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Putin und Trump: Die Beziehungen scheinen am Tiefpunkt.

„Russland, mach Dich bereit“

„Mach' Dich bereit, Russland“: Trump kündigt Raketenangriff an - so reagiert Putin

Raketen auf Syrien "werden kommen", twittert US-Präsident Donald Trump. Seine Drohung richtet sich auch gegen Russland.

Washington/Beirut/Moskau - Nach dem mutmaßlichen Giftgaseinangriff in Syrien hat US-Präsident Donald Trump Russland damit gedroht, dass ein Militärschlag unmittelbar bevorstehe. 

„Russland hat geschworen, alle Raketen abzuschießen, die auf Syrien abgefeuert werden. Mach' Dich bereit, Russland, denn sie werden kommen, schön und neu und smart. Ihr solltet nicht mit einer Bestie verbündet sein, die ihre eigenen Leute mit Gas tötet und das ganze auch noch genießt“, schrieb Trump am Mittwoch im Kurznachrichtendienst Twitter. 

Trump-Tweet: So reagiert der Kreml

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich angesichts der internationalen Spannungen besorgt gezeigt und zur Vernunft aufgerufen. „Die weltweite Lage wird immer chaotischer“, sagte er am Mittwoch in Moskau. „Wir hoffen, dass letztlich der gesunde Menschenverstand die Oberhand gewinnt und die internationalen Beziehungen in eine konstruktive Richtung gehen“, sagte er der Agentur Interfax zufolge bei einem Treffen mit ausländischen Botschaftern im Kreml. Auf die Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit einem Angriff in Syrien ging Putin nicht ausdrücklich ein.

„Wir nehmen an dieser „Twitter-Diplomatie“ nicht teil, wir bevorzugen seriöse Handlungen“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch.

„Stoppt das Wettrüsten?“ - Neuer Tweet des von Donald Trump

Die Raketen sollten auf "Terroristen" abgefeuert werden und nicht auf die "legitime Regierung" Syriens, die schon seit Jahren den "internationalen Terrorismus auf ihrem Staatsgebiet bekämpft", provozierte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Mittwoch auf ihrer Facebook-Seite.

Sie warf den USA außerdem vor, mit dem angekündigten Raketenangriff Beweise für den mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz vernichten zu wollen. Dahinter stecke womöglich die Idee, "die Spuren der Provokation schnell zu beseitigen", damit internationale Inspektoren keine Beweise mehr finden könnten, schrieb Sacharowa.

Eine halbe Stunde nach seinem ursprünglichen Tweet fügte der US-Präsident auf Twitter hinzu: „Unser Verhältnis zu Russland ist schlechter denn je - und das schließt den Kalten Krieg mit ein. Dafür gibt es keinen Grund. Russland braucht unsere Hilfe für seine Volkswirtschaft. Das wäre sehr leicht machbar und alle Nationen müssen dabei zusammenarbeiten. Stoppt das Wettrüsten?“ 

Syrien wirft USA „rücksichtslose Eskalation“ vor

Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff auf die Stadt Duma in der Rebellenhochburg Ost-Ghuta hat die syrische Führung den USA eine Verschärfung der Krise vorgeworfen. „Diese rücksichtslose Eskalation durch ein Land wie die USA, das Terrorismus in Syrien unterstützt hat und noch immer unterstützt, überrascht uns nicht“, zitierte die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana am Mittwoch eine ungenannte Quelle im Außenministerium. Es sei nicht ungewöhnlich für „das amerikanische Regime, das als Luftwaffe für Daesh“ gedient habe, sich die „Erfindungen und Lügen“ der „Terroristen in Ost-Ghuta“ anzueignen, um Syrien zur Zielscheibe zu machen, fügte die Quelle demnach hinzu. Daesh ist der arabische Name für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Syrien sei bereit, mit einem „unabhängigen und nicht-politisierten“ Komitee neutraler Länder zu kooperieren, um Vorwürfen einer mutmaßlichen Giftgasattacke in der Stadt Duma nachzugehen, hieß es weiter.

mke, dpa, afp

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