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Trump laufen offenbar die Golfclub-Mitglieder weg: Ex-Präsident als „Verräter“ und „Desaster“ bezeichnet

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Aus den USA häufen sich Berichte, wonach dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump die Mitglieder seines Golfclubs weglaufen. Trump selbst hat sich dazu noch nicht geäußert.

Mar-a-Lago - Schon über eine Woche ist Donald Trump nicht mehr der Präsident der USA. Noch vor der Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden reiste der 74-Jährige nach Florida in sein Anwesen in Mar-a-Lago. Dort will der 45. Präsident der USA abgeschirmt von hohen Mauern und Sicherheitspersonal sein postpräsidiales Leben beginnen.

Doch Trump wurde nicht gerade herzlich empfangen. Mehrere Flugzeug-Banner überzogen ihn mit Häme, auf einem stand zum Beispiel geschrieben: „Trump, du armseliger Verlierer, geh‘ zurück nach Moskau.“ Und auch zahlreiche Mitglieder in seinem Golf-Resort dürften schlecht auf Trump zu sprechen sein. Viele wollen nach seiner Präsidentschaft nicht mehr mit ihm in Verbindung gebracht werden, sagt Laurence Leamer, Autor des Buches „Mar-a-Lago: Inside the Gates of Power at Donald Trump‘s Presidential Palace“.

Donald Trump und sein Golfclub Mar-a-Lago: Ex-Präsidenten laufen die Mitglieder weg

In der US-amerikanischen TV-Sendung „Weekends with Alex Witt“, über die in Deutschland zuerst focus online berichtete, sagte Leamer über Trumps Golf-Resort: „Es ist ein entzauberter Ort.“ Er hätte das so von ehemaligen Mitgliedern erfahren. Mar-a-Lago könne sich nun nicht mehr damit schmücken, dass der regierende Präsident Inhaber sei, das störe viele.

Eine namentlich nicht genannte Quelle berichtete der Palm Beach Post: „Ich kenne zwei Familien, die ihre Mitgliedschaft kündigen wollen.“ Auch gut betuchte Mitglieder würden mit dem Gedanken spielen, die jährlichen Beitragskosten von 16.000 US-Dollar nicht mehr zu bezahlen und aus dem Club auszutreten. „Einige denken, dass er ein Verräter und ein Desaster für die Demokratie ist“, so die Quelle.

Trumps Golfclub in Mar-a-Lago: Vor über 35 Jahren kaufte Ex-Präsident das Privatanwesen

Für Trump ist der Club ein wichtiger Rückzugsort, vor über 35 Jahren kaufte er das Privatanwesen. Vor acht Jahren dann unterzeichnete er eine Vereinbarung, die ihm erlaubte, aus der Privatresidenz einen Golfclub zu machen. Trump musste eine Reihe von Richtlinien akzeptieren, die ihm die Kommunalverwaltung von Palm Beach auferlegte, darunter, dass der Club nicht mehr als 500 Mitglieder aufnehmen dürfe, auch eine maximale Aufenthaltsdauer wurde festgelegt.

Vor allem mit der letzten Regel hat es Trump während seiner Amtszeit nicht allzu ernst genommen. Ganze 30 Mal reiste Trump in den vergangenen vier Jahren nach Mar-a-Lago, verbrachte 130 Tage dort. Das seien 46 mehr als erlaubt, berichtet die Washington Post.

Dem TV-Sender CNN sagten Anwohner, dass die Besuche des Präsidenten Lärm und Organisationschaos über die Stadt gebracht hätten: „Es war ein Albtraum.“ Die Bewohner von Palm Beach und der ehemalige Präsident, das würde einfach nicht zusammenpassen: „Wie Öl und Wasser - es vermischt sich einfach nicht.“

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