Warnung vor Terroranschlag

Trump prahlt mit erneutem Putin-Telefonat: „Der russische Präsident hat angerufen ...“ - Twitter-User empört

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Donald Trump berichtet auf Twitter, welch großen Dank ihm Wladimir Putin entgegengebracht habe. Das geht vielen Twitter-Nutzern aber deutlich zu weit.

  • Donald Trump hat auf Twitter von einem Telefonat mit Wladimir Putin berichtet.
  • Vorausgegangen war die Warnung vor einem möglichen Terroranschlag in St. Petersburg.
  • Auf den öffentlichen Dank folgte offenbar ein weiteres Gespräch.

Washington/St. Petersburg - Donald Trump war es offenbar ein Anliegen, auf Twitter noch einmal zu betonen, wie dankbar Wladimir Putin für die Unterstützung der USA ist. Schon zwei Tage vor seinem Tweet vom 31. Dezember, hatte der russische Präsident sich öffentlich für Informationen der USA zur Verhinderung von Terrorakten bedankt. Offenbar gab es zu diesem Thema aber auch ein Telefonat zwischen beiden Staatsmännern. Donald Trump beschreibt den Inhalt des Gesprächs wie folgt: 

„Der russische Präsident Putin hat angerufen, um mir und den USA dafür zu danken, dass wir sie über eine geplante Terrorattacke in der sehr schönen Stadt St. Petersburg informiert haben. Sie waren in der Lage, die Verdächtigen schnell festzunehmen, was viele Leben gerettet hat. Großartige & wichtige Koordination!“

Twitter-User spotten über Trump-Putin-Telefonat

Anhänger des US-Präsidenten reagierten zustimmend und wiesen darauf hin, dass gute Beziehungen zu Russland die Welt sicherer machen. Andere Twitter-Nutzer zeigten sich empört darüber, auf welche Art Donald Trump mit Präsident Putin umgeht - der russische Staatschef wird in den Twitter-Reaktionen teils als Diktator bezeichnet. 

„Gut zu sehen, dass Ihre jährliche Leistungsbewertung positiv verlaufen ist, hat Putin Ihnen auch eine Gehaltserhöhung gegeben?“, fragt ein User schnippisch nach. „Ihr Verlangen, Putin zufriedenzustellen, geht weit über Ihr Verlangen hinaus, die 50 Prozent der Wähler zufriedenzustellen, die Sie aus dem Amt entheben wollen“, meint ein anderer.

Wladimir Putin dankt Donald Trump: Das war in St. Petersburg passiert

Die russische Justiz hatte zuvor zwei Männer in Untersuchungshaft genommen, die einen Anschlag während der Neujahrsfeiern in St. Petersburg geplant haben sollen. Ein Gericht der Stadt verhängte nach eigenen Angaben am Montag die U-Haft für die beiden russischen Staatsbürger im Alter von 22 und 23 Jahren. Nach Angaben des Inlandsgeheimdienstes FSB sollen sie die Anschlagsplanungen gestanden haben. Die Männer sollen Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sein.

Seine guten Beziehungen zwischen Trump und Putin bewerten nicht alle Wähler positiv.

Die Männer waren am Freitag festgenommen worden. Bei ihrer Ergreifung halfen nach Angaben der russischen Behörden von den USA gelieferte Geheimdienstinformationen. Staatschef Wladimir Putin dankte US-Präsident Donald Trump in einer am Sonntag veröffentlichen Erklärung für "Informationen, die die Verhinderung von Terrorakten in Russland erlaubt" hätten.

Die Nachrichten-Website "Fontanka" berichtete unter Berufung auf eine FSB-Quelle, die beiden Männer hätten Anschläge auf ein Einkaufszentrum und eine Kathedrale in St. Petersburg geplant gehabt. Von ihren Anschlagszielen hätten sie Bilder an den IS übermittelt. Ein vom FSB veröffentlichtes Video zeigte die Festnahme der beiden Männer und eine Razzia in ihrer Wohnung. Dort wurde nach Angaben der Behörden unter anderem Munition gefunden.

Mit dieser Wende dürfte wohl niemand gerechnet haben: der in Japan unter Hausarrest stehende Ex-Manager Ghosn hat sich in den Libanon abgesetzt.

Im Nordwesten Syriens wird die Lage für die Menschen immer schlimmer. Die Türkei hat sich deshalb für Montag in Moskau angekündigt.

Derweil spitzt sich die Situation zwischen den USA und dem Iran respektive dem Irak zu - Trump droht Bagdad offen mit Sanktionen.

Bei einem Luftangriff in Syrien sind zahlreiche türkische Soldaten getötet worden. Die Türkei öffnet derweil die Grenze für Geflüchtete nach Europa.

Eine Spur friedlicher soll es bei diesem Treffen zugehen: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder reist zu Gesprächen mit Wladimir Putin nach Moskau.

AFP/rm

Rubriklistenbild: © dpa / Evan Vucci

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