Kim will Atomstätten schließen, Inspekteure zulassen - und überrascht mit Olympiabewerbung

Kim will Atomstätten schließen, Inspekteure zulassen - und überrascht mit Olympiabewerbung
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Kim Jong Un bei einer Militärparade in Pjöngjang

Annäherung der getrennten Länder 

Diktator Kim Jong Un lädt den südkoreanischen Präsidenten nach Nordkorea ein

Annäherung zwischen Nord- und Südkorea: Das politische Tauwetter anlässlich der Olympischen Winterspiele hält an. 

Pjöngjang  - Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un will den südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In treffen. Kims Schwester Kim Yo Jong, die derzeit anlässlich der Olympischen Winterspiel zu Besuch in Südkorea ist, habe Moon eingeladen, "so bald wie möglich" nach Pjöngjang zu reisen, teilte der Präsidentenpalast in Seoul am Samstag mit. 

Moon hatte Kim Yo Jong und Nordkoreas protokollarisches Staatsoberhaupt Kim Yong Nam zuvor in Seoul empfangen. Moon, der sich seit Langem für Verhandlungen mit Pjöngjang einsetzt, reagierte zurückhaltend auf die Einladung. Zunächst müssten die "passenden Voraussetzungen" für ein solches Treffen geschaffen werden. Er rief Nordkorea auf, sich ernsthaft um einen Dialog mit den USA zu bemühen.

Im Rahmen des ersten Auftrittes des gesamtkoreanischen Frauen-Eishockeyteams bei den Olympischen Winterspielen gibt es ein weiteres Zeichen der Annäherung. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Blaue Haus des Staatspräsidenten Moon Jae In berichtet, werden Moon und Kim Yong Nam, das protokollarische Staatsoberhaupt Nordkoreas, am Samstag gemeinsam das Auftaktspiel des Teams Korea gegen die Schweiz besuchen.

Charme-Offensive vor den Winterspielen

Das international isolierte Nordkorea hatte erst vor wenigen Wochen seine Beteiligung an dem sportlichen Großereignis bekanntgegeben. Damit kam Bewegung in den Konflikt zwischen den beiden Ländern, die sich offiziell weiterhin im Kriegszustand befinden. In den Monaten zuvor hatte Nordkorea immer wieder mit Raketen- und Atombombentests die internationale Gemeinschaft provoziert.

Die USA sehen Pjöngjangs Charme-Offensive anlässlich der Olympischen Winterspiele mit großer Skepsis. Beobachter halten die diplomatische Initiative für einen Versuch Nordkoreas, die gegen das isolierte Land verhängten Sanktionen abschwächen zu können und das Bündnis zwischen Seoul und Washington zu schwächen.

AFP/SID

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