+
Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump.

US-Präsidentschaftsbewerber

Donald Trump will höheren Militärbeitrag der Nato-Partner

Washington - Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump will bei seinem Einzug ins Weiße Haus die Nato-Verbündeten dazu bringen, einen höheren Eigenbeitrag zu ihrer Verteidigung zu leisten.

Sie müssten entweder mehr zahlen "oder sich selbst verteidigen", sagte Trump am Mittwoch in einer Rede in Washington. Zugleich bekräftigte er, dass er nach dem Motto "Amerika zuerst" immer den Eigeninteressen der USA den Vorrang geben werde.

Der Immobilienmilliardär, der im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner mit weitem Abstand führt, sagte in seiner außenpolitischen Grundsatzrede, er werde "die Interessen des amerikanischen Volkes und der amerikanischen Sicherheit über alles andere stellen". Die Verbündeten kritisierte er dafür, dass sie in der Sicherheitspolitik nicht ihren "fairen Anteil" beitrügen.

Trump verwies darauf, dass in der Nato außer den USA nur die wenigsten Partner bislang die zugesagten mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für den Verteidigungsetat aufbrächten. Auch Deutschland gehört zu den Staaten, die diese Zielvorgabe bislang nicht erfüllen.

"Die Länder, die wir verteidigen, müssen für die Kosten dieser Verteidigung bezahlen", sagte der Immobilienmilliardär. Täten sie dies nicht, "dann müssen wir diese Länder sich selbst verteidigen lassen". Der Geschäftsmann hatte bereits im März angekündigt, dass er den Nato-Partnern mehr Lasten aufbürden wolle, und dabei konkret auch Deutschland kritisiert.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nordkorea antwortet mit Trotzreaktion
Seoul - Handelt Nordkoreas Machthaber irrational? Mit seinen Raketen- und Atomtests fordert er nicht nur die USA, sondern auch die internationale Staatengemeinschaft …
Nordkorea antwortet mit Trotzreaktion
Fast 4000 weitere Staatsbedienstete in der Türkei entlassen
Ankara - Im Zuge ihres Vorgehens gegen mutmaßliche Putsch-Unterstützer hat die türkische Regierung fast 4000 weitere Staatsbedienstete entlassen.
Fast 4000 weitere Staatsbedienstete in der Türkei entlassen
"Flüchtlings-Offizier": Rechte Gesinnung offenbar lange bekannt
Gießen - In dem Fall des Bundeswehr-Offiziers, der sich monatelang als syrischer Flüchtling ausgegeben hat, sind noch viele Fragen offen. Allerdings hätte man gewarnt …
"Flüchtlings-Offizier": Rechte Gesinnung offenbar lange bekannt
Die FDP sucht ihr Rezept für die Rückkehr in den Bundestag
Berlin - Bildung, Digitalisierung und weniger Bürokratie: Mit diesen Schwerpunkten will die FDP in den Wahlkampf ziehen - und nach vier Jahren wieder in den Bundestag …
Die FDP sucht ihr Rezept für die Rückkehr in den Bundestag

Kommentare