Jugendlicher (17) ist verschwunden - wer hat Deniz gesehen?

Jugendlicher (17) ist verschwunden - wer hat Deniz gesehen?
+
Das ehemalige Hotel President in Berlin dient mittlerweile als Flüchtlingsunterkunft. Foto: Britta Pedersen

Diskussion um Hotelunterbringung von Flüchtlingen

Berlin (dpa) - Eine Hotel-Unterbringung von Flüchtlingen zu den bislang genannten Konditionen ist aus Sicht der langjährigen Berliner Ausländerbeauftragte Barbara John unverhältnismäßig.

Bei einem Preis von 50 Euro täglich pro Person lägen die Kosten bei 1500 Euro im Monat, sagte sie im Inforadio des RBB. Einem Hartz-IV-Empfänger stünden dagegen nur 350 Euro im Monat für Wohnraum zu. Eine Hotelunterbringung von Tausenden Flüchtlingen habe zwar viele Vorteile gegenüber der Beschlagnahme von Turnhallen und Privatimmobilien. Die diskutierte Lösung sei aber viel zu teuer, meinte die Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin.

Berlin verhandelt derzeit mit Betreibern, um deutlich mehr Flüchtlinge als bisher in Hotels unterbringen. Über mögliche Kosten könne noch nichts gesagt werden, sagte Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) am Dienstag. Generell strebe Berlin an, Flüchtlinge für rund zehn Euro pro Tag unterzubringen. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" geht es um 10 000 Hotelbetten in 22 Hotels. Der Anbieter verlange pro Platz und Nacht 50 Euro. Das wären 1500 Euro Miete im Monat, 18 000 im Jahr. Da der Senat die Hotels über mehrere Jahre mieten wolle, gehe es um ein Paket von mindestens 600 Millionen Euro.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

“Hatten zig andere Gefährder“: Kriminalpolizist gibt im Fall Amri totale Überforderung zu
Im Amri-Untersuchungsausschuss hat ein hochrangiger Kriminalpolizist komplette Überlastung eingeräumt. Schwere Fehlentscheidungen hätten dazu geführt, dass der Terrorist …
“Hatten zig andere Gefährder“: Kriminalpolizist gibt im Fall Amri totale Überforderung zu
Keine Mehrheit für Entkriminalisierung des Schwarzfahrens
Die Strafverfolgung von Schwarzfahrern ist teuer, belastet die Justiz und kann die Betroffenen im Extremfall sogar ins Gefängnis bringen. Das wird wohl auch nach der …
Keine Mehrheit für Entkriminalisierung des Schwarzfahrens
BAMF soll massenhaft Asylanträge zu Unrecht bewilligt haben
In bis zu 2000 Fällen soll eine ehemalige Mitarbeiterin des Bundesflüchtlingsamts in Bremen zu Unrecht Asyl gewährt haben. Nun wird gegen sie und gegen mehrere …
BAMF soll massenhaft Asylanträge zu Unrecht bewilligt haben
2000 Asylanträge zu Unrecht genehmigt: Ermittlungen gegen BAMF-Mitarbeiterin
Eine Mitarbeiterin des Bundesflüchtlingsamts in Bremen soll zu Unrecht Asyl gewährt haben. Nun wird gegen sie ermittelt. Der Skandal scheint größer zu sein als zunächst …
2000 Asylanträge zu Unrecht genehmigt: Ermittlungen gegen BAMF-Mitarbeiterin

Kommentare