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Malu Dreyer hat Angst um die Existenz der Sozialdemokratie

Wegen des schlechten Abschneidens 

Nach Bundestagswahl: Dreyer sieht die Existenz der SPD bedroht

Bei der Bundestagswahl erhielt die SPD lediglich 20,5 Prozent der Stimmen. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer sieht ihre Partei deswegen in Gefahr.

Mainz - Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sieht nach der schweren Niederlage der Sozialdemokraten bei der Bundestagswahl ihre Partei insgesamt in Gefahr. Man müsse "Angst haben um die Existenz der Sozialdemokratie", sagte Dreyer im Freitag vorab veröffentlichten "Interview der Woche" des SWR. Das SPD-Wahlergebnis von nur noch 20,5 Prozent sei ein "dramatisches Ereignis".

Dreyer verteidigte vor diesem Hintergrund die Entscheidung der SPD, in die Opposition zu gehen. Da gebe es auch "keine Hintertür", hob sie hervor. "Wir müssen uns auch wieder aufrichten, wir müssen unser Profil weiterentwickeln, weil wir wollen, dass die Sozialdemokratie in Deutschland wieder an Stärke gewinnt", sagte die Ministerpräsidentin. Die Sozialdemokraten müssten wieder so stark werden, "dass sie zu Recht Volkspartei genannt werden und irgendwann auch wieder regierungsfähig sind".

Ablauf der Nominierung von Schulz sei „nicht optimal“ gelaufen

Kritik übte Dreyer an den Abläufen bei der Nominierung von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Sie nannte es im SWR problematisch, dass es erneut "so eine kleine Art Sturzgeburt gab". Dies sei "nicht optimal" gewesen.

Die neue SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles schloss unterdessen aus, sich auf dem Parteitag im Dezember um den SPD-Vorsitz zu bewerben. Spekulationen, sie könne nach der ganzen Macht in der Partei greifen, seien "Unsinn", sagte Nahles den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Samstagsausgaben). "SPD-Chef ist Martin Schulz, und er bleibt es auch. Es gibt eine breite Unterstützung und eine große Solidarität für ihn", fügte Nahles hinzu.

dpa

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