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Pleiten, Pech und Pannen? Das soll in Zukunft nicht mehr passieren.

Bessere Planung

Dobrindt: Mit vier Pilotprojekten gegen Pannen

Berlin - Computertechnik soll helfen, dass Pannen wie beim Berliner Flughafen BER künftig vermieden werden. Ob das klappt, sollen jetzt vier große Baumaßnahmen zeigen.

Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will mit vier Pilotprojekten im Straßen- und Schienenbau Lehren aus Pannen wie beim künftigen Berliner Hauptstadtflughafen und anderen Großbauten ziehen. Bei den Baumaßnahmen geht es um ein Gesamtvolumen von mehr als 600 Millionen Euro, berichteten die Zeitungen „Bild am Sonntag“ („BamS“) und „Welt“ (Montag). Der Minister will die Projekte an diesem Montag in Berlin gemeinsam mit Bahn-Infrastrukturvorstand Volker Kefer und Bauindustrie-Präsident Thomas Bauer vorstellen.

„Modernstes, digitales Bauen kann helfen, Kosten- und Zeitpläne im Griff zu behalten“, sagte Dobrindt der „Welt“. „Große Bauprojekte werden immer komplexer. Die Anforderungen an technische Qualität, Umweltschutz und Bürgerbeteiligung steigen“, ergänzte er in der „BamS“.

Bei den Pilotvorhaben geht es um zwei Autobrücken in Sachsen an der B107 und in Mecklenburg-Vorpommern an der A19 und um zwei Bahnprojekte in Baden-Württemberg. Das teuerste dieser Vorhaben ist laut „Welt“ der Rastatter Eisenbahntunnel in Baden-Württemberg auf der Strecke von Karlsruhe nach Basel. Er kostet laut Ministerium rund 450 Millionen Euro. Der Bau soll bald beginnen und etwa fünf Jahre dauern. Zudem soll auch die Filstalbrücke auf der neuen Bahnstrecke Wendlingen-Ulm mit der digitalen Planungsmethode gebaut werden.

Das Verkehrsministerium will mit der neuen digitalen Technik erreichen, dass alle Projektbeteiligten ihre Planungen früh miteinander vernetzten. Konkret geht es um eine zentrale Datenbasis, auf die alle an einem Projekt beteiligten Firmen und Planer zugreifen können. Die 2013 eingesetzte Expertenkommission de Ministeriums soll im kommenden Jahr Empfehlungen für eine bessere Steuerung großer Projekte vorlegen.

dpa

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