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45. Präsident der Vereinigten Staaten

Donald Trump als US-Präsident: America First, Fake News, Ukraine - die kuriose erste Amtszeit

Donald Trump ist seit Januar 2017 Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Die wichtigsten Ereignisse seiner Amtszeit im Überblick.

  • Donald Trump ist seit Januar 2017 Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
  • Zahlreiche Skandale prägten seine Amtszeit.
  • Sein bevorzugtes Kommunikationsmittel ist Twitter.

Washington - Donald Trump ist seit dem 20. Januar 2017 Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Im Juni 2019 verkündete er seine Kandidatur für eine zweite Amtszeit. Damit läutete er offiziell den Wahlkampf für die nächste US-Präsidentschaftswahl am 3. November 2020 ein. Was müssen Sie über seine bisherige Amtszeit wissen? Ein Überblick über die wichtigsten Ereignisse.

Donald Trump ist US-Präsident mit Vorliebe für alternative Fakten

Schon der Wahlkampf von Donald Trump gegen seine Herausforderin, die Demokratin Hillary Clinton, war geprägt von Affären und Skandalen. Der Tag seiner Amtseinführung, der 20. Januar 2017, sorgte für den nächsten Paukenschlag: „Das war das größte Publikum, das je einer Amtseinführung beigewohnt hat. Punkt“, verkündete Sean Spicer, Trumps Sprecher, am Tag nach der Amtseinführung. Dabei zeigte ein Bildvergleich auf Twitter mit Barack Obamas Inauguration acht Jahre zuvor, dass Trumps Amtseinführung deutlich weniger Besucher beiwohnten. Die Diskussion um alternative Fakten und der „Krieg mit den Medien“ waren eröffnet.

Die Medien bekommen insbesondere auf Twitter regelmäßig ihr Fett weg - auch wenn sie ihm während seiner Erfolge im Fernsehen früher gute Dienste erwiesen haben. Der pauschale Vorwurf lautet: Fake News! Dabei nimmt es Trump selbst nicht so genau mit der Wahrheit. Laut Washington Post hat der US-Präsident bis zum 13. Oktober 2019 über 13.000 falsche oder irreführende Behauptungen aufgestellt.

US-Präsident Donald Trump an seinem Arbeitsplatz im Oval Office.

Twitter - das Lieblingsmedium des US-Präsidenten Trump

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass der Multi-Milliardär  Donald Trump über sein Lieblingsmedium Twitter für neue Schlagzeilen sorgt. Die LMU München veröffentliche zu diesem Phänomen sogar eine Studie mit dem Titel „Twitter Diplomacy“ - Außen- und Sicherheitspolitik in Zeiten von Social Media“. Der US-Präsident lässt via Twitter seinen Emotionen freien Lauf. Bevorzugt attackiert der dabei politische Gegner wie den ehemaligen Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten und möglichen Präsidentschaftskandidaten 2020 Joe Biden

Die New York Times führt sogar eine Liste mit allen Twitter-Opfern, die US-Präsident Donald Trump auf dem Gewissen hat: 598 Menschen oder Institutionen hatte die Zeitung dort zwischenzeitlich aufgelistet. Sie alle waren vom US-Präsidenten über den Kurznachrichtendienst beleidigt worden. Neben Biden gehört auch die Klimaaktivistin Greta Thunberg zu Trumps bevorzugten Opfern.

Twitter Trump Thunberg 

America First - das zentrale Motto der Präsidentschaft Donald Trumps

Müsste man die politische Agenda des US-Präsidenten Trump und seines Vizepräsidenten Mike Pence auf den Punkt bringen, dann wäre der Slogan „America first“ am aussagekräftigsten. Beinahe täglich verkündet Donald Trump, dass für ihn nur die Interessen der Vereinigten Staaten zählen. Strafzölle auf ausländische Produkte sind unter Trumps Präsidentschaft ein beliebtes Mittel der US-Wirtschafts- und Außenpolitik. Vor allem China und Mexiko waren von Sanktionen betroffen, aber auch der europäische Flugzeugbauer Airbus bekam schon Trumps Wut zu spüren.

Trumps Verhältnis zu Deutschland und Bundeskanzlerin Angela Merkel ist kompliziert: Die Liste der Streitpunkte zwischen Washington und Berlin ist lang. Themen, bei denen es unterschiedliche Auffassungen gibt, sind etwa die europäisch-amerikanischen Handelsbeziehungen, der Brexit, Nord Stream 2 und die Verteidigungsausgaben. Hinzu kommt, dass Trump und Merkel von ihren Persönlichkeiten denkbar unterschiedlich sind. Während Trump zur Impulsivität neigt und kein Blatt vor den Mund nimmt, gilt Merkel als eher unterkühlte und sachorientierte Politikerin. Fest steht: Eine große Liebe wird zwischen Trump und Merkel nicht mehr entstehen.

Donald Trump geriet als US-Präsident unter Druck, als die Ukraine-Affäre ihn einholte.

Ukraine-Affäre: US-Präsident Trump kämpft gegen die Amtsenthebung

Donald Trumps bisher größte politische Krise steht ausgerechnet im Zusammenhang mit seinem Lieblingsfeind Joe Biden. Die sogenannte Ukraine-Affäre begann im Herbst 2018. Damals zeichnete sich ab, dass Joe Biden einer der möglichen Gegenkandidaten Trumps bei der US-Präsidentschaftswahl 2020 werden könnte. Im Kern geht es bei der Ermittlungen gegen Trump um die Frage, ob dieser in einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf kompromittierende Ermittlungen gegen seinen politischen Rivalen Biden gedrängt hat. Die Demokraten sehen in diesem Vorgang eine versuchte Beeinflussung der im November 2020 anstehenden Präsidentenwahl mithilfe einer ausländischen Regierung und möglichen Amtsmissbrauch. 

Das von den Demokraten initiierte Impeachmentverfahren, das im Januar 2020 zu Ende ging, ist die vermutlich schwerste Krise in Trumps turbulenter Präsidentschaft. Die Abstimmung darüber fand zur gleichen Zeit statt wie die Unterzeichnung eines wichtigen Handelsabkommens mit China.

Vor der US-Wahl zeigen Umfragen, dass er gegen Joe Biden alles andere als der klare Favorit ist.

Ein US-Sänger kündigt überraschend am Unabhängigkeitstag seine Präsidentschaftskandidatur für 2020 an und konkurriert damit mit Donald Trump.

Rubriklistenbild: © AFP / LUDOVIC MARIN

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