Donald Trump winkt Anhängern zu (Archiv)
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In der Nähe der „Gefahr“

Kehrt Donald Trump Mar-a-Lago den Rücken? Neuer Ort für seine Politik-Manöver im Gespräch

  • Cindy Boden
    vonCindy Boden
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Donald Trump treibt weiter in der US-Politik sein Unwesen. Während er zurzeit noch aus Südflorida agiert, könnte sich dies bald ändern.

Palm Beach, Florida - Das derzeitige Machtzentrum von Donald Trump ist Mar-a-Lago - ein luxuriöses Anwesen in Palm Beach im US-Bundesstaat Florida. Dorthin verschwand der Ex-US-Präsident, als er im Januar 2021 das Weiße Haus verließ und für seinen Nachfolger Joe Biden Platz machte. Sehr zum Missfallen einiger Nachbarn.

In den vergangenen Monaten ist in der US-Politik viel passiert - doch Trump nie ganz von der Bildfläche verschwunden. Er kommentiert Entwicklungen, bringt Republikaner in Stellung, auch für die Zwischenwahlen 2022, und tritt selbst gelegentlich auf. Absolute Klarheit über seine Ambitionen für die Präsidentschaftswahl 2024 herrscht immer noch nicht. Florida wurde der Ort seines Agierens. Weggefährten kamen vorbei, er richtete ein Büro ein. Nun scheint es Trump für eine Zeit lang wieder an einen anderen Ort zu ziehen. In die Nähe der Heimat.

Zumindest berichtete das Nachrichtenportal Insider davon. Demnach planen Donald Trump und sein Team Richtung Norden erst einmal in die Region New York zu ziehen. Insider habe mit Trump-Beratern gesprochen, die sagten, es werde derzeit diskutiert, wann Mar-a-Lago geräumt und alles vorübergehend in Trumps Golfclub in Bedminster, New Jersey, verlegt werde.

Verlässt Donald Trump bald Mar-a-Lago? Einem Bericht zufolge will er Richtung New York City

Gründe werden in dem Bericht mehrere angeführt. Zum einen werde der private Club Mar-a-Lago nach dem Memorial Day Ende Mai geschlossen, wenn Südflorida zu einer ausgesprochen heißen und schwülen Angelegenheit werde. Doch im Hinblick auf seine Bestrebung, die Kontrolle über die Republikanische Partei zu behalten, gibt es einer anonymen Quelle zufolge noch einen anderen Grund für den Umzug: mehr Spenden sammeln.

Da Bedminster rund eine Autostunde von New York City entfernt liegt, rückt er mit dem Schritt auch deutlich näher an die große Gemeinschaft dort vertretener republikanischer Spender heran. Eine Trump-Sprecherin wollte sich demnach nicht zu dem Thema äußern.

Aber Trump kennt New York City sehr gut. Dort ist er geboren, dort steht unter anderem der Trump Tower - eines der Projekte aus seiner Zeit in der Immobilienbranche. Doch mittlerweile hat er dort nicht mehr ganz so viel zu lachen: Die Staatsanwaltschaft führt Ermittlungen durch, zu finanziellen, steuerlichen Fragen - es besteht als rechtliche Gefahr für Trump. Auch deshalb wird davon ausgegangen, dass Trump nach einer Abkehr auch wieder nach Mar-a-Lago zurückkehren wird. (cibo)

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