Mehrere Anklagen stehen bevor

Donald Trump steht vor Schulden in Milliardenhöhe - doch das ist nicht sein einziges Problem

  • Felix Durach
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Mit dem Präsidentschaftsamt verliert Donald Trump auch seine politische Immunität. Dem 74-Jährigen drohen nun mehrere Verfahren. Dazu hat sich ein Schuldenberg angehäuft.

Washington D.C. - Nachdem er vier Jahre lang der mächtigste Mann der Welt gewesen war, ist Donald Trump spätestens seit vergangenem Mittwoch einfach nur noch Donald Trump. Der 74-Jährige musste seinen Sessel im Weißen Haus räumen und Platz machen für den Demokraten Joe Biden, der am Mittwoch offiziell ins Amt eingeführt wurde. Neben seiner Macht und seinem Wohnort verlor Donald Trump mit seinem Ausscheiden aus dem Präsidentschaftsamt der USA vor allem aber auch seine politische Immunität.

Donald Trump verliert Immunität - Anklage wegen Anstiftung zum Wahlbetrug droht

Der 45. Präsident der Vereinigten Staaten muss deshalb unter anderem in Georgia mit einer Klage wegen versuchter Anstiftung zum Wahlbetrug rechnen. Trump hatte einem Bericht der Washington Post zu Folge in einem Telefonat den Secretary of State von Georgia dazu aufgefordert, die Wahlzettel erneut auszuzählen und genügend Stimmen für ihn zu finden. Georgia ging bei den vergangenen Präsidentschaftswahlen erstmals seit 1992 an den Kandidaten der Demokraten.

Donald Trump spricht auf dem Andrews-Militärflughafen im Bundesstaat Maryland zu seinen Anhängern.

Donald Trump: Ehemaliger US-Präsident hat Schulden in Milliardenhöhe.

Darüber hinaus muss sich Trump aber auch auf mehrere Anklagen gegen Steuer- und Finanzbetrug gefasst machen, die in seinem Heimatstaat New York gegen ihn erhoben wurden. Doch auch Abseits der Anklagen könnten Trump finanzielle Sorgen plagen. Die Hotels- und Golfressorts, welche die Haupteinnahmequelle des ehemaligen Präsidenten darstellen, sind durch die andauernde Corona-Krise in Schieflage geraten und wegen des schlechten Rufs, den viele US-Amerikaner mittlerweile mit Trumps Namen verbinden, kündigten mehrere Unternehmen Verträge mit Trumps Unternehmen auf.

Hinzu kommt ein massiver Berg an Schulden, die sich durch die Unternehmungen von Trump angesammelt haben. Einem Bericht des Forbes-Magazins zufolge belaufen sich diese auf eine Summe von über einer Milliarde US-Dollar (etwas mehr als 821 Millionen Euro). Unter anderem muss Trump 330 Millionen US-Dollar dieser Schulden bis 2024 an die Deutsche Bank zurückzahlen.

Trotz massivem Schuldenberg - Donald Trump noch immer Milliardär

Dennoch muss der ehemalige US-Präsident wohl keine Sorgen haben, pleite zu gehen. Forbes schätzt das Vermögen von Donald Trump auf 3,66 Milliarden US-Dollar. Hinzu kommen die Pensionszahlungen, auf die Trump als scheidender US-Präsident Anspruch hat. Ca. 219.000 US-Dollar soll der 74-Jährige pro Jahr erhalten. Diesen Anspruch würde Trump jedoch verlieren, sollte das eingeleitete Impeachment-Verfahren gegen ihn durch den Senat bestätigt werden. (fd)

Rubriklistenbild: ©  ALEX EDELMAN / AFP

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