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Der bayerische Finanzminister Markus Söder (links) und der Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (beide CSU).

Keine neue Behörde

Dobrindt verärgert über Söder wegen Maut-Vorschlag

München – CSU-Bundesminister Alexander Dobrindt nährt Spekulationen über eine erneute Kandidatur von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer zur Landtagswahl 2018 - und zeigt sich verärgert über den Vorschlag von Markus Söder, eine zentrale Mautbehörde in Bayern einzurichten.

 „Es gibt offensichtlich einen gesunden Wettkampf in der Riege der Kronprinzen. Ich halte das für richtig, auch wenn da mal das ein oder andere Foul vorkommt“, sagte Dobrindt dem Münchner Merkur (Mittwochsausgabe). „So ein Wettkampf ist aber ergebnisoffen. Auch in der Frage, ob der Zieleinlauf 2018 schon für die aktuellen Wettbewerber erreicht wird.“

Seehofer habe mit seiner absoluten Mehrheit einen klaren Regierungsauftrag bis 2018, sagte Dobrindt. Auf die Frage, ob es auch fünf Jahre plus X sein könnten, sagte er: „Man muss überhaupt nichts ausschließen.“

Dobrindt zeigte allerdings deutliche Verärgerung über den Vorschlag von Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU), eine zentrale Maut-Behörde mit 1000 bis 1500 Mitarbeitern in Ostbayern anzusiedeln. „Es gibt keine neue Mautbehörde. Die ortsgebundenen Stellen, die wir brauchen, werden eher unter als über 100 sein“, sagte der Bundesverkehrsminister. Söder habe „mit mir über die Frage einer Mautbehörde jedenfalls nicht gesprochen“. Die Folge von Söders Vorstoß sei nur gewesen, dass „ich nicht lange auf freundlich gemeinte Ratschläge aus anderen Teilen Deutschlands warten musste, die explizit das Gegenteil von einer neuen Behörde in Bayern wollen“.

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