Donald Trump, damals Präsident der USA, geht über den Südrasen des Weißen Hauses. (Archiv)
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Dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump droht womöglich bald eine Aussage unter Eid.

Autorin beschuldigt ihn

Schwere Vorwürfe gegen Trump: Bald Aussage unter Eid? - „An der Zeit, in diesen Fällen voranzukommen“

  • Michelle Brey
    vonMichelle Brey
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Mit dem Ausscheiden aus dem Weißen Haus hat Donald Trump seine Immunität verloren. Nun muss er möglicherweise schwere Vorwürfe unter Eid beantworten.

Washington / München - Um Ex-Machthaber Donald Trump wird es nicht still. Ganz im Gegenteil: Zuletzt sorgte sein erstes Live-Interview nach der Machtübergabe für Aufsehen. Nun folgt eine Anschuldigung gegen den ehemalige Präsident der USA: E. Jean Carroll, eine Autorin und Journalistin, beschuldigt Trump, sie vergewaltigt zu haben. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, muss sich Trump womöglich bald unter Eid zu den Vergewaltigungsvorwürfen äußern.

Donald Trump: Schwere Vorwürfe gegen ehemaligen Präsident - Bald Aussage unter Eid?

Im Juni 2019 hatte die Autorin die Vorwürfe gegen den damaligen US-Präsidenten erhoben. Er soll sie vor mehr als 20 Jahren in einer Umkleidekabine des New Yorker Kaufhauses Bergdorf Goodman vergewaltigt haben. Im Juni 2019 wies der damalige Amtsinhaber die Anschuldigungen zurück. Gegenüber der US-Zeitung The Hill sagte er: „Nummer eins: Sie ist nicht mein Typ. Nummer zwei: Es ist nie passiert. Es ist nie passiert, ok?“ Des Weiteren beschuldigte er die Journalistin, zu lügen. Die Autorin klagte aufgrund von Verleumdung und forderte einen DNA-Test, um die Spuren von dem Kleid, das sie an jenem Tag getragen habe, abgleichen zu lassen.

Vergewaltigungsvorwürfe gegen Donald Trump - „Das einzige Hindernis war, dass er Präsident gewesen ist“

Das US-Justizministerium stellte sich damals auf die Seite von Donald Trump. So habe er die Äußerungen zu den Vorwürfen im Rahmen seiner Tätigkeit als US-Präsident getätigt. Mit dem Ausscheiden aus dem Weißen Haus hat Donald Trump jedoch seine Immunität verloren und muss sich den Vorwürfen womöglich unter Eid stellen.

„Das einzige Hindernis für die Weiterführung der Zivilprozesse war, dass er der Präsident gewesen ist“, sagte die ehemalige Staatsanwältin Jennifer Rodgers gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Roberta Kaplan, die Anwältin der Autorin und Journalistin, äußerte sich ebenfalls: „Ich denke, unter den Richtern wird es ein Gefühl geben, dass es an der Zeit ist, in diesen Fällen voranzukommen.“

Die Autorin wolle anwesend sein, komme es zu der Aussage unter Eid. „Ich lebe für den Moment, um in diesen Raum zu gehen und ihm gegenüber zu sitzen“, sagte E. Jean Carroll. Sie denke jeden Tag daran. Letztlich ist es auch nicht das erste Mal, dass Donald Trump beschuldigt wird, übergriffig geworden zu sein. (mbr)

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