Symbolträchtiger Termin

Trump-Comeback 2024? Großer Auftritt naht - Schwiegertochter berichtet von „Andeutung“

  • Anna-Katharina Ahnefeld
    vonAnna-Katharina Ahnefeld
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Stille legte sich über den einstigen Präsidenten Trump. Das könnte nun vorbei sein. Bei seinem ersten großen Auftritt will er über die Zukunft der Republikanischen Partei sprechen.

Update vom 21. Februar 2021: Kurz vor dem ersten öffentlichen Auftritt Donald Trumps nach dem Kapitol-Sturm (siehe Erstmeldung) hat Lara Trump Spekulationen befeuert, ihr Schwiegervater könne sich um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner für die Wahl 2024 bewerben. „Er hat uns gesagt, dranzubleiben; dass dies nicht vorbei ist für ihn. Und er hat angedeutet, dass er wahrscheinlich daran interessiert wäre, 2024 wieder anzutreten“, sagte Lara Trump, Ehefrau von Eric Trump, am Samstag (Ortszeit) dem Fernsehsender Fox News. Trump sei der Anführer der Republikanischen Partei und derjenige, an den sich alle wenden würden, um Unterstützung für die Kongresswahlen 2022 oder darüber hinaus zu bekommen. 

Trump hat seit seiner Wahlniederlage Millionen Dollar an Spenden gesammelt, die er für die Unterstützung ihm nahe stehender Kandidatinnen und Kandidaten einsetzen könnte, um sich auch nach dem Ende seiner Präsidentschaft Einfluss zu sichern. Seit längerem halten sich Gerüchte, dass Schwiegertochter Lara Trump die Kandidatur für einen Senatssitz im Bundesstaat North Carolina anstrebt.

Donald Trumps Comeback: Erster öffentlicher Auftritt nach Stürmung des Kapitols - Kandidatur 2024?

Erstmeldung vom 21. Februar 2021: Orlando, Florida - Nach seinem Abgang aus dem Weißen Haus blieb es seltsam still um Donald Trump. Vier Jahre lang stand dem Ex-Präsidenten während seiner Amtszeit sein wichtigstes Sprachrohr Twitter zur Verfügung. Seit seinem Bann aus dem Kurznachrichtendienst hat sich gezeigt, wie elementar dieser für Trumps Politik war. Stattdessen hat sich der Republikaner nach Palm Beach zurückgezogen. Doch langsam regt er sich wieder. Und zeigt: Er ist noch immer da, auch wenn manche US-Medien das am liebsten vergessen würden. So bleib die Nachrichtenlage nach seinem ersten Live-Interview zum Tod des erzkonservativen Radiosprechers Rush Limbaugh merkwürdig ruhig. Das ändert sich nun.

Fest steht nach Berichten zahlreicher US-Medien: Donald Trump hat einen öffentlichen Auftritt angekündigt. Es ist das erste Mal seit der verheerenden Ereignisse des 6. Januars, der Stürmung des Kapitols, dass Trump auf die Bühne zurückkehrt. Er, der einen Großteil seiner Macht aus seinen publikumswirksamen Auftritten zog. Die Veranstaltung, die er dafür wählte, hat einen beinahe symbolischen Charakter. Die Konferenz konservativer Aktivisten und Parlamentarier (CPAC). Dort begann 2011 mit einer Rede die politische Karriere des einstigen Business- und TV-Mannes Trump.

Donald Trump kehrt auf die Bühne zurück - Teilnahme an wichtiger Konferenz in Florida

Kommenden Sonntag, am 28. Februar, wird Trump in Orlando auf der CPAC erneut sprechen. Dabei werde es über die Zukunft der Republikanischen Partei und Joe Bidens Migrations-Politik gehen, berichten Quellen aus Trumps Umfeld. Seit Amtsübernahme hat Joe Biden einiges dafür getan, Trumps Umgang mit Migrant:innen den Rücken zu kehren. So verkündete er, dafür Sorge tragen zu wollen, die Familien, die an der mexikanischen Grenze getrennt wurden, wieder zusammenzuführen. Eines der tragischen und traurigen Höhepunkte Trumps Abkehr von einer humanen Einwanderungspolitik.

Welche Agenda Trump bei seinem Auftritt verfolgen wird, ist dennoch offen. Der ehemalige US-Präsident ist bekannt dafür, von Skripten und Verabredungen abzuweichen. Es ist jedoch anzunehmen, dass Trump die Plattform nutzen wird, um gegen den Ausgang der US-Wahl zu wüten, den Republikanischen Minderheitenführer im Senat, Mitch McConnell zu attackieren - und sich eventuell für seine Kandidatur für die US-Wahl 2024 stak zu machen?

Die Zukunft des Trumpismus: Agenda des Ex-Präsidenten ist schwer zu durchschauen

Der New York Times zufolge habe Trump in den vergangenen Tagen seinen Loyalist:innen und Berater:innen gegenüber signalisiert, erneut als Präsident kandidieren zu wollen. Mit dem zweiten Versuch eines Impeachments wollte die Demokratische Partei, angeführt von Sprecherin Nancy Pelosi, ebendies verhindern. Möglich ist auch, dass Donald Trump mit seiner Konferenz-Teilnahme ein Signal in Richtung möglicher „Erben“ seiner Politik senden möchte.

Sicher ist jedoch, dass Trumps Teilnahme an der konservativen Konferenz den Identitäts-Kampf der Republikanischen Partei um ihre Zukunft nach Trump befeuern dürfte. Während ein Teil der Republikaner:innen, beispielsweise Josh Hawley, Senator des Bundesstaates Michigan, den sogenannten Trumpismus konservieren möchte, versucht der mächtige Republikaner Mitch McConnell Donald Trumps Einfluss zu minimieren. Auch hinsichtlich dieses politischen Schlachtfeldes dürfte die Konferenz spannend werden. Ex-Vize-Präsident Mike Pence wiederum, einstiger Vertrauter Trumps, hat laut CNN und Politico die Einladung zur Teilnahme abgelehnt. Seit Pences Weigerung an Trumps wilden Ritt der Verschwörungsmythen rund um die US-Wahl 2020 teilzunehmen, herrscht zwischen den beiden Männern Eiszeit. (aka)

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