US-Präsident reagiert auf Gerüchte

Trump twittert absurdes Bild von sich - Reaktionen eindeutig: „Bitte such dir Hilfe!“

Gerade eben lag Donald Trump noch im Krankenhaus. Das zog Spekulationen über seine Gesundheit nach sich - und das ärgert den US-Präsidenten offenbar.

  • Donald Trump zeigt auf Twitter eine Montage aus sich selbst und einem Boxer.
  • Nicht der Kopf eines Boxers auf seinem Körper, sondern umgekehrt
  • Damit reagiert der US-Präsident offenbar auf Spekulationen über seine Gesundheit.

Washington - Ist das Satire oder sein Ernst? Mit einer prahlerischen Fotomontage hat US-Präsident Donald Trump auf Gerüchte über seinen Gesundheitszustand reagiert. Der 73-jährige Präsident twitterte am Mittwoch ein Bild, das ihn als Boxer mit muskulösem Oberkörper zeigt. Dazu wurde laut AFP ein Filmplakat von"Rocky III" mit Actionstar Sylvester Stallone bearbeitet.

Vor eineinhalb Wochen hatte ein unangekündigter Krankenhausbesuch Trumps für Aufsehen und Spekulationen gesorgt. Das Weiße Haus erklärte aber, der 73-Jährige habe lediglich einen Teil seines jährlichen Gesundheitschecks abgelegt.

Trump reagiert mit „Rocky“-Montage auf Spekulationen über seine Gesundheit

Trump ist sichtlich sauer über die Spekulationen. Am Dienstagabend warf er bei einem Wahlkampfauftritt in Florida großen Medien fälschlicherweise vor, sie hätten von einem „massiven“ Herzinfarkt bei ihm gesprochen.

Trump, gegen den momentanImpeachment-Ermittlungen laufen, ist nicht gerade als begeisterter Sportler bekannt: Abgesehen von regelmäßigen Golfpartien vermeidet der laut ärztlichem Attest übergewichtige Präsident körperliche Aktivitäten. Er prahlt aber sehr gerne mit seinem Körper und macht Kommentare über das Aussehen anderer Menschen - über Männer wie Frauen, mal lobend, häufig abschätzig.

Trump berichtet von „Zeigen Sie uns ihre herrliche Brust“-Spruch

Am Dienstagabend berichtete er seinen Anhängern von seiner Untersuchung im Walter Reed Militärkrankenhaus vor eineinhalb Wochen. Die Ärzte hätten ihm zuerst gesagt: „Ziehen Sie bitte ihr Hemd aus, Sir, und zeigen Sie uns ihre herrliche Brust. Wir haben noch nie so eine Brust gesehen.“

Bei dem Wahlkampfauftritt lobte Trump auch die Schultern von Floridas republikanischem Gouverneur Ron DeSantis. „Er ist nicht fett. Das ist alles Kraft. Das sind alles Muskeln.“

Trump als „Rocky“ - Reaktionen auf Twitter sind hämisch

Mehr als 300.000 Twitter-Likes erhielt Donald Trump innerhalb von drei Stunden für seine Photoshop-Montage als „Rocky“ - viele Reaktionen sind aber nicht sehr schmeichelhaft. So postet eine Leserin: „Oh Gott, bitte such dir Hilfe. Ich habe das Bedürfnis, dem mit einem Foto entgegen zu wirken, das einen wahren US-Präsidenten zeigt, der niemals lächerliche, narzisstische, gephotoshoppte Bilder von sich postet“. Das Bild zeigt Barack Obama mit freiem Oberkörper:

Eine andere Leserin kommentiert den „Rocky“-Post mit einem Gemälde, das Trump als Mischwesen aus Mensch und Schwein zeigt. Der Pinselstrich erinnert an das berüchtigte fiktive Nacktgemälde des US-Präsidenten. Viele Künstler inspirierte der US-Präsident bis heute - so kam auch eine nackte Trump-Statue unter den Hammer.

Donald Trump reiste unterdessen zu Thanksgiving überraschend nach Afghanistan - auch unerwartete Neuigkeiten hatte der US-Präsident im Gepäck. Mit China konnte er ein Handelsabkommen aushandeln - wenn auch nicht ohne „Geschmäckle“.

Ein anderes Twitter-Foto, das Donald Trumps Gesicht zeigt, sorgt außerdem für Spott. Doch der US-Präsident behauptet: Alles „Fake News!“

Video: Nackter Trump soll versteigert werden

Man müsse zehn bis 15-Mal spülen, wettert US-Präsident im Weißen Haus über die Toilettenspülung - und bespricht das Thema ausführlich am Runden Tisch mit Experten.

Einen ernsteren Hintergrund hat eine Flut an Trump-Tweets Mitte Dezember: Beobachter sehen den US-Präsidenten wegen des drohenden Impeachment-Verfahrens im „Panikmodus“.

Drohgebärden aus Nordkorea nimmt Trump an Weihnachten gelassen - und macht ein Geständnis.

In aktuellen Umfragen wird klar: Viele Deutsche halten Donald Trump für gefährlich - manche sogar gefährlicher als Erdogan und Kim Jong Un. Zum Jahresende 2019 kommt auch Angela Merkel in den Umfragen nicht gut weg.  

AFP/frs

Rubriklistenbild: © dpa / Patrick Semansky

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