US-Präsident Donald Trump (r) und der japanische Premierminister Shinzo Abe (l) spielen im Mobara Country Club in der Präfektur Chiba Golf. (Archiv)
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US-Präsident Donald Trump (r) und der japanische Premierminister Shinzo Abe (l) spielen im Mobara Country Club in der Präfektur Chiba Golf. (Archiv)

Parallel-Welt

Trump crasht plötzlich Trauer- und Verlobungsfeiern: Mar-a-Lago wird zum „Disney World“ des Ex-Präsidenten

  • Richard Strobl
    VonRichard Strobl
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Nach seiner US-Präsidentschaft lebt Donald Trump in Mar-a-Lago wohl zunehmend in einer Parallel-Welt - und sorgt mit skurrilen Auftritten für Verwirrung.

Florida - Schon während seiner Präsidentschaft sorgte Donald Trump regelmäßig für skurrile Szenen. Das hat sich offenbar auch knapp 150 Tage nach der Amts-Übernahme durch Joe Biden nicht geändert. Mit dem Unterschied, dass Trumps Auftritte nicht mehr alle auf ganz großer Bühne stattfinden - doch der EX-US-Präsident steigert sich in letzter Zeit offenbar noch in Sachen Skurrilität.

Während Biden aktuell auf EU-Tour ist und dabei auch zumindest teilweise versucht, das Erbe seines Vorgängers zu kippen, lebt Donald Trump scheinbar zunehmend in einer Parallel-Welt. Diese bauen er und seine Anhänger sich im sonnigen Florida - genauer gesagt im Privat-Club Mar-a-Lago in Palm Beach.

Trump lebt auf Mar-a-Lago wie ein Rockstar

Dort lebt Trump nach einem Bericht des US-Portals Bloomberg Businessweek wie ein Rockstar: Betritt er den Ess-Saal, erheben sich die anwesenden Gäste und applaudieren, kehrt er vom Golf zurück, schreien Fans auf und fragen nach Selfies, verlässt Trump das Ressort, wird er teils sogar von einer Menschenmenge mit wehenden US-Flaggen verabschiedet. Das Portal beruft sich bei dem Bericht auf Social-Media- Beiträge von Trump-Anhängern. Denn auch wenn der Ex-Präsident selbst von Facebook und Twitter verbannt wurde, ist er durch diese Postings weiter präsent.

Das Ressort wird so auch immer mehr zum Wahlfahrtsort für Trump-Anhänger, die ihren Helden wie einen Monarchen im Exil feiern, heißt es in dem Bericht weiter.

Trumps Mar-a-Lago „wie ein Disney World“

„Es ist wie in Disney World“, zitiert das Portal Sean Spicer, den ehemaligen Pressesprecher des Weißen Hauses, zur Situation in Mar-a-Lago. Weiter sagte er demnach: „Ich kann die Show in Boca drehen, den Präsidenten besuchen, zu einer Spendenaktion gehen und acht andere Dinge tun, während ich dort unten bin. Es gibt viele Attraktionen“.

Trumps Ressort Mar-a-Lago: Hier lebt der Ex-US-Präsident. (Archiv)

In dieser Parallel-Welt fühlt sich Donald Trump dem Bericht nach sehr wohl. So habe er kein Problem damit, über mehrere Tage das gleiche Outfit zu tragen: Blaue Hose, weißes Polo und rote Cap. Daneben sorgt er auch weiterhin für reichlich skurrile Auftritte.

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Donald Trump crasht einfach Veranstaltungen - darunter Verlobungen und Trauerfeiern

Innerhalb des Ressorts taucht er demnach bei etlichen Veranstaltungen einfach unangemeldet auf - darunter Verlobungsfeiern und Gedenkveranstaltungen. Blooomberg Businessweek berichtet unter Berufung auf ein Club-Mitglied, dass der Ex-Präsident etwa plötzlich bei einer Trauerfeier für einen Verstorbenen auftauchte. Er gab dem Bericht zufolge seine Beileidsbekundungen ab und blieb anschließend auf der Veranstaltung - offenbar sehr gut gelaunt.

„Donald Trump braucht die Bewunderung der Menge, wie Sie oder ich Sauerstoff zum Atmen brauchen“, zitiert das Portal dazu Trumps ehemaligen Anwalt Michael Cohen. (rjs)

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