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Donald Trump mit seiner Ehefrau Melania bei der Parade vom Kapitol zum Weißen Haus.

Ticker zum Machtwechsel

Vereidigung in Washington - Trump ist jetzt Präsident der USA

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Washington - Die Ära Donald Trump hat begonnen, er ist bei seiner Amteinführung als 45. Präsident der USA vereidigt worden. Danach hielt Trump seine mit Spannung erwartete erste Rede als Präsident. Hier können Sie den Ticker nachlesen.

  • Der Republikaner Donald Trump ist am 20. Januar als 45. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt worden. Damit begann seine Präsidentschaft offiziell.
  • Trump kündigte in seiner ersten Rede als US-Präsident an, dass künftig die Parole "nur Amerika zuerst“ gelte. Alles zum Ablauf der gigantischen Amtseinführungs-Zeremonie erfahren Sie hier.
  • Nach der Amteinführung leitete Trump bereits erste Schritte gegen „Obamacare“ ein. 

+++ Deutsche und internationale Politiker haben den neuen US-Präsidenten zum Teil sehr unterschiedlich kommentiert.

+++ Erstmals hat nun auch Kanzlerin Merkel auf die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten und dessen Rede regiert.

+++ Viele US-Stars haben sich schon während des Wahlkampfes gegen Trump ausgesprochen. Nach seiner Amtseinführung kritisieren und mahnen einige von ihnen erneut den neuen Präsidenten mit deutlichen Worten.  

+++ Presse-Medien aus der ganzen Welt haben die Antrittsrede von Präsident Trump analysiert und kommentiert - und sparen dabei nicht mit Kritik.

+++ Zum Hit "May Way" von Frank Sinatra haben Donald und Melania Trump die ersten Tanzschritte als US-Präsident und First Lady aufs Parkett gelegt.

+++ Melania Trump lächelte meistens repräsentativ hübsch in die Kameras. Ein, zwei Pannen unterliefen ihr aber an ihrem ersten Tag als First Lady

+++ An Day One geht der neue US-Präsident Donald Trump bereits im Eilschritt an die Vernichtung des Erbes seines Vorgängers: Er unterzeichnete am Freitagnachmittag (Ortszeit) im Oval Office des Weißen Hauses eine Anordnung "zur Erleichterung der Lasten durch Obamacare".

So zeigte sich das Präsidentenpaar Donald und Melania Trump

Das war der Tag der Amtseinführung von Donald Trump

+++ Der frühere US-PräsidentBarack Obama hat sein Twitter-Profil aktualisiert - in seiner Biografie präsentiert sich der 55-Jährige jetzt als „Papa, Ehemann, Präsident, Bürger“. Dazu waren Fotos von ihm im Freizeitlook zu sehen. Wenige Stunden nach der Amtsübernahme von Donald Trump schrieb Obama: „Hi zusammen! Zurück mit dem alten Namen. Geht dieses Ding noch? Michelle und ich fahren jetzt schnell in Urlaub, dann machen wir uns wieder an die Arbeit.“

Parade nach der Amtseinführung

+++ Der neue US-Präsident Donald Trump hat kleine Teile der Parade zu seiner Amtseinführung zu Fuß zurückgelegt. Begleitet von seiner Frau Melania und dem gemeinsamen Sohn Barron stieg der 70-Jährige am Freitag nahe seines Hotels für kurze Zeit aus dem Wagen. Die Parade führt vom Kapitol über drei Kilometer zum Weißen Haus, auch die letzten Meter ging die Familie zu Fuß.

+++ Der Koordinator für transatlantische Beziehunge

n im Auswärtigen Amt, Jürgen Hardt, hat US-Präsident Donald Trump nach dessen Antrittsrede vor Abschottung gewarnt. „Er geht mit diesem Kurs ein großes Wagnis ein“, sagte der CDU-Politiker der „Welt“. „Amerikas Wohlstand und Weltgeltung werden nicht wachsen, sondern schwinden, wenn das Land sich abschottet.“ Hardt zeigte sich besorgt über Trumps „Wahlkampfrhetorik mit unverhohlen nationalistischen Tönen“

+++ Donald Trumps erste Rede als US-Präsident bietet viel Diskussionsstoff, doch an einer Stelle mussten einige Filmfans lachen: Trump zitierte, vielleicht unwissentlich, den Batman-Bösewicht Bane. Das fiel zahlreichen Twitter-Nutzern auf... 

+++ In Washington hat die Parade begonnen, die den frisch vereidigten US-Präsidenten Donald Trump vom Kapitol zum Weißen Haus führt. Der Zug startete mit einstündiger Verspätung und sollte etwa 90 Minuten dauern. Die Strecke ist von Zehntausenden Menschen gesäumt. Direkt zuvor hatte Trump eine Truppenparade abgenommen.

Trump dankt Hillary Clinton

+++ Der neue US-Präsident Donald Trump hat seiner einstigen Konkurrentin Hillary Clinton für ihre Teilnahme an seiner Amtseinführung gedankt. Er habe sich geehrt gefühlt, als er gehört habe, dass sie kommen werde, sagte Trump am Freitag bei einem Mittagessen im Kapitol. Er habe sehr viel Respekt für die 69-Jährige und ihren Mann Bill Clinton. Beide waren bei dem Mittagessen anwesend. In seiner Rede unmittelbar nach dem Amtseid hatte Trump Clinton nicht erwähnt und vielmehr gegen das politische „Establishment“ in Washington gewettert.

+++ Frankreichs Präsident François Hollande hat am Tag der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump dessen Ankündigung neuer Handelsschranken kritisiert. Hollande erklärte: „Die Grenzen zu schließen, wie einige es uns empfehlen, wie derjenige, der heute seinen Amtseid ablegt“. „Wir sind in einer globalen und offenen Wirtschaft“, sagte der Staatschef.

+++ Nach der ersten Rede von Donald Trump als US-Präsident gibt es einige Reaktionen. Hier lesen Sie die ersten Stimmen.

+++ Mit einem vorerst letzten Appell für den Zusammenhalt aller Amerikaner hat sich Barack Obama auf dem Militärflughafen Andrews verabschiedet. Der Ex-US-Präsident sagte am Freitag: „Wir waren Euer Gesicht und manchmal Eure Stimme. Es ging dabei nie um uns.“ Die Zuschauermenge skandierte Obamas früheren Wahlspruch: „Yes, we can!“

+++ Der neue US-Präsident Donald Trump hat seine ersten Anordnungen im Amt unterzeichnet. Es handelte sich um die formalen Nominierungen für sein Kabinett. Darunter war auch die Sonderregelung für seinen Verteidigungsminister James Mattis. Der Kongress hatte einer Ausnahmegenehmigung zustimmen müssen, damit der pensionierte Vier-Sterne-General den Posten inne haben kann. Ex-Militärs müssen eigentlich eine sieben Jahre lange Pause nach dem aktiven Dienst einlegen, um an der Spitze des Pentagons stehen zu können. Mattis ging 2013 in den Ruhestand.

Amtseinführung von Donald Trump: Die Fotos vom Kapitol

+++ Während der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump ist es vor dem Trump Tower in New York zu Protesten und Tumulten gekommen. Mehrere Gruppen von Demonstranten versammelten sich am Freitagmittag (Ortszeit) vor dem Wolkenkratzer in Manhattan und protestierten mit Plakaten und Sprechchören gegen Trump. Eine Gruppe schaffte es kurzzeitig, die noble Fifth Avenue zu blockieren, bis sie von einem großen Polizeiaufgebot wieder von der Straße verdrängt wurde.

+++ Obwohl US-Präsident Donald Trump einen nationalistischen Kurs angekündigt hat, gibt sich die AfD in Deutschland davon unbeeindruckt. "Aufgrund Ihrer bisher getätigten Aussagen verfolgen wir als Deutsche und Europäer hoffnungsvoll Ihre außenpolitischen Positionen, weil sich diese wohltuend vom Kurs der vergangenen Jahrzehnte unterscheiden", schrieben die AfD-Vorsitzenden Frauke Petry und Jörg Meuthen laut Parteiangaben an Trump.

+++ Ex-Präsident Barack Obama hat an der Seite seiner Frau Michelle das Kapitol und Washington verlassen. Begleitet von Präsident Donald Trump und First Lady Melania verabschiedete sich das Paar und bestieg einen Hubschrauber. Obama flog zum Militärflughafen Andrews, von dort aus sollte es weiter nach Palm Springs in Kalifornien gehen.

+++ Eine der ersten Reaktionen aus Deutschland auf die erste Rede von Donald Trump als US-Präsident kommt von Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht - und die sind positiv. „Von Trump gibt es sehr unterschiedliche Signale, auch ein paar positive, zumindest außenpolitisch“, sagte Wagenknecht dem „Neuen Deutschland“. Sie verwies auf Trumps Ankündigung, das Verhältnis zu Russland zu verbessern. „Das wäre ein wichtiger Schritt zu einer stabileren und friedlicheren Welt“, so Wagenknecht.

+++ Der Twitter-Account @POTUS steht fürDonald Trump bereit. Sekunden, nachdem der 70-Jährige in Washington den Amtseid als 45. US-Präsident abgelegt hatte, verschwanden die Beiträge und Fotos von Barack Obama von der Profilseite. Stattdessen zeigt sie nun ein Foto von Trump vor einer US-Flagge und dem Weißen Haus.

+++ Rund 200 Menschen sind am späten Freitagnachmittag im Zentrum von Budapest zu einer Sympathie-Kundgebung für den neuen US-Präsidenten Donald Trump zusammengekommen. Zu der „Einweihungs-Party für eine bessere Weltordnung“ hatten Propagandisten aus dem Umkreis des rechts-konservativen Regierungschefs Viktor Orban aufgerufen.

Die Eckpunkte der ersten Rede von Donald Trump

+++ Die Amteinführungs-Zeremonie ist jetzt vorbei, der neue Präsident Donald Trump zieht sich ins Kapitol zurück.

+++ Jetzt singt die 16-Jährige Jackie Evancho die Nationalhmyne.

+++ Nach der Rede von Donald Trump wird nun für die Menschen und Frieden gebetet. 

+++ Wie erwartet endet Donald Trump mit seinem Wahlmotto „Make Amerika great again“ und schickt dann hinterher: „Gott segne Amerika“.

+++ Trump verspricht, den „radikal-islamistischen Terrorismus“ auf der Welt „auszumerzen“. Die USA werden, so der neue US-Präsident, „von Gott beschützt werden“.

+++ „Wir haben Wohlstand überall in der Welt verteilt. Aber das gehört der Vergangenheit an“, so Trump. Er macht klar, dass seine „neue Vision“ an „erster Stelle den USA“ gelte. „Amerika wird wieder beginnen zu gewinnen“, verspricht Trump. Und: „Wir werden unsere Grenzen wieder dicht machen“.

+++ „Washington blühte auf, das Volk hatte keinen Anteil daran“, in seiner Rede geißelt Donald Trump das „Establishment“ in der Hauptstadt. „All das ändert sich jetzt. Dieser Augenblick gehört Ihnen“, ruft Trump der Menge vor dem Kapitol zu. Er spricht von „vergessenen Männern und Frauen im Land“.

+++ Donald Trump hat seine Rede begonnen. Er spricht von harten Zeiten, die auf die US-Bürger zukommen werden. „Aber wir werden diese Aufgabe erledigen.“ Trump dankte Amtsvorgänger Barack Obama und seiner Frau Michelle: „Ihr wart einfach wunderbar“.

+++ Jetzt legt Donald Trump seinen Amtseid ab. Auch er legt seinen Schur ab, anschließend gibt es Salut für den neuen US-Präsidenten.

+++ Jetzt wird Vize-Präsident Mike Pence vereidigt. Er legt seinen Schwur auf die Verfassung ab - mit dem bekannten Ende „so wahr mir Gott helfe“.

+++ Während die Amtseinführung Trumps in Washington läuft, zeigen Fotos in den sozialen Netzwerken ein Flugzeug, das mit einem offenbar gegen Donald Trump gerichteten Banner über den Hudson River in New York fliegt. Auf dem Spruchband war zu lesen: „We outnumber him! Resist!“ (Wir sind in der Überzahl! Wehrt euch!). Das Foto wurde über mehrere Twitter-Accounts veröffentlicht.

+++ Ein Chor der Missouri State University singt gerade. Vorher wurden zu Beginn der feierlichen Amtseinführung Gebete gesprochen.

+++ Donald Trump ist gerade vor das Kapitol getreten - er wird von den geladenen Gästen und der Menschenmenge mit Applaus empfangen. Die Zeremonie beginnt, es ist die 58. Amtseinführung eines US-Präsidenten.

+++ Kurz vor der Vereidigung von Donald Trump  ist es in Washington zu gewaltsamen Protesten gekommen. Mehrere hundert schwarz gekleidete und vermummte Demonstranten zogen randalierend durch das Zentrum der US-Hauptstadt. Die Trump-Gegner warfen Steine und zerstörten Schaufensterscheiben. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben. Berichten zufolge riefen Protestierende „Nicht mein Präsident“.

+++  Donald Trump ist nun zur Vereidigungszeremonie am Kapitol in Washington eingetroffen. Er wird von seinem Vorgänger Barack Obama begleitet. Um 18.00 Uhr soll Trump vor der Westfassade des Kapitols, dem Sitz des US-Kongresses, den Amtseid ablegen. Danach hält er seine Antrittsrede.

+++ Hillary Clinton, unterlegene Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten, ist zur Amtseinführung von Donald Trump am Kapitol eingetroffen. Sie wurde begleitet von ihrem Mann, Ex-Präsident Bill Clinton. Die 69-Jährige hatte die Präsidentschaftswahl am 8. November überraschend gegen Trump verloren. Auf Twitter schrieb sie: „Ich bin heute hier, um unsere Demokratie und ihre beständigen Werte zu ehren. Ich werde nie aufhören, an unser Land und unsere Zukunft zu glauben.“ Donald Trump und Barack Obama sind bereits auf ihrem Weg zum Kapitol in Washington.

+++ Trotz gewisser Sympathien für Donald Trump will Russlands Präsident Wladimir Putin dessen Vereidigung nicht live im Fernsehen verfolgen. "Ich glaube nicht, dass er das live anschauen wird, es dauert ja recht lange", so Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in Moskau. Aber selbstverständlich werde Putin die Amtseinführung in den Nachrichten verfolgen, "vielleicht sogar als Hauptnachricht".

+++ Die Mehrheit der Deutschen erwartet laut einer Umfrage ein schlechteres Verhältnis zwischen Deutschland und den USA unter dem neuen PräsidentenDonald Trump. Das ergab eine Online-Erhebung des Instituts Civey. 60,8 Prozent der Umfrageteilnehmer sagten, dass das Verhältnis zwischen Deutschland und den USA mit dem neuen US-Präsidenten Trump schlechter werden würde. Fünf Prozent gaben an, dass sie bessere Beziehungen zu den Vereinigten Staaten erwarten.

+++ Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders macht den Menschen in den USA vor der Amtseinführung von Donald Trump Mut - auch wenn es ihm schwerfällt. „Heute wird ein schwieriger Tag für Millionen von Amerikanern, auch für mich“, so der Senator aus dem Bundesstaat Vermont auf Twitter. Aber die Hände über dem Kopf zusammenzuschlagen, sei die falsche Antwort. Sanders: „Wir müssen uns wehren.“ 

+++ Zum Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump hat SPD-Chef Sigmar Gabriel Deutschland und Europa zu einem selbstbewussten Auftreten aufgefordert. Die Deutschen und die Europäer hätten keinen Grund, ängstlich oder verzagt zu sein, sondern sollten "mit großem Selbstbewusstsein auch unsere Interessen in der Welt vertreten, auch gegenüber den Vereinigten Staaten". Der Respekt vor der demokratischen Wahl in den USA gebiete es, natürlich auch mit Trump zusammenzuarbeiten. "Es geht ja gar nicht anders“, so Gabriel.

+++ Die 16 Jahre alte Sängerin Jackie Evancho, die bei Donald Trumps Amtseinführung als US-Präsident die Nationalhymne singt, hält ihren Auftritt in Washington nicht für politisch. „Ich habe mich entschieden, das zu machen, weil es eine Ehre ist, für mein Land aufzutreten und es zu repräsentieren“, sagte Evancho dem britischen TV-Sender Sky News. „Für mich geht es dabei nicht um Politik. Vielleicht ist das bei anderen Leuten so, aber nicht bei mir.“ Evancho war 2010 bei der Casting-Show „America's Got Talent“ Zweite geworden

Barack Obama und seine Frau Michelle (l) empfingen Donald und Melania Trump zum Tee.

+++  Wenige Stunden vor der Amtsübergabe haben US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle das Ehepaar Trump im Weißen Haus empfangen. Donald und Melania Trump kamen aus der Kirche St. John, wo sie den offiziellen Teil des Tages mit einer Messe begonnen hatten. Trump trug einen schwarzen Anzug mit roter Krawatte, Melania zeigte sich ganz in leuchtendem Himmelblau. Obama twitterte: „Ich werde nicht aufhören. Ich bin an eurer Seite als Bürger, inspiriert von euren Stimmen der Wahrheit und Gerechtigkeit.“

+++ Israels PremierBenjamin Netanjahu sieht der Zusammenarbeit mit dem neuen US-Präsidenten Donald Trump optimistisch entgegen. „Glückwunsch an meinen Freund Präsident Trump“, schrieb Netanjahu am Freitag vor der Amtseinführung des Republikaners auf Twitter. „Freue mich darauf, eng mit Ihnen zusammenzuarbeiten, um die Allianz von Israel und den USA stärker denn je zu machen.“ Zu Barack Obama hatte Netanjahu ein eher schwieriges Verhältnis

+++ Donald Trump hat die US-Amerikaner am „Inauguration Day“ mit einer Guten-Morgen-Botschaft in Großbuchstaben bedacht. Auf seinem Twitter-Account erklärte der designierte Präsident gegen 7.30 Uhr Ortszeit: „Heute fängt alles an!“ Und weiter: „Die Bewegung geht weiter - die Arbeit beginnt!“

+++ Die Behörden rechnen damit, dass rund 800.000 Menschen bei der Vereidigung Trumps und der anschließenden Parade dabei sein werden. In der Stadt herrschen bereits massive Sicherheitsvorkehrungen. Große Teile der Innenstadt sind durch Beton- und Metallbarrikaden für den Autoverkehr abgesperrt. Den Angaben zufolge sind rund 28.000 Sicherheitsbeamte im Einsatz.

So bereitete sich Washington auf Trumps Vereidigung vor

+++ Vor Trumps Amtsübernahme wirbt CSU-Chef Horst Seehofer für einen „vernünftigen“ Dialog mit den USA. „Ich finde, wir sollten uns als Deutsche um ein vernünftiges Verhältnis zu den Vereinigten Staaten kümmern“, sagte Seehofer am Freitag. Dafür sei auch ein baldiges Treffen von Merkel und Trump nötig. Zugleich betonte Seehofer, Trump sei in einer demokratischen Wahl gewählt worden - diese Entscheidung der Bürger müsse man respektieren.

Trump beim Auftakt-Gottesdienst

+++ Donald Trump wird den Tag seiner Amtsübernahme als US-Präsident in diesen Minuten mit einem Gottesdienst beginnen. In der Kirche St. John wird Trump einer Predigt von Pastor Robert Jeffress lauschen - der Geistliche gilt wegen seiner stark ablehnenden Haltung gegenüber Homosexuellen und Muslimen als äußerst umstrittener Hardliner, wie CNN berichtet. Im Anschluss an den Kirchgang empfangen Barack und Michelle Obama das Ehepaar Trump im Weißen Haus zum Kaffee.

+++ Ein besonders wachsames Auge auf die ersten Schritte des frischgebackenen US-Präsidenten Trump werden die Finanzmärkte haben. Tatsächlich gibt es für Anleger und Unternehmer einige Risiken: Von Trump angedrohte Strafzölle scheinen ein realistisches Szenario zu sein - und sie würden enormen Schaden anrichten, wie der Chef-Volkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, dem Münchner Merkur in einem aktuellen Interview erklärt.

+++ Früher oder später werden Angela Merkel und der neue US-Präsident Donald Trump unweigerlich für ein Arbeitsgespräch aufeinandertreffen müssen - wann es soweit sein wird, ist indes auch am Tage von Trumps Vereidigung noch unklar. Für ein erstes Treffen gebe es noch keine Pläne, gab Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin zu verstehen.

+++ Donald Trumps Tochter Ivanka will mit Hillary Clintons Tochter Chelsea Clinton (36) befreundet bleiben - trotz des erbitterten Wahlkampfs ihrer Eltern. Man habe allerdings noch nicht miteinander über die „besonderen Herausforderungen“ der nächsten Zeit gesprochen, sagte die Tochter des neuen US-Präsidenten in einem Interview des US-Fernsehsenders ABC.

+++ Auch in Asien gibt es Proteste gegen Trumps Amtsantritt: In Hongkong kettete sich ein Mann an das Gitter vor dem US-Konsulat. Trump stehe für "alles Schlechte auf der Welt", sagte der Mann, bevor die Polizei die Ketten um seinen Hals und seinen Oberkörper entfernte und ihn festnahm. Vor der US-Botschaft in der philippinischen Hauptstadt Manila demonstrierten 300 Menschen. Sie forderten am Freitag auf Spruchbändern, Trump müsse von den Millionen philippinischer Einwanderer "die Finger lassen".

Angela Merkel hat schon etwas anderes vor

+++ Die deutsche Politik wird Donald Trumps Amtsantritt aufmerksam beobachten: Bundeskanzlerin Angela Merkel werde die Vereidigungsrede Trumps „mit Interesse studieren“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag. Zum Zeitpunkt der Vereidigung sei die Kanzlerin allerdings bei einer Museums-Eröffnung in Potsdam.

+++ Ein bemerkenswertes Details aus dem offiziellen Programmheft zur Amtseinführung ist dem Nachrichtensender n-tv aufgefallen: Gegen alle Gepflogenheiten zeigt Trump auf der zugehörigen Fotografie kein Lächeln, sondern blickt grimmig in die Kamera. Sein Vize Mike Pence gibt sich wesentlich freundlicher.

+++ Martin Schulz (SPD), Ex-EU-Parlamentspräsident und möglicher Nachfolger Frank-Walter Steinmeiers als Bundesaußenminister, fordert eine enge Zusammenarbeit mit dem neuen US-Präsidenten Trump. Deutsche und europäische Außenpolitiker sollten zügig Kontakt mit Washington aufnehmen und besprechen „wie wir auf der Grundlage unserer gemeinsamen Werte mehr Sicherheit, Stabilität und Wohlstand schaffen können“, sagt Schulz der „Nordwest-Zeitung“. Europa und USA seien „eng verflochten“, betonte er.

+++ In Deutschland üben sich einige Medien angesichts der nahenden „inauguration“ unterdessen in Sarkasmus. Die Programmzeitschrift TV-Spielfilm hat die Live-Übertragung der Vereidigung als Fernsehfilm ins Bulletin eingetragen. Ihr Urteil: „Politisch-unkorrekte Groteske, bei der uns das Lachen im Halse stecken bleibt.“

Zuschauer warten in Washington bereits auf Einlass

+++ Niedrigen Temperaturen zum Trotz warten kurz nach sechs Uhr morgens Ortszeit bereits unzählige Trump-Fans auf Einlass zu den Feierlichkeiten, wie ein Video des Pressefotografen Ben von Klemperer beweist. Den Ablaufplan des „Inauguration Day“ können Sie hier nachlesen

+++ Um 12.30 Uhr deutscher Zeit soll für Schaulustige der Einlass an der Route der Vereidigungs-Parade geöffnet werden. Besucher müssen sich jedoch auf schlechtes Wetter in Washington einstellen - Regen ist angesagt. Die Polizei hat deshalb erlaubt, Schirme mit an die Strecke zu nehmen - direkt am Capitol sind sie allerdings verboten.

+++ Ivanka Trump bittet die Kritiker ihres Vaters Donald kurz vor der Vereidigung um Offenheit: "Gebt meinem Vater eine Chance", appellierte sie in einem Interview mit dem Fernsehsender ABC. Kritisch sieht sie einzig die ständigen Äußerungen Donald Trumps auf Twitter: "Natürlich sage ich ihm von Zeit zu Zeit, er soll das bleiben lassen“, erklärte Ivanka Trump.

+++ Die Vereidigung Donald Trumps als neuer US-Präsident regt bei einigen Menschen auch die Fantasie an - und die Lust an Verschwörungstheorien und düsteren Prophezeiungen. Warum für den ein oder anderen Trump sogar der „dritte Antichrist“ aus den Prophezeiungen Nostradamus‘ zu sein scheint, das erfahren Sie in diesem Artikel.

Proteste in Washington, Kritik aus der deutschen Politik

+++ Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat Trumps Druck auf die Autobauer kritisiert. "Wenn Trump den Amerikanern wirklich vorschreiben will, welche Automarken sie kaufen sollen, wünsche ich ihm viel Glück", sagte Schäuble zum Spiegel. "Das ist nicht meine Vorstellung von Amerika. Ich glaube auch nicht, dass es seine ist." Ansonsten sieht der Finanzminister Trumps Präsaidentschaft relativ gelassen entgegen. Die USA seien internationalen Abkommen beigetreten und darauf werde gepocht. "Ich glaube nicht, dass morgen der große Handelskrieg ausbricht."

+++ Mehrere hundert Anhänger und Gegner von Donald Trump sind vor dem National Press Club in Washington aneinandergeraten. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Demonstranten zu trennen. 

+++ Am Vorabend der Vereidigung Trumps sind in den USA wieder tausende Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen ihren künftigen Präsidenten zu protestierten. In New York organisierte der Regisseur Michael Moore den Protest, auch Robert de Niro und andere bekannte Persönlichkeiten waren seinem Aufruf gefolgt.

+++ Trump kommt, Obama geht. An Obamas letztem Tag in Amt und Würden wurde Kanzlerin Angela Merkel eine besondere Ehre zuteil: Ihr galt der allerletzte Anruf, den Barack Obama als Präsident tätigte. Was er seiner langjährigen Weggefährtin zu sagen hatte, lesen Sie hier.

+++ Am Tag, an dem Trump als Präsident vereidigt wird, ist die Kritik an ihm groß.  SPD-Generalsekretärin Katarina Barley sagte, die Unberechenbarkeit Trumps sei „das Letzte, was man braucht an der Spitze so eines mächtigen Lande. Auch Trumps Biograf David Cay Johnston („Die Akte Trump“) ist besorgt: Trump habe „keinen Schimmer von Außenpolitik“ und werde große Fehler begehen.

Donald Trumps Vereidigung: Hunderttausende sind dabei

Hunderttausende Anhänger und Gegner des künftigen US-Präsidenten Donald Trump strömten bereits am Donnerstag nach Washington, um der Vereidigung des Milliardärs beizuwohnen. Trump will zunächst auf dem Nationalfriedhof in Arlington einen Kranz niederlegen, bevor er seinen Amtseid als 45. US-Präsident ablegt. Es gilt die höchste Sicherheitsstufe: 28.000 Polizisten und andere Sicherheitskräfte sichern die Veranstaltung ab.

Mehr als drei Dutzend Abgeordnete der Demokraten werden die Zeremonie aus Protest gegen Trump boykottieren. Die meisten Mitglieder von Senat und Repräsentantenhaus, die obersten Richter und das diplomatische Korps nehmen jedoch teil. Auch Barack Obama, Hillary Clinton sowie die ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush und Jimmy Carter haben ihr Kommen zugesagt.

Donald Trump stellt seine Pläne bei Antrittsrede vor

Der 70-jährige Trump feilte bis zuletzt an seiner Antrittsrede, in der er die Pläne für sein Land vorstellt. In den vergangenen Wochen hatte Donald Trump einen Neustart bei innen- und wirtschaftspolitischen Themen sowie in den internationalen Beziehungen angekündigt.

Am Samstag werden Hunderttausende zu einem Anti-Trump-Marsch in Washington erwartet. Donald Trump tritt Umfragen zufolge als unbeliebtester US-Präsident seit vielen Jahrzehnten sein Amt an.

Im Video: Promi-Protest gegen Trump in New York

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