Fehlte bei Trauerveranstaltungen

Trump nutzt Jahrestag von 9/11 für Angriffe auf Präsident Biden - „sah aus wie ein Dummkopf“

  • Felix Durach
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Ex-Präsident Donald Trump hat den 20. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September genutzt, um gegen seinen Nachfolger Joe Biden auszuteilen.

Washington D.C. - Die terroristischen Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon vom 11. September 2001 jähren sich am heutigen Tag zum 20. Mal. US-Präsident Joe Biden nahm zu diesem Anlass gemeinsam mit seinen Vorgängern Barack Obama und Bill Clinton an einer Trauerveranstaltung am Ground Zero in New York City teil. Die Anwesenden gedachten den fast 3000 Menschen, die bei den Anschläge getötet wurden, mit einer Schweigeminute.

Trump verzichtet auf 9/11-Trauerveranstaltungen und attackiert Joe Biden scharf

Ex-Präsident Donald Trump glänzte derweil auf den öffentlichen Gedenkfeiern lediglich mit Abwesenheit. Der Republikaner wandte sich dennoch in einem Video-Statement an die Bevölkerung und sorgte dabei vor allem mit Angriffen gegen Biden für Aufregung.

In dem Video bezeichnete Trump zunächst den 11. September 2001 als „sehr traurigen Tag“ und würdigte den Einsatz der Rettungskräfte bei den Anschlägen. Dann ging er direkt zur Kritik an Biden über. „Es ist auch eine traurige Zeit wegen der Art und Weise, wie vergangene Woche unser Krieg gegen jene endete, die unserem Land so viel Schaden zugefügt haben.“ Damit bezog sich der Ex-Präsident auf den chaotischen Abzug der US-Streitkräfte aus Afghanistan, für den Joe Biden in Kritik geraten war.

11. September: Donald Trump greift „Dummkopf“ Biden in Videobotschaft an

Trump kritisierte weiter, dass die USA Ausrüstung im Wert von 85 Milliarden Dollar in Afghanistan zurückgelassen habe, die nun in die Hände der Taliban gefallen sei „ohne dass auch nur ein Schuss abgefeuert wurde“. „Der Anführer unseres Landes sah aus wie ein Dummkopf, und das darf nie wieder passieren“, so der Ex-Präsident. Das Chaos beim Afghanistan-Abzug gehe auf „schlechte Planung, unglaubliche Schwäche und Anführer zurück, die wirklich nicht verstanden haben, was passiert“.

Den US-Präsidenten und seine Regierung bezeichnet Trump weiterhin als „unfähig“. „Wir werden Schwierigkeiten haben, uns von der Peinlichkeit zu erholen, die diese Inkompetenz verursacht hat“, sagte der 75-Jährige. Dass Trump gerade am 11. September zum Angriff auf Biden ausholt, während dieser die Bevölkerung zu Einigkeit und Zusammenhalt auffordert, wird als Bruch mit den Gepflogenheiten angesehen. (fd)

Rubriklistenbild: © Eric BARADAT/AFP

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