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Seehofer und Merkel: Nach den Tiefen des Flüchtlingsstreits hat sich das Verhältnis entspannt.

Diskussion um Kanzlerkandidatur

CSU: Angela Merkel ist doch die Richtige

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München – Nach dem Streit um die Flüchtlingspolitik bemüht sich CSU-Chef Horst Seehofer nun wieder, seine Partei für Angela Merkel (CDU) zu begeistern. Der Ex-Vorsitzende Erwin Huber ist sicher, dass Merkel Kanzlerkandidatin der Union wird.

"Wir hatten öffentlich über mehrere Monate einen Konflikt zur Zuwanderung. Das hat sich relativiert durch niedrigere Zahlen“, sagte Seehofer am Rande einer CSU-Vorstandssitzung in München. Er betonte, wie wichtig Merkels Führungsrolle für Europas Zukunft nach dem Brexit nun sei.

Am Wochenende hatten sich Seehofer, Merkel und knapp zwei Dutzend Führungsleute von CDU und CSU in Potsdam getroffen. Die Differenzen zur Flüchtlingspolitik sind nicht ausgeräumt. Zu anderen Themen will die Union aber auf sechs großen Kongressen ein gemeinsames Programm entwickeln. Seehofer sagte intern, es gebe wohl ein gemeinsames Wahlprogramm mit bayerischen, CSU-spezifischen Ergänzungen.

Hasselfeldt: Merkel führt seit 11 Jahren erfolgreich das Land

Auf die Frage einer erneuten Kanzlerkandidatur Merkels im Herbst 2017 reagierte er zurückhaltend, aber nicht ablehnend. Die Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt hingegen lobte, wie Merkel „seit elf Jahren erfolgreich das Land führt. Das sollten wir nicht vergessen. Das ist eine gute Basis für diese Personalentscheidung“, auch wenn diese Frage noch nicht anstehe.

Ex-CSU-Chef Huber: "Hacken zusammenzuschlagen und in diese Richtung  marschieren"

Der frühere CSU-Vorsitzende Erwin Huber sagte unserer Zeitung, für ihn sei nach Potsdam klar, dass Merkel gemeinsame Kandidatin werde. „Den Merkel-Skeptikern in unseren Reihen empfehle ich, die Hacken zusammenzuschlagen und in diese Richtung zu marschieren.“ In der CSU gibt es aber auch Vorsicht angesichts des neuen Kurses. Miteinander zu reden, sei wichtig, sagt der Vorsitzende der Jungen Union, Hans Reichhart, unserer Zeitung: „Nur haben wir in weiten Teilen unserer Anhänger noch große, teils personenbezogene Skepsis.“ Erst wenn diese Skepsis abgebaut sei, dürfe man über Spitzenkandidaten reden. Reichhart verlangt von Merkel indirekt ein klares Entgegenkommen: „Um das zu erreichen, braucht es auch öffentliche Zeichen.“

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