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CSU-Chef Horst Seehofer ist verärgert über die Wahlkampfmethoden der SPD und hat seinen Herausforderer Christian Ude zum Eingreifen aufgefordert.

Vor allem wegen "Drehhofer.de"

Seehofer verärgert über SPD-Wahlkampf

München - CSU-Chef Horst Seehofer ist verärgert über die Wahlkampfmethoden der SPD und hat seinen Herausforderer Christian Ude zum Eingreifen aufgefordert.

„Wenn der SPD-Spitzenkandidat keinen schmutzigen Wahlkampf will, dann muss er seine Leute zurückpfeifen“, sagte Seehofer der „Passauer Neuen Presse“ (Mittwoch). Für Unmut sorgt bei der CSU vor allem die von der SPD ins Leben gerufene Internetseite „Drehhofer.de“, auf der die politischen Wenden des Ministerpräsidenten persifliert werden. „Die SPD hat keinerlei inhaltliche Ideen für Bayern, keine Visionen - deshalb gleitet sie in solche Dinge ab“, sagte Seehofer. Die Kampagne sei „gespickt mit Unwahrheiten“. Ude wies die Vorwürfe zurück.

Auf der Internetseite würden ausschließlich Aussagen Seehofers „korrekt zitiert“, sagte Ude dem Blatt. „Wenn ein Politiker das nicht mehr aushält, dass er seine eigenen Zitate, Aussagen und Versprechungen vorgehalten bekommt, dann ist das eine Dünnhäutigkeit, die mir in der Politik noch nicht begegnet ist.“ Er würde niemals einen schmutzigen Wahlkampf tolerieren, der ins Private ziele oder mit Beleidigungen arbeite, sagte Ude.

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Seehofer führte als Beispiel den Donauausbau an. „Die CSU war ursprünglich für den Ausbau mit Staustufe und Kanal. Dafür gibt es ja auch Parteitagsbeschlüsse, denen ich auch zugestimmt habe.“ Aber seine Partei habe damals festgelegt, dass die endgültige Entscheidung erst dann getroffen werde, wenn eine umfassende Studie über die Ausbauvarianten vorliege. „Nach dieser Studie und auch als Ergebnis meiner Donaubereisung ist der Ausbau mit Staustufe und Kanal aber nicht der richtige. Deshalb haben wir uns für den sanften Ausbau entschieden.“ Es sei eine Verdrehung der Fakten, wenn nicht erwähnt werde, was zu dieser Entscheidung geführt habe.

dpa

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