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Trumps Unterstützer laufen davon und akzeptieren Biden - jetzt platzt ihm der Kragen: „Muss endlich lernen“

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Von: Lena Bammert

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Das war‘s dann wohl. Republikanische Schwergewichte verabschieden sich ebenso wie die letzten Staatsoberhäupter von einer zweiten Amtszeit Trumps.

Washington D. C. - Die Wetten starteten am 3. November 2020, dem Wahltag in den USA. Wird Melania Trump ihren Ehemann verlassen, wenn Donald Trump nicht mehr Präsident der Vereinigten Staaten ist? Die Antwort auf diese Frage steht noch aus. Sollte Melania sich jedoch für die Scheidung entscheiden, könnte das bedeuten, dass Donald Trump bald wirklich keinen einzigen namenswerten Unterstützer mehr um sich hat. Seit dem Zeitpunkt, an dem die Wahlleute Joe Biden als Sieger der US-Wahl 2020 bestätigten, verlassen immer mehr Unterstützer den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump.

Wahlniederlage Donald Trump: Republikaner erkennen den Sieg Bidens an

Einige ranghohe Mitglieder der republikanischen Partei wollten lange Zeit den Glauben an eine doch noch stattfindende zweite Amtszeit Trumps nicht aufgeben. Mittlerweile distanzieren sich jedoch auch die einflussreichsten Republikaner von ihrem US-Präsidenten. John Thune, langjähriger US-Senator für den Bundesstaat South Dakota, zählt als zweitwichtigster republikanischer Senator. Er erkannte den Sieg Bidens mit den Worten „Es ist für alle Zeit weiterzumachen“ an. Der wichtigste Senator, der Mehrheitsführer des Senats Mitch McConnell, ging sogar noch einen Schritt weiter, und gratulierte Joe Biden im US-Senat zu seinem Wahlsieg - und heimste sich daraufhin erstmal einen Tweet des noch amtierenden Präsidenten Donald Trumps ein.

„Mitch, 75 Millionen Wählerstimmen, ein absoluter Rekord für einen amtierenden Präsidenten. Es ist zu früh, um aufzugeben. Die Republikanische Partei muss endlich lernen zu kämpfen. Die Menschen sind wütend!“, twitterte Trump in Richtung McConnells.

Putin, Bolsonaro, Duda: Regierungsschefs gratulieren Biden zur siegreichen Wahl

Einige Regierungschefs, die Trump während seiner Amtszeit und im Wahlkampf offen zugeneigt waren, würden ihm da wohl widersprechen. Mit der Bestätigung durch das Wahlleute-Gremium ist wohl auch für die letzten Staatsoberhäupter die Zeit der Akzeptanz gekommen.

„Schöne Grüße an den Präsidenten Joe Biden, mit den besten Wünschen und der Hoffnung, dass die USA weiterhin das ‚Land der Freien und die Heimat der Tapferen‘ sein werden“ schrieb der brasilianische Präsident Bolsonaro am Dienstag auf Twitter. Bolsonaro, der aufgrund seines konfrontativen Auftretens sowie seiner Äußerungen den Beinamen „Tropen-Trump“ erhielt, zitierte in seinem Tweet die amerikanische Nationalhymne. Der russische Präsident Putin gratulierte Biden ebenfalls zu seinem Sieg und erklärte sich in einer veröffentlichten Erklärung des Kremls „bereit zur Zusammenarbeit“. Nach Putin lenkte dann auch der polnische Präsident Duda ein. Per Telegramm wünschte dieser Biden eine „ertragsreiche Amtszeit“.

Amtszeit Donald Trumps ist bald vorbei: Biden ist Nachfolger

Das Endergebnis der Wahl wird am 6. Januar im Kongress offiziell verkündet werden, 14 Tage später erfolgt die Vereidigung Bidens. An diesem Tag endet die Amtszeit nach der Verfassung für Donald Trump, unabhängig davon, ob dieser sich seine Niederlage eingestehen wird oder nicht. Bis zur Amtsübernahme Bidens plant die Trump-Administration allerdings noch weitere politische Maßnahmen. Für Donald Trump könnte nach seiner Präsidentschaft eine sehr einsame Zeit beginnen. Die Frage, ob Melania Trump an der Seite des 74-Jährigen bleiben wird, ist dabei noch genauso ungeklärt, wie die Frage danach, wo Trump nach seiner Amtszeit überhaupt wohnen wird. (leb)

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