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Sind sich uneins: Dieter Reiter und Horst Seehofer.

Treffen zwischen Reiter und Seehofer

Exklusiv: München lässt CSU bei dritter Startbahn abblitzen

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München - Die Fronten im Streit um die dritte Startbahn für den Münchner Flughafen sind verhärtet: Der Münchner OB Dieter Reiter bekräftigt nach einem Treffen mit Seehofer: „Meine Position ist unverändert“.

Die Stadt München lehnt den Wunsch der Staatsregierung nach einem neuen Bürgerentscheid zur dritten Startbahn am Flughafen ab. Bei einem Treffen der Flughafen-Gesellschafter von Freistaat, Bund und Landeshauptstadt stellte Oberbürgermeister Dieter Reiter klar, dass die SPD im Stadtrat vorerst keinen Bedarf für einen neuen Entscheid sieht. Damit wankt der Zeitplan, das Thema möglichst noch in dieser Legislaturperiode vom Tisch zu bekommen.

„Meine Position ist unverändert“, sagte Reiter nach dem Treffen gegenüber dem Münchner Merkur. „Nur wenn ein Trend absehbar ist, der zeigt, dass die Zahl der Starts und Landungen über einen längeren Zeitraum deutlich steigt, werden wir die Münchnerinnen und Münchner erneut abstimmen lassen.“ Deshalb habe man vereinbart, die endgültigen Ergebnisse für 2016 und eine „erste solide Prognose für 2017“ abzuwarten. „Wenn diese Zahlen vorliegen, werden wir erneut darüber beraten“, sagte Reiter.

Auf unserer Übersichtsseite zum Thema „Dritte Startbahn München“ finden Sie mehr Informationen.

Sowohl für die rot-schwarze Münchner Rathaus-Koalition als auch für die CSU liefert das Thema reichlich Konfliktpotenzial. Ministerpräsident Horst Seehofer hatte lange gezögert und war erst in seiner Regierungserklärung im September auf einen Kurs pro Startbahn eingeschwenkt, den die CSU-Fraktion schon länger von ihm verlangt hatte. „Im Gegensatz zu den letzten Jahren haben wir einen neuen Trend und damit eine neue Situation“, begründete der Parteichef seinen Vorstoß.

Für 2016 wird aktuell ein Plus von vier Prozent bei Flugbewegungen erwartet, das wären 395 000 Starts und Landungen. Im kommenenden Jahr soll die Zahl erneut um vier Prozent steigen auf dann 411 000. Zum Vergleich: Der bisherige Rekord lag 2007 und 2008 mit je 432 000 Starts und Landungen. Anders als Seehofer sieht Reiter durch die Zahlen keine neue Situation.

Seehofer hatte mehrfach betont, den Bau nicht ohne neuen Bürgerentscheid zu forcieren. Große Teile der Landtagsfraktion pochen aber auf eine möglichst baldige Umsetzung. Fraktionschef Thomas Kreuzer war beim Treffen in der Staatskanzlei ebenfalls anwesend.

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