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Ob Dorothee Bär mit dem FC-Bayern-Trikot vielleicht doch nur Werbung für die Telekom machen wollte? Man darf zweifeln.

Ältestenrat entscheidet

"Trikot-Affäre" um Bär hat noch ein Nachspiel

Berlin - Das Tragen eines Fußballtrikots im Bundestag ist für einen Linken-Abgeordneten ein No-Go. Der beschwerte sich über Dorothee Bär. Nun entscheidet der Ältestenrat.

Empörung über ein Bayern-Trikot im Bundestag: Ein Abgeordneter der Linken hat Beschwerde gegen die CSU-Politikerin Dorothee Bär (37) eingelegt, weil sie am Tag nach der 3:0-Niederlage des FC Bayern München gegen den FC Barcelona mit einem Trikot des deutschen Rekordmeisters im Parlament erschienen war.

Wie die „Bild am Sonntag“ berichtet, reichte der Linken-Abgeordnete Alexander Ulrich eine Beschwerde wegen Verstoßes gegen die Kleiderordnung beim Bundestagspräsidium ein. Nun werde sich der Ältestenrat bei seiner nächsten Sitzung damit befassen.

Geärgert haben soll sich Ulrich aber nicht über Bärs Liebe zum FC Bayern München, sondern über die Telekom-Werbung auf dem Trikot - das Bär unter ihrem Blazer trug. Die Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium war in ihrem Outfit vergangene Woche von ihrem Parteifreund Florian Hahn fotografiert worden, dieser hatte das Foto danach getwittert.

„Ganz schön kleingeistig für eine Partei, die immer den Wert der Toleranz predigt“, sagte Bär der „Bild am Sonntag“. Ulrich Begrüngung hält sie für unglaubwürdig: „Wäre es ein Trikot von St. Pauli gewesen, hätte sich keiner beschwert.“

dpa

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