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Michael Bloomberg (links) will gegen den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump antreten. 

Wahlkampf in den USA

Trump will Bloomberg-Journalisten von seinen Veranstaltungen ausschließen

Donald Trump will Bloomberg-Journalisten von seinen Veranstaltungen ausschließen. Bloomberg News wurde von seinem Konkurrenten Michael Bloomberg gegründet.

  • In den USA läuft der Wahlkampf für die Präsidentschaftswahl 2020
  • Auch der amtierende US-Präsident Donald Trump will zur Wahl antreten. So auch der Demokrat Michael Bloomberg. 
  • Trump-Team geht gegen Journalisten aus dem von Bloomberg gegründeten Medienhaus vor. 

Washington - Das Wahlkampf-Team von US-Präsident Donald Trump wirft dem Medienkonzern des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Michael Bloomberg Parteilichkeit vor und will Konsequenzen ziehen. Das Team des Republikaners teilte am Montag mit, man werde Vertretern von Bloomberg News für Wahlkampfauftritte Trumps und andere Veranstaltungen keine Akkreditierungen mehr ausstellen.

USA-Wahl 2020: Trump geht gegen Bloomberg-Journalisten vor 

Ob und wie das Team mit Anfragen des Medienkonzerns oder einzelnen seiner Reporter umgehe, werde von Fall zu Fall entschieden. Zur Begründung hieß es, das Medienunternehmen habe öffentlich erklärt, nicht unparteiisch zu sein.

Bloomberg hatte vor wenigen Tagen offiziell verkündet, dass er ins Präsidentschaftsrennen seiner Partei einsteigen will und Trump bei der Wahl 2020 herausfordern möchte. Der 77-Jährige ist Gründer des nach ihm benannten Finanz- und Medienunternehmens und gilt als einer der reichsten Männer der Welt.

Bloomberg News kündigte nach der Verkündung der Ambitionen seines Eigentümers an, zwar über den Wahlkampf von Bloomberg und dessen demokratischen Mitbewerbern zu berichten, aber auf investigative Recherchen zu ihnen zu verzichten. Für Trump gelte dieser Verzicht nicht, hieß es.

Trump will Bloomberg-Journalisten von seinen Veranstaltungen ausschließen

Der Fernsehsender CNN verbreitete am Montag eine Stellungnahme des Chefredakteurs von Bloomberg News, John Micklethwait, in der dieser die Befangenheitsvorwürfe vehement zurückwies: Man habe stets fair und unparteiisch über Trump berichtet und werde das auch weiterhin tun - trotz der vom Trump-Lager angekündigten Restriktionen.

Mitten im Wahlkampf muss der US-Präsident außerdem Ermittlungen in der Ukraine-Affäre ertragen. Derzeit wird geprüft, ob gegen Trump ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet werden kann. 

Donald Trump hat allgemein ein umstrittenes Verhältnis zu medialer Berichterstattung. So teilte er etwa ein Video in den Sozialen Medien, in dem er symbolisch auf den US-Fernsehsender CNN einschlug. 2018 hatte er auch ein traditionelles Journalisten-Dinner boykottiert und über das Event gelästert

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