Ivanka Trump und Jared Kushner verfolgen eine  Pressekonferenz mit US-Präsident Trump und Kanzlerin Merkel.
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Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner sind besonders in die „Trump Organization“ involviert, gegen die zahlreiche Vorwürfe erhoben wird.

Ermittlungen sollen starten

Ivanka Trump und Jared Kushner: Schwere Vorwürfe gegen Trumps Familie

  • vonAstrid Theil
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Der Trump-Familie werden zahlreiche Delikte vorgeworfen - das ist nichts Neues. Doch nun scheinen Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner ernsthaft besorgt zu sein.

  • Die Familie Trump sieht sich mit zahlreichen Vorwürfen konfrontiert.
  • Ihnen werden zahlreiche kriminelle Aktivitäten vorgeworfen, denen nun verstärkt nachgegangen wird.
  • Das scheint besonders Ivanka Trump und ihren Ehemann Jared Kushner nervös zu machen.

Washington - Auch diese Frage stellt sich aktuell in den USA: Wie geht es mit Donald Trump und seiner Familie weiter? Einige Experten sehen die Zukunft des US-Präsidenten im Gefängnis. Zu diesen gehört Timothy Snyder, ein renommierter Historiker der Yale University. Er äußerte in einem Fernsehinterview, dass zuletzt nur die Präsidentschaft Donald Trump vor dem Gefängnis oder dem Armenhaus bewahrt hat.

Spekulationen über mögliche Gefängnisstrafen beziehen sich allerdings nicht nur auf Trump selbst, sondern auch auf seine drei ältesten Kinder. Bekanntermaßen sind Ivanka, Donald Junior und Eric Trump stark in die „Trump Organization“ eingebunden. Dementsprechend stehen sie laut vielen Rechtsexperten auch in Verbindung mit mutmaßlichen finanziellen und steuerlichen Vergehen der Organisation.

Berichten zufolge sind nun besonders Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner besorgt. Ivanka twitterte zwar, bei aktuellen Vorwürfen handele es sich um pure Schikane der New Yorker Demokraten. Die Ankündigung des Obersten Gerichts in New York, Untersuchungen zu Steuerbetrugsvorwürfen in der Trump-Organisation auszuweiten, scheint sie und ihren Ehemann laut einem Insider jedoch sehr nervös zu machen.

Vorwürfe an Trump-Familie: Steuerhinterziehung, Schweigegeld-Zahlungen etc.

Ivanka Trump ist bekannterweise besonders stark in die „Trump Organization“ involviert - auch monetär. Immerhin hat ihr Donald Trump eine „Consultant-Gebühr“ von etwa 750.000 Dollar überwiesen. Nun wollen New Yorker Staatsanwälte prüfen, ob diese Zahlungen ein Versuch Trumps waren, Geschäftsausgaben abzuschreiben und so Steuern zu hinterziehen. Auch den Vorwürfen illegaler Schweigegeld-Zahlungen an Porno-Star Stormy Daniels und Playboy-Model Karen McDougal soll nachgegangen werden.

Nach der US-Wahl kündigten Cyrus Vance, Bezirksstaatsanwalt von Manhattan, und Letitia James, Generalstaatsanwältin in New York an, eine Ausweitung der Untersuchungen gegen die Trumps an. Gemäß der US-Verfassung sind Schuldsprüche auf bundesstaatlicher Ebene von Begnadigungen landesweiter Institutionen wie der Präsidentschaft ausgeschlossen.

Skandale und Vorwürfe: Bereits 2012 wurde Ivanka fast dem Richter vorgeführt

Bereits 2012 wurden gegen Ivanka und Donald Junior Trump Betrugsvorwürfe laut. Beide waren nur kurz davon entfernt, einem Richter vorgeführt zu werden. Ihnen wurde damals vorgeworfen, Wohnungskäufer im Trump Tower in New York hintergangen zu haben, indem sie die Preise der Apartments künstlich hochgesetzt hätten. Die Anklage wurde jedoch in letzter Minute fallen gelassen. Skandalös erschien zu dem Zeitpunkt eine 25.000-Dollar-Spende der Trump-Familie an die Wiederwahlkampagne des Staatsanwalts.

Die Untersuchungen zu kriminellen Aktivitäten innerhalb der Trump-Familie häufen sich. Aktuell sind es über ein Dutzend. In den kommenden Jahren rücken Fristen zu über 300 Millionen Dollar Schulden an ausländische Geldgeber wie zum Beispiel der Deutschen Bank näher. Darüber hinaus berichten renommierte Wirtschaftsmagazine wie die Financial Times und das Forbes Magazine von enormen Immobilienschulden (900 Millionen) und Schulden an US-Steuerbehörden. Durch die Corona-Krise soll es zudem zu finanziellen Einbrüchen in den Golfclubs und Hotelunternehmen der Trump-Familie gekommen sein.

Angebliche Charity: 20.000-Dollar-Ölgemäde mit Spendengeldern gekauft

Ein Skandal, der sich erst letztes Jahr ereignet hat, wirkt in diesem Zusammenhang nicht gerade entlastend. Ein Ethik-Komitee der Regierung hat Ivanka und ihre Brüder dazu verpflichtet, ein Training zu „Pflichten von Charity-Einrichtungen“ zu absolvieren. Der Grund hierfür war der Kauf eines überlebensgroßen Ölportraits des Präsidenten für 20.000 Dollar, das mit Spendengeldern aus der „Trump Organization“ finanziert wurde. Das Ethik-Komitee betonte, dass Wohltätigkeitsspenden nicht für persönliche Interessen und Ausgaben gedacht seien.

Die Familie von Ivankas Ehemann Jared Kushner war bereits reichlich in kriminelle Aktivitäten involviert. Sein Vater, der Immobilienmogul Charles Kushner, saß 14 Monate im Gefängnis, nachdem er sich 2004 für zahlreiche Delikte schuldig bekannte: Steuerbetrug, illegale Parteispenden und Versuche der Zeugenmanipulation. So gestand er, eine Prostituierte rekrutiert zu haben, um seinen Schwager zu verführen. Mithilfe von Videoaufnahmen wollte er seine Schwester erpressen und sie von ihn belastenden Zeugenaussagen abhalten.

Sechs ehemalige Berater Donald Trumps bereits verurteilt

Zudem wurden insgesamt bereits sechs ehemalige Berater von Donald Trump verurteilt. Zu ihnen gehört Michael Cohen als langjähriger Vertrauter und Ex-Anwalt des Präsidenten. Cohen erklärte nun in einem TV-Interview: Trump werde alles tun, um sich selbst zu schützen. Seine Kinder hätten über einen langen Zeitraum für Verschiedenes gebürgt, was sie jetzt teuer zu stehen kommen könnte. Seiner Einschätzung nach werde Trump Eric und Donald Junior als Erste fallen lassen - und wohl auch seine Tochter Ivanka, wenn er sich auf diese Weise retten könnte. (at)

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