CNN gegen Trump

Nach verlorener US-Wahl: CNN-Moderatorin schickt ungewöhnliches Zeichen an Trump - und wird gefeiert

  • Philipp Fischer
    vonPhilipp Fischer
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Schon vor mehreren Wochen hat Donald Trump die US-Wahl verloren. Doch er weigert sich weiterhin seine Niederlage einzugestehen. Der Fernsehsender CNN setzte nun ein klares Zeichen.

  • Donald Trump hat die US-Wahl gegen seinen Widersacher Joe Biden verloren.
  • Trump geht weiterhin gegen das Wahlergebnis vor.
  • CNN setzt nun ein klares Zeichen gegen Trumps Versuche die Wahlergebnisse zu delegitimieren.

Washington D. C. - Fake News. Diese zwei Worte wurden zum Inbegriff von Trumps Amtszeit. Besonders häufig entluden sich seine Schimpftiraden und Anschuldigen über den Fernsehsender CNN und seine Journalisten. Seit mehreren Wochen versucht Trump nun, die offiziellen Wahlergebnisse zu delegitimieren. Eine CNN-Moderatorin bezog jetzt klare Stellung gegen Trumps Versuche, das Wahlergebnis infrage zustellen.

Donald Trump im Streitgespräch mit dem CNN-Reporter Jim Acosta. CNN und Trump haben schon lange ein schwieriges Verhältnis miteinander.

Donald Trump und CNN als die ewigen Widersacher

Donald Trump ist dafür bekannt etwas als gefälscht oder manipuliert darzustellen, sobald sich etwas gegen ihn oder seine Interessen richtet. Der Vorwurf Fake News zog sich wie ein roter Faden durch seine vierjährige Amtszeit. Trump ließ sich keine Gelegenheit nehmen, bei Twitter oder auf Pressekonferenzen unangenehme Fragen oder Anschuldigungen sofort als Fake News abzutun.

Besonders oft wurden Journalisten des Fernsehsender CNN der Fake News bezichtigt. Ob die legendären Auseinandersetzungen zwischen Jim Acosta und Donald Trump auf Pressekonferenzen oder Trumps Twitter-Tiraden gegen CNN - der Präsident stichelte unaufhörlich gegen den Fernsehsender. Besonders geschmacklos wurde es, als Trump ein GIF retweetete, in welchem er auf eine Person einprügelt, dessen Kopf mit dem CNN-Logo ersetzt worden ist.

CNN setzt klares Zeichen gegen Vorwürfe von Donald Trump

Im Jahr 2017 führte CNN den Slogan „Facts First“ (Fakten zuerst) im Zuge einer groß angelegten Marketingkampagne gegen die konstanten Vorwürfe der Falschberichterstattung ein. Die CNN-Moderatorin Kate Bolduan trug erst kürzlich einen Kaschmir-Pullover, auf dem eben dieser Solgan „Facts First“ deutlich sichtbar geschrieben war, während sie davon berichtete, dass Trump im juristischen Kampf gegen seine Wahlniederlage vor den Supreme Court ziehen würde. Auf Twitter wurde Bolduan für ihr Auftreten von Journalisten und Politikern gefeiert.

Nach US-Wahlniederlage: Donald Trump geht weiterhin gegen das Ergebnis vor

Die 37-Jährige setzte damit ein Zeichen für faktenbasierten Journalismus in einer Zeit, in der der scheidende US-Präsident mit haltlosen Vorwürfen versucht, die Wahlergebnisse als manipuliert darzustellen. Am Montag, dem 14. Dezember, schon soll das „Electoral College“* zusammentreten, um final den neuen US-Präsidenten zu bestimmen. Obwohl Donald Trump mittlerweile zwei deutliche Niederlagen vor dem Obersten Gericht erlitten hat, bestätigte er in einem Fox-News-Interview, dass er seinen Kampf gegen das Wahlergebnis fortsetzen möchte.

Berichten der Huffington Post zufolge hat CNN den Pullover von dem Hersteller Lingua Franca produzieren lassen. War der Pullover anfänglich nur für die Mitarbeiter von CNN gedacht, kann man ihn mittlerweile regulär auf der Herstellerwebsite kaufen. Von dem 380 $ teuren Pullover werden 100 $ an das Committee to Protect Journalists gespendet, das sich weltweit für Pressefreiheit und den Schutz von Journalisten einsetzt. (phf)

Rubriklistenbild: © Evan Vucci/dpa

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