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CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt warf dem SPD-Spitzenkandidaten Christian Ude vor, er sei ein Drückeberger.

Politik der "Rosinenpickerei"

Dobrindt beschimpft Ude als "Drückeberger"

München - In den Augen von CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt ist SPD-Spitzenkandidat Christian Ude ein Drückeberger. Außerdem bezeichnete er dessen Politik als "Rosenenpickerei".

Schon fünf Monate vor der heißen Phase des Landtagswahlkampfs wird die Auseinandersetzung hitzig: CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt warf dem SPD-Spitzenkandidaten Christian Ude am Montag vor, er sei ein Drückeberger. Der Grund: Ude hatte schon vor langer Zeit angekündigt, im Falle einer SPD-Niederlage nicht Oppositionsführer werden zu wollen. „Bis zur Wahl möchte er gerne SPD-Kandidat sein, aber den Job auf den Oppositionsbänken danach sollen andere für ihn machen, weil er sich dann nach Mykonos verdünnisiert“, sagte Dobrindt. Für Ude bestehe Politik aus „Rosinenpickerei“, Respekt vor dem Wähler sei ein Fremdwort für ihn.

Ude seinerseits wirft Dobrindt „familienpolitische Ausfälle“ vor. Grund: Der CSU-Generalsekretär hatte im Streit um die volle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften erklärt, die Union habe die Aufgabe, der „stillen Mehrheit“ eine Stimme zu geben gegen eine „schrille Minderheit“. „Dobrindt betreibt mit seiner Scharfmacherei eine Spaltung der Gesellschaft - und Seehofer lässt ihn gewähren, kritisierte Ude und warf der CSU eine „absurde Diskriminierung“ Homosexueller vor.

dpa

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