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Steht mittlerweile ziemlich allein da: Donald Trump ist auch für seine Personalrochaden im Weißen Haus bekannt.

Präsident nach dem Aus von Bannon

Es wird einsam um ihn: Trumps verzweifelter Befreiungsschlag

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Donald Trump scheint sich mehr und mehr zu isolieren. Der Abschied von Chefberater Stephen Bannon könnte der Anfang vom Ende für den US-Präsidenten sein. 

Washington - Statistiker dürften an Donald Trump und den ersten acht Monaten seiner Präsidentschaft Freude haben. Sechs führende Mitarbeiter, von Sprecher Sean Spicer über Stabschef Reince Priebus bis hin zu Chefberater Stephen Bannon - hat Trump seit Februar verschlissen. Andere Mitarbeiter halten ihm, so will die Washington Post erfahren haben, nur deshalb die Stange, weil sie ansonsten niemals wieder im Weißen Haus arbeiten würden.

Nun hat der Präsident mit Bannon nicht nur den einflussreichsten Vertreter rechter Nationalisten gefeuert - und dies vermutlich nur, weil sein um Ruhe bemühter neuer Stabschef John Kelly es wollte. Mit Bannon verliert Trump auch einen der wenigen verbliebenen Loyalisten. Es wird einsam um „Nummer 45“, wie manche liberale TV-Kommentatoren Trump bereits titulieren. Sie weigern sich, ihn mit dem Wort „Präsident“ in Verbindung zu bringen.

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Verfahrene Amtszeit der „Nummer 45“

Wie geht es nun weiter mit seiner so verfahrenen Amtszeit, zuletzt schwer beschädigt durch Trumps kontroverse Bemerkungen zu den Vorgängen in Charlottesville? Erstmals machte der Begriff Rücktritt am Wochenende auf einigen konservativen Webseiten die Runde. Das Wall Street Journal, noch während des Wahlkampfs treu auf Trumps Seite, stellte am Samstag in einem Leitartikel fest: Der Präsident sei in größerer politischer Gefahr, als ihm bewusst sei.

Unterdessen bröckelt weiter die Schar jener, die ihm einst den Rücken stärkten. Die unverhohlenen Sympathien für einen Teil der in Charlottesville agierenden Neonazis und Ku-Klux-Klan-Anhänger haben Trumps Basis unter den Volksvertretern im Kapitol erodieren lassen. Kritik gab es bis hoch in die Führung des Kongresses, auch von Repräsentantenhaus-Sprecher Paul Ryan, der sich bisher widerwillig Trump gefügt hatte.

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Trump in Isolation abgeleitet

Die Entlassung von Bannon, dem Trump maßgeblich seinen Wahlsieg verdankt, muss deshalb auch als eine Art verzweifelter Befreiungsschlag eines in die Isolation abgleitenden Präsidenten gesehen werden. Der nächste ist am Dienstagabend geplant. Dann will Trump bei einer Großkundgebung in Phoenix (Arizona) die Wunden von Charlottesville heilen. Dass selbst der Bürgermeister der Stadt ihn bat, auf den Auftritt zu verzichten, sagt einiges aus.

Nicht mehr Mitglied im Trump-Team: Chefberater Stephen Bannon muss das Weiße Haus verlassen.

Laut Umfragen unterstützt nur noch ein knappes Drittel der US-Bürger Trumps Politik. Das sei „keine Basis, sondern ein „Kern“, so die konservative Autorin Peggy Nooan. Und sie fügte an: Ein Präsident könne nicht regieren, wenn dies alles sei, was er habe.

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Signale für Trump-Flucht

Die Signale für eine Trump-Flucht quer durch das Land sind überdeutlich. Ein Teil der Vorstandschefs, die in den Beratungsgremien des Präsidenten saßen, suchte nach Charlottesville empört das Weite. Trump löste, als Versuch schneller Schadensbegrenzung, die Gruppen umgehend auf. Was viele verprellt hat, sind seine rhetorischen Defizite und die Unfähigkeit, klare moralische Unterscheidungen zu treffen.

Das hat auch Einfluss auf sein Kabinett - vom widerborstigen Justizminister Jeff Sessions bis hin zu Außenminister Rex Tillerson, der sich entschlossen hat, den starken Worten Trumps in der Nordkorea-Krise Diplomatie entgegenzusetzen. Die Minister scheinen mehr dem Ruf ihres Amtes zu folgen als den Rufen ihres Herrn. Für die schwankende „Nummer 45“ ist dies beileibe kein Kompliment.

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Friedemann Diederichs

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