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Auch auf Facebook wird die Freilassung von Mesale Tolu Corlu gefordert. 

Erdogan-Regierung lenkt ein

Diplomaten dürfen inhaftierte Deutsche in der Türkei besuchen

Einen Monat nach der Verhaftung der deutschen Übersetzerin Mesale Tolu Corlu in der Türkei erhalten deutsche Diplomaten erstmals Zugang zu ihr.

Berlin - Martin Schäfer, ein Sprecher des Auswärtigen Amts, bestätigte am Montag, es gebe eine mündliche Zusage der türkischen Behörden. Das "Drängen" der Bundesregierung auf einen Haftbesuch sei "positiv beschieden" worden. Er werde voraussichtlich am 2. Juni stattfinden. 

Tolu war Anfang Mai verhaftet worden. Ihr wird vorgeworfen, Mitglied der Marxistisch-Leninistischen Kommunistischen Partei (MLKP) zu sein, die in der Türkei als Terrororganisation gilt.

Anders als der Mitte Februar festgenommene deutsche Journalist Deniz Yücel, der einen deutschen und einen türkischen Pass besitzt, hat Tolu nur die deutsche Staatsangehörigkeit - die Bundesregierung hat also einen völkerrechtlichen Anspruch auf die Betreuung.

Yücel wird seit Februar in der Türkei gefangen gehalten. Er erhält bereits konsularische Betreuung. Yücel wird wegen seiner Berichte über den Kurdenkonflikt und den Putschversuch vom Juli 2016 Volksverhetzung und Terrorpropaganda vorgeworfen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete ihn zudem als deutschen Spion und Agenten der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Die Bundesregierung hat scharfe Kritik an dem Verfahren geäußert und dringt auf die Freilassung Yücels.

dpa/afp

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