Zahlreiche Vorwürfe

Donald Trump Junior im Fokus der Ermittlungen - Staatsanwälte erhöhen den Druck

  • Astrid Theil
    vonAstrid Theil
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Die Ermittlungen gegen Mitglieder der Trump-Familie werden zunehmend forciert. Dabei gerät Trumps Sohn Donald Trump Junior zunehmend unter Druck.

New York - Der Druck auf die Familie Trump wächst. Nicht nur Donald Trump gerät nach dem Urteil des Supreme Courts verstärkt in Bedrängnis. Dieses verpflichtet ihn nämlich, der New Yorker Staatsanwaltschaft seine Finanz- und Steuerunterlagen vorzulegen. Auch der Sohn des Ex-Präsidenten, Donald Trump Junior, hat Grund zur Sorge. Er steht zunehmend im Mittelpunkt der Ermittlungen der Staatsanwälte.

Sowohl die Staatsanwaltschaft in New York als auch in Washington D.C. führen mittlerweile seit geraumer Zeit umfangreiche Ermittlungen. Die Vorwürfe sind zahlreich: Verdacht auf Banken- und Versicherungsbetrugs bei der Trump Organization, Steuerhinterziehung, Korruption, Schweigegeldzahlung sowie etwaige Verstrickungen von Amts- und Privatgeschäften.

Donald Trump Junior unter Druck: Millionen US-Dollar im Ausland verdient

In diesem Zusammenhang rückt Donald Trump Junior in den Fokus der Ermittlungen. Denn er leitete als geschäftsführender Vizepräsident der Trump Organization gemeinsam mit seinem Bruder Eric Trump die Geschäfte seiner Vaters während dessen Präsidentschaft. Unter anderem war er für die Organisation internationaler Geschäfte zuständig. Seine Tätigkeit in genau diesem Bereich wird nun mehr und mehr von der Justiz betrachtet. Dies liegt unter anderem an der Tatsache, dass die Trump Organization während der Amtszeit Donald Trumps weiterhin Millionen US-Dollar im Ausland verdiente.

Auch Donald Trump Junior gerät im Zuge der umfangreichen Ermittlungen der Staatsanwälte in New York und Washington D.C. immer mehr unter Druck.

Nicht nur die New Yorker Staatsanwaltschaft führt in diesem Zusammenhang Ermittlungen, sondern auch die Staatsanwaltschaft in Washington D.C. Laut US-Medien soll Donald Trump Junior nun bereits in einem Prozess unter Eid über mögliche Zweckentfremdungen von Wahlkampfgeldern ausgesagt haben. Er soll sich am 11. Febraur 2021 dazu geäußert haben.

Ermittlungen in New York und Washington D.C.: Vorwurf des Missbrauchs von Spendengeldern

Im Zuge dieser Aussage stellen sich neue Fragen. Es geht besonders um eine Hotelrechnung, mit der die Trump Organization einen 49.358.82 Dollar-Deal mit dem Loews Madison Hotel in Washington D.C. für eine Blockbuchung mehrerer Räume während Trumps Amtseinführung im Jahr 2017 abgeschlossen haben soll. Diese Rechnung sei Trumps „Inaugurations-Komitee“ vorgelegt worden, welche den Betrag gezahlt habe.

Bereits im Januar 2020 startete die Staatsanwaltschaft in Washington D.C. unter Karl Racine einen Prozess gegen die Trump Organization. Dieser wird vorgeworfen, mehr als eine Million Dollar an Spendengeldern zur überteuerten Bezahlung von Räumen in Hotels während der Inauguration Trumps verwendet zu haben. (at)

 

Rubriklistenbild: © Saul Loeb/dpa

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