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US-Präsident Donald Trump am Runden Tisch.

Jetzt politisches Thema

Trump wütet über Klospülung - das Internet reagiert auf sein #Toiletgate

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Donald Trump lässt sich im Weißen Haus über Toilettenspülungen aus - und wie oft sie gedrückt werden müssen. Viele sind verwundert über sein #Toiletgate.

  • Donald Trump beauftragt die US-Umweltschutzbehörde damit, sich stärker mit Toilettenspülungen auseinanderzusetzen. 
  • Bei einem Runden Tisch im Weißen Haus beschwerte er sich über die geltenden Wasserrichtlinien. 
  • Man müsse zehn bis 15-Mal spülen, so Trump.

Update vom 8. Dezember 2019: In den USA käme kaum noch Wasser aus den Leitungen, hat sich Präsident Donald Trump gerade erst beschwert (siehe Meldung unten). Die Richtlinigen zur Wassereinsparung würden bewirken, dass US-Amerikaner zehn bis 15 Mal die Toilettenspülung betätigen müssen, weil der Wasserdruck nicht ausreichend sei.

Bei den vielen US-Bürgern sorgen diese Aussagen eher für Verwunderung. Was sie davon halten, erklären viele in den sozialen Medien unter dem Hashtag #Toiletgate.

Welche anderen Probleme werden die Experten der Umweltbehörde wohl als nächstes auf Trumps Anweisung hin untersuchen müssen? Vielleicht wie herum die Klopapierrolle hängen muss?

Auf Twitter gibt es auch ganz handfeste Lösungsvorschläge: „Ich muss nur wissen, ob ihr alle eure Toilette 10-15 Mal spült, denn falls ihr das tun müsst, esst mehr Ballaststoffe“, twitterte eine hilfsbereite Userin.

Erstmeldung: Donald Trump wütet über Klospülungen in den USA

Erstmeldung vom 7. Dezember 2019: Washington - Die US-Umweltschutzbehörde EPA soll sich nach den Worten von Präsident Donald Trump verstärkt mit Toilettenspülungen beschäftigen. Trump klagte am Freitag bei einem Runden Tisch mit Regierungsvertretern und Kleinunternehmern im Weißen Haus über Wassersparrichtlinien, die dazu führten, dass in „Waschbecken und Duschen und anderen Bestandteilen des Bades“ kaum noch Wasser aus der Leitung komme. 

US-Präsident Donald Trump will Umweltschutzrichtlinie anpassen

„Man dreht den Wasserhahn auf, man bekommt kein Wasser. Sie duschen, und das Wasser tropft heraus.“ Die Menschen würden Abhilfe schaffen, indem sie die Spülung nicht einmal, sondern eher zehn bis 15 Mal betätigen. „Am Ende verbrauchen sie mehr Wasser.“ Die EPA werde sich auf seinen Vorschlag hin mit der Problematik befassen.

Der US-Präsident widmete sich dem Thema in großer Ausführlichkeit. „Man kann seine Hände praktisch nicht waschen, so wenig Wasser kommt aus dem Hahn. Und das Endergebnis ist, dass Sie den Hahn offenlassen und es viel länger dauert, Ihre Hände zu waschen. Sie verbrauchen am Ende dieselbe Menge Wasser.“ Daher werde nun sehr ernsthaft geprüft, die Richtlinien zu lockern. 

„Es mag einige Gegenden - Wüstengegenden - geben, wo wir einen anderen Weg einschlagen“, erklärte Trump. Invielen Bundesstaaten gebe es aber so viel Wasser, „dass es herunterkommt - es heißt Regen“, sagte er unter Gelächter. Dort wüssten die Menschen gar nicht, wohin mit dem Wasser.  

Toilettenspülung in den USA: Trump spricht von Regen, Experten von Dürre

Experten gehen indes nicht davon aus, dass es Wasser im Überfluss gibt. In einem Bericht des US-Bundesrechnungshofes aus dem Jahr 2014 heißt es, in 40 der 50 US-Bundesstaaten werde in den kommenden zehn Jahren Wassermangel zumindest in einigen Gegenden erwartet. Trump hat in der Vergangenheit wiederholt Richtlinien und Vorgaben gelockert, die dem Umweltschutz dienen sollen.

Während Donald Trump sich über die Wasserrichtlinien beschwert, wird das Amtsenthebungsverfahren gegen ihn vorbereitet. Auch haben einige Staats- und Regierungschefs auf dem Nato-Gipfel über den US-Präsidenten gelästert

Während Trump die Umweltschutzrichtlinien in den USA immer weiter lockert, demonstriert außerdem Greta Thunberg in Madrid am Rande der UN-Klimakonferenz für schärfere Klimagesetzgebung. Der Rummel rund um die Klimaaktivistin ist bei der Demo am Freitagabend so groß, dass sie ihren Marsch abrupt abbrechen muss. Während Trump sich über sein Klo echauffiert, bekommt er deftige Kritik aus Nordkorea.

dpa

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