+
Zwei Selbstmordattentäter haben sich am Samstag im Zentrum der somalischen Hauptstadt mit Autobomben in die Luft gesprengt. Foto: Mohamed Sheikh Nor/AP

Autobomben in Mogadischu

Doppelanschlag auf Ministerien in Somalia

Selbstmordattentäter mit Autobomben und Angreifer mit Panzerfäusten und Maschinengewehren: Attentäter greifen in Somalias Hauptstadt das Innen- und Sicherheitsministerium an. Es gibt Meldungen über Explosionen aus dem Inneren des Gebäudes.

Mogadischu (dpa) - wei Selbstmordattentäter haben sich am Samstag im Zentrum der somalischen Hauptstadt Mogadischu mit Autobomben in die Luft gesprengt. Dabei wurden nach Angaben der Polizei mindestens zwölf Menschen getötet.

Der Angriff galt demnach dem Innen- und Sicherheitsministerium. Einer der Angreifer habe mit seinem Fahrzeug am Samstag den Zugang zum Gelände des Ministeriums gerammt, sagte Polizeisprecher Ahmed Bashane. Ein weiterer Attentäter habe seine Autobombe an einem Kontrollpunkt außerhalb des Areals gezündet, das sich in der Nähe des Parlaments befindet.

"Danach waren weitere Explosionen aus dem Inneren des Gebäudes zu hören", sagte Polizeisprecher Ali Hassan. Vor dem Gebäude hätten sich vier bis fünf mit Panzerfäusten und Maschinengewehren bewaffnete Männer Gefechte mit den Sicherheitskräften geliefert. Das Areal wurde abgeriegelt. Bashane sprach von mindestens drei zivilen Todesopfern und 18 verletzten Zivilisten außerhalb des Gebäudes. Zudem starben den Behörden zufolge zwei Sicherheitsbeamte und zwei Ministeriumsmitarbeiter. Auch fünf Angreifer seien getötet worden.

Kämpfer der mit Al-Kaida verbundenen sunnitischen Terrorgruppe Al-Shabaab reklamierten den Angriff über den Radiosender Andalus für sich. Die Fundamentalisten kämpfen in Somalia seit Jahren für die Errichtung eines sogenannten Gottesstaats. Bei Anschlägen und Angriffen haben sie bislang Tausende Menschen getötet. Eine 22 000 Mann starke Truppe der Afrikanischen Union (AU) unterstützt die somalischen Streitkräfte im Kampf gegen Al-Shabaab.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nur wenige Flüchtlinge haben Bleiberecht erschlichen
Wenn sich die Lage in einem Land deutlich verbessert, endet der Schutz für Flüchtlinge, die einst von dort nach Deutschland gekommen waren. Das hatten einst viele …
Nur wenige Flüchtlinge haben Bleiberecht erschlichen
„Niemand hört uns, niemand glaubt uns“: Jesidin trifft ihren IS-Peiniger in Schwäbisch Gmünd
Der unglaublich klingende Fall einer jungen verschleppten Jesidin beschäftigt Behörden und Politik in Baden-Württemberg. In Deutschland erkannte sie ihren Peiniger von …
„Niemand hört uns, niemand glaubt uns“: Jesidin trifft ihren IS-Peiniger in Schwäbisch Gmünd
CDU-Spitze lehnt Spurwechsel im Asylrecht weiterhin ab
Berlin (dpa) - Die CDU-Spitze lehnt einen Wechsel für abgelehnte, aber geduldete Asylbewerber in den deutschen Arbeitsmarkt strikt ab.
CDU-Spitze lehnt Spurwechsel im Asylrecht weiterhin ab
Außenminister Maas in Auschwitz: „Hölle auf Erden war eine deutsche Schöpfung“
Außenminister Heiko Mass hat das ehemals größte Vernichtungslager der Nazis in Auschwitz besucht. Für das Gedenkbuch der Gedenkstätte fand er bewegende Worte.
Außenminister Maas in Auschwitz: „Hölle auf Erden war eine deutsche Schöpfung“

Kommentare