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Trump-Chaos: Beraterin enthüllt irre Details aus Zeit als US-Präsident - „Ohne Witz“

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Von: Patrick Mayer

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Wie lief die Zusammenarbeit mit Ex-US-Präsident Donald Trump? Eine frühere Beraterin des Republikaners erzählt nun Einzelheiten.

München/Washington - Er gilt als nicht einfach und eigenwillig. Er polarisiert. Und er sieht die Dinge gerne mal anders. Mehr als ein Jahr nach dem Ende seiner Amtszeit als 45. Präsident der Vereinigten Staaten ist Donald Trump* in der politischen Landschaft der USA immer noch allgegenwärtig.

Donald Trump: Frühere Beraterin berichtet von Zusammenarbeit mit Ex-Präsident der USA

So wird die Republikanische Partei, so hat es den Anschein, immer noch durch seine Person dominiert. Der Sturm auf das Kapitol in Washington, der auch Donald Trump angelastet wird, jährte sich am 6. Januar zum ersten Mal. Und: Der 75-Jährige macht auch international nach wie vor munter Politik, obwohl er nicht mehr Regierungschef und Staatsoberhaupt ist. So versicherte er jüngst dem rechtspopulistischen Staatschef aus Ungarn, Viktor Orbán*, seine Unterstützung.

Fernsehen war so ein wichtiger Teil seines täglichen Lebens.

Fiona Hill über Donald Trump

„Viktor Orbán aus Ungarn liebt sein Land wahrhaft und will Sicherheit für sein Volk“, sagte Trump unlängst über den ungarischen Ministerpräsidenten. Bei der ungarischen Wahl im April habe Orban seine „komplette Unterstützung“, meinte der Republikaner weiter. Er hofierte damit jenem erzkonservativen Politiker, der innerhalb der Europäischen Union (EU) wegen seiner politischen Alleingänge als hochumstritten gilt. Dass auch Trump mitunter schwierig ist, ist reihenweise überliefert. Nun gab es ein weiteres Beispiel für diese These. Die Süddeutsche Zeitung (SZ) fragte seine ehemalige Sicherheitsberaterin Fiona Hill im Interview, wie denn die Regierungsarbeit mit dem einstigen Boss gewesen sei.

Donald Trump: Ex-Präsident der USA schaute offenbar dauernd Fernsehen

„Es war, ohne Witz, unmöglich. Wir haben versucht, die Informationen zu portionieren, ihm Informations-Nuggets unterzujubeln. Es ging nicht“, erzählte die 56-Jährige der SZ: „Viele der hochrangigen Mitarbeiter haben versucht, in die Sunday Shows der großen Fernsehsender zu kommen. Oder in die Talkshows von Fox News, um auf diese Art mit dem Präsidenten zu sprechen. Das hat viel besser funktioniert als im Oval Office.“

Ex-Präsident der USA: Donald Trump.
Ex-Präsident der USA: Donald Trump. © MANDEL NGAN / AFP

Man könne es gar nicht genug betonen, meinte Hill weiter und erzählte: „Fernsehen war so ein wichtiger Teil seines täglichen Lebens - er hat ständig ferngesehen! Oft kam es vor, dass er sich mit einem ausländischen Staatsführer traf und ihn als Erstes fragte: Haben Sie das eben im Fernsehen gesehen?“ Hill hatte von 2006 bis 2009 unter den Präsidenten George W. Bush und Barack Obama als National Intelligence Officer für Russland und Eurasia im Nationalen Sicherheitsrat der USA (NSC) gearbeitet.

Donald Trump: Fiona Hill trat einst von ihrem NSC-Amt zurück

Von Donald Trump* wurde sie im März 2017 zur Sonderberaterin und Leitende Direktorin für europäische und russische Angelegenheiten im National Security Council (NSC) berufen. Im Juli 2019 war sie von ihrem Amt zurückgetreten. (pm) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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