Trump-Anhänger marschieren auf den Times Square zu und halten Trump- und Amerikaflaggen hoch
+
Ex-Präsident Donald Trump ist bei seiner Basis weiterhin sehr beliebt.

Unterlassungserklärung

Wütender Donald Trump verbietet Republikanern die Nutzung seines Namens

  • Cindy Boden
    vonCindy Boden
    schließen

Donald Trump verbietet, dass sein Name für willkürliche, republikanische Spendenaktionen genutzt wird. Mit einer entsprechenden Erklärung schürt er weiter Streit.

Palm Beach - Ex-Präsident Donald Trump bleibt eine schillernde Persönlichkeit in der Republikanischen Partei. Bei seiner Basis ist er nach wie vor beliebt. Ihre Hoffnungen sind groß, dass er noch einmal politisch aktiv wird, beispielsweise bei der Präsidentschaftswahl 2024. Wage Anspielungen darauf während seines Auftritts bei der Konservativen-Konferenz CPAC in Orlando Ende Februar ließen die Jubelschreie seiner Fans noch lauter werden.

Und weil in den USA aufgrund verschiedener Wahlen so gut wie jederzeit irgendwo Wahlkampf betrieben wird, nutzt die Republikanische Partei - trotz so mancher Differenzen - Trumps Namen und Image nur zu gern, um damit bei den Wählern für sich zu werben. Schon Ende 2022 wird beispielsweise das Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats neu gewählt.

Donald Trump verbietet Werbung mit seinem Namen: Schon immer „sensibel“

Trump scheint dieser willkürliche Werbe-Hype um seine Person jedoch nicht zu gefallen. Wie das amerikanische Nachrichtenportal Politico berichtet, haben Trumps Anwälte Unterlassungserklärungen an die drei größten Spendenorganisationen der Republikanischen Partei verschickt. Die Angaben stammen demnach von einem Trump-Berater.

Der Ex-Präsident soll wütend darüber sein, dass sein Name von Organisationen verbreitet wurde, die Republikanern helfen, die dafür gestimmt haben, ihn im Impeachment-Verfahren anzuklagen - ohne seine Erlaubnis. Trump fährt seit einiger Zeit einen Rachefeldzug gegen Republikaner, die in seinen Augen illoyal waren. Politico zufolge soll Trump schon immer „sensibel“ gewesen sein, wie sein Name verwendet wird.

Video: Trumps Rede in Orlando: Die wichtigsten Zitate

Bei den betroffenen Gruppen handelt es sich um das Republikanische Nationalkomitee (RNC) und zwei Republikanischen Kampagnen für die Kongresswahlen. Sie sollen seinen Namen und sein Abbild für Spendensammlungen und Fan-Produkte genutzt haben.

Am Freitag etwa habe RNC zwei E-Mails verschickt, um Unterstützer zu Spenden zu motivieren. Auf diese Weise könnte ihr Name auf einer „offiziellen Dankeskarte“ für Donald Trump erscheinen. In der ersten E-Mail soll gestanden haben: „Präsident Trump wird immer für das amerikanische Volk eintreten und ich habe mir gerade überlegt, wie Sie perfekt zeigen können, dass Sie ihn unterstützen!“ In einer zweiten E-Mail wurde dann hinzugefügt, dass die Möglichkeit nur noch für eine Frist von zehn Stunden bestehe.

Donald Trump beliebt bei Parteibasis - Ex-Präsident sammelt selbst Spenden für handverlesene Republikaner

Auf Anfrage des Nachrichtenportals habe keine der Organisationen eine offizielle Stellungnahme abgegeben. Privat würden Vertreter der Republikanischen Partei jedoch sagen, dass es „unmöglich“ ist, Trumps Namen nicht zu verwenden, da er so beliebt bei der Basis sei. Stattdessen solle Trump „großzügiger“ sein, wenn er wirklich helfen wolle, eine republikanische Mehrheit im Kongress herbeizuführen. Das sieht Trumps Team jedoch anders: Nur weil Trump der Republikanischen Partei verpflichtet bleibe, gebe das niemanden „die Erlaubnis, sein Abbild ohne ausdrückliche Genehmigung zu verwenden“, so ein Trump-Berater.

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge nutzt Trump selbst seine Organisation „Save America SuperPAC“, um Geld zu sammeln und um handverlesenen republikanischen Kandidaten bei den Kongresswahlen 2022 zu unterstützen. Beispielsweise stellte sich Trump zuletzt hinter Max Miller, der einen republikanischen Kandidaten herausfordert. (cibo)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare