Beate Zschäpe: Verteidiger fordern maximal zehn Jahre Haft

Beate Zschäpe: Verteidiger fordern maximal zehn Jahre Haft
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Gustl Mollath.

"Und plötzlich bist du verrückt"

Dokumentarfilm über Gustl Mollath kommt ins Kino

Nürnberg - Sieben Jahre zu Unrecht in der Psychatrie: Eine Doku über den Fall Gustl Mollath kommt im Juli in die Kinos.

Die Studentinnen der Münchner Filmhochschule, Annika Blendl und Leonie Stade, trafen den 58-Jährigen für ihren Film noch während seiner Zeit in der Psychiatrie und auch nach seiner Entlassung bis zum Urteil in seinem Wiederaufnahmeverfahren. Sie wollten den Mann porträtieren, der für viele vom Opfer zum Helden geworden sei, teilte der Verleih Zorro Film am Mittwoch mit. „Der Film zeigt Mollath in seinem neuen Alltag und zwischen Menschen, die während dieser Zeit privat und beruflich mit ihm zu tun haben.“

Von 2006 bis 2013 saß der Nürnberger Gustl Mollath zu Unrecht in der Psychiatrie und kämpfte für seine Freilassung. Er soll seine frühere Frau geschlagen, getreten und gewürgt haben. Mollath bestritt die Vorwürfe stets. Im Wiederaufnahmeverfahren sah ihn das Landgericht Regensburg als Gewalttäter, der seine damalige Ehefrau verprügelt hatte, sprach ihn aber wegen Schuldunfähigkeit frei und eine Entschädigung für die Jahre in der Psychiatrie zu.

Der 90-minütige Film „Mollath - Und plötzlich bist du verrückt“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk produziert. Kinostart ist der 9. Juli.

dpa

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