenburgs nach Berlin. Politik und SPD sind zu der Zeit für ihn noch keine wichtigen Themen. An der Humboldt-Universität studiert der Brandenburger von 1982 bis 1987 Landwirtschaft/Tierproduktion und macht seinen Abschluss als Diplom-Agraringenieur. Danach arbeitet er drei Jahre lang als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Ernährungsphysiologie, leitet im Anschluss zwei Jahre die wissenschaftliche Abteilung eines Mineralfutterherstellers. 1992 wird er Amtsleiter für Umwelt und Landwirtschaft seines Heimatlandkreises Forst, schiebt 1993 seine Promotion zum Doktor agrar nach und wird zum Amtsleiter Landwirtschaft des Kreises Spree-Neiße.

Der politische Werdegang von Dietmar Woidke bei der SPD

Seinen Weg in die SPD findet Dietmar Woidke 1993, da ist der Politiker 32 Jahre alt. Bereits ein Jahr später wird er in den Landtag gewählt und zum stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. 2004 übernimmt er sein erstes Ministeramt für Ländliche Entwicklung, Umwelt- und Verbraucherschutz in Brandenburg. 

Im November 2009 wird Dietmar Woidke Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion und Mitglied des Präsidiums des Landtags, im Oktober 2010 erfolgt seine Berufung zum Innenminister. Knapp drei Jahre später tritt der damals 51-Jährige im August 2013 als Ministerpräsident von Brandenburg die Nachfolge von Matthias Platzeck an. Bereits 2014 stellt ihn die SPD als ihren Spitzenkandidaten bei der damaligen Landtagswahl auf - mit Erfolg. 2019 stellt er sich der Wiederwahl. Die Umfragen in Brandenburg räumen ihm Chancen ein, weiter im Amt zu bleiben. Doch die Konkurrenz ist groß: Diese Spitzenkandidaten treten 2019 in Brandenburg zur Landtagswahl an.

Ministerpräsident Dietmar Woidke sucht Kontakt zu den Brandenburger Bürgern

Gerne mal zu Scherzen aufgelegt gibt sich Dietmar Woidke betont volksnah. Er ist überzeugt davon, dass der direkte Dialog mit der Bevölkerung für jeden Politiker ein Muss sein sollte. „Mir ist immer wieder aufgefallen, dass Dinge, über die wir in Potsdam lang und breit reden, nicht bei den Menschen ankommen“, erklärt er im Interview mit der Märkischen Oderzeitung. „Es ist heute wichtiger denn je, dass Politiker erlebbar sind und bereit sind zuzuhören. Das müssen wir weiter tun, unabhängig vom jetzigen Wahlkampf. Landespolitik muss nahbar sein.“

Nach Manfred Stolpe und Matthias Platzeck, die beide aus Potsdam kamen, ist Dietmar Woidke Brandenburgs erster Ministerpräsident nach der Wende, der aus der Provinz stammt. Die Probleme der berlinfernen Regionen sind ihm gut bekannt und daher ein besonderes Anliegen. Sein Ziel: Regionen und Städte im Bundesland Brandenburg einander näherzubringen. Daher lautet sein Slogan auch: „Ein Brandenburg“. 

Familie ist ihm wichtig: Das sind Dietmar Woidkes Ehefrau und Tochter

Dietmar Woidke zeigt, wie Patchwork geht: Seit 2007 ist der Ministerpräsident von Brandenburg mit Ehefrau Susanne verheiratet. Beide kennen sich schon seit der Kindheit, doch Amors Pfeil trifft erst viele Jahre später, als sie sich bei einer Veranstaltung wieder über den Weg laufen. Was Ehefrau Susanne an ihrem Mann schätzt, verrät sie laut Märkische Allgemeine bei seinem Amtsantritt 2013 als Ministerpräsident von Brandenburg: „Dass er meist gute Laune hat; immer nach vorn sieht. Und dass er authentisch ist.“ Im Gegenzug dankt er in seiner Antrittsrede seiner Frau für ihre Kraft und Geduld als Politikergattin. „Sie hat mit mir einiges auszuhalten gehabt - und es wird sicher nicht einfacher.“

SPD-Spitzenkandidat Dietmar Woidke mit seiner Ehefrau Susanne.

Für Dietmar Woidke und seine Susanne ist es die zweite Ehe, jeder bringt eine Tochter mit in die Beziehung. Bei der Heirat ist seine Tochter Anne knapp 20 Jahre alt, Susannes Tochter Luise im Grundschulalter. Die Familie lebt 170 Kilometer von der Hauptstadt Berlin entfernt im Örtchen Forst in der Lausitz, die Schwiegereltern wohnen direkt nebenan, seine eigenen Eltern im nur drei Kilometern entfernten Naundorf, seinem Geburtsort. Auch sein Bruder Thomas lebt noch hier.

Dietmar Woidke hat einen eigenen Song

Zur Landtagswahl 2019 hat Radio Eins vom Rundfunk Berlin-Brandenburg für Dietmar Woidke einen eigenen Song geschrieben. Der ist allerdings nicht ganz ernst gemeint: Der Sender zog spaßeshalber nach, nachdem die CDU Brandenburg zuvor ein Lied über ihren Spitzenkandidaten Ingo Senftleben im Netz veröffentlicht hatte. Der Song über den Ministerpräsidenten ist als Satire zu verstehen: „Wer steht jetzt ohne Lied da? Dietmar, Dietmar. Wer macht sich selbst den Beat klar? Dietmar, Dietmar ...“

Auch in Sachsen wird am 1. September ein neuer Landtag gewählt - hier finden Sie alle Infos zur lnfos zur Landtagswahl 2019 in Sachsen auf einen Blick.

Sie wissen noch nicht, wen Sie bei der Landtagswahl 2019 in Brandenburg wählen sollen? Der Wahl-O-Mat Brandenburg kann Ihnen als Entscheidungshilfe dienen. Unterdessen denkt ein anderer SPD-Kandidat bereits über eine Koalition mit der AfD nach. Zu den Spitzenkandidaten, gegen die Woidke antritt, gehört unter anderem Andreas Kalbitz von der AfD.

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